Mahomets Gesang
Mahomets Gesang ist ein Gedicht, das in den Jahren 1772/73 von Johann Wolfgang von Goethe verfasst wurde und der Epoche des Sturm und Drang zugeordnet wird. Es erzählt den Weg eines Flusses, von der Quelle, über Wiesen und Täler, bis zum Ozean.
Interpretationsversuche [Bearbeiten]
Der Fluss in „Mahomets Gesang“ lässt sich als Metapher für das Ideal des Sturm und Drang, das Genie, sehen. Dieses Genie ist ein Mensch mit außergewöhnlicher Begabung, er erschafft, ist naturverbunden und beugt sich keiner Reglementierung. So wird auch der Fluss in dem Gedicht beschrieben. Am Anfang ist er „Jünglingsfrisch“, was zu der Selbstsicht des „Sturm und Drang“ als Jugendbewegung passt. Schon früh zeigen sich seine Führungsambitionen und er „reißt […] seine Brüderquellen Mit sich fort.“ Er lässt sich weder vom „Schattental“ noch von den Blumen aufhalten und schließlich „Gibt er Ländern Namen, Städte werden unter seinem Fuß.“ Somit hat er, der genau so klein anfing wie seine Brüder, sie alle übertroffen und sogar die Welt verändert.
Nach einer anderen Interpretation wird Mahomet mit dem Propheten Mohammed gleichgesetzt. Die Bruderquellen werden dabei als Mohammeds Anhänger gesehen, von denen er Anfangs auch nur wenige hatte, die jedoch zuletzt sehr zahlreich waren. In der letzten Strophe des Gedichtes trägt er sie „dem erwartenden Erzeuger“, also Gott (Allah) „Freudenbrausend an das Herz“.
Alternative Interpretation --> Diskussionsseite [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- vollständiger Gedichttext
- Theorie über den Zusammenhang zwischen dem Gedicht und Mohammed (PDF-Datei; 1,77 MB)
Romane und Novellen
Die Leiden des jungen Werthers | Wilhelm Meisters theatralische Sendung | Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten | Wilhelm Meisters Lehrjahre | Novelle | Die Wahlverwandtschaften | Wilhelm Meisters Wanderjahre
Dramen
Die Laune des Verliebten | Die Mitschuldigen | Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand | Ein Fastnachtsspiel vom Pater Brey | Jahrmarktsfest zu Plundersweilern | Götter, Helden und Wieland | Claudine von Villa Bella | Clavigo | Urfaust | Egmont | Erwin und Elmire | Die Geschwister | Der Triumph der Empfindsamkeit | Iphigenie auf Tauris | Torquato Tasso | Der Groß-Cophta | Der Bürgergeneral | Was wir bringen | Stella | Die natürliche Tochter | Faust I | Pandora | Faust II
Gedichte, Lieder und Balladen
Mailied | Willkommen und Abschied | Mahomets Gesang | Prometheus | Geistesgruß | Der König in Thule | Der Fischer | An den Mond | Der Erlkönig | Wandrers Nachtlied | Römische Elegien | Venezianische Epigramme | Der Zauberlehrling | Xenien | Legende vom Hufeisen | Die erste Walpurgisnacht | Der Totentanz | Bei Betrachtung von Schillers Schädel | Marienbader Elegie | West-östlicher Divan | Gingo biloba
Versepen
Reineke Fuchs | Hermann und Dorothea
Übertragungen
Leben des Benvenuto Cellini | Mahomet | Rameaus Neffe
Ästhetische Schriften
Über Kunst und Altertum
Naturwissenschaftliche Schriften
Über den Zwischenkiefer der Menschen und der Tiere | Versuch die Metamorphose der Pflanzen zu erklären | Beiträge zur Optik | Zur Farbenlehre
Librettofragment
Der Zauberflöte zweyter Theil
Autobiographische Prosa
Italienische Reise | Kampagne in Frankreich | Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit
Sonstiges
Die guten Weiber | Nähe des Geliebten | Über den Granit | Maximen und Reflexionen | Hanswursts Hochzeit