Maienfeld GR

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GR ist das offizielle Kürzel für den Schweizer Kanton Graubünden und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Maienfeld zu vermeiden.
Maienfeld
Wappen von Maienfeld
Basisdaten
Kanton: Graubünden
Bezirk: Landquart
BFS-Nr.: 3953Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 7304
Koordinaten: (759104 / 208455)Koordinaten: 47° 0′ 29″ N, 9° 31′ 52″ O; CH1903: (759104 / 208455)
Höhe: 518 m ü. M.
Fläche: 32.33 km²
Einwohner: 2475

(31. Dezember 2006)

Website: www.maienfeld.ch
Karte
Karte von Maienfeld

Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Pixel

Maienfeld (rät. Maiavilla) ist eine politische Gemeinde in der Bündner Herrschaft (Kreis Maienfeld) im Bezirk Landquart des Kantons Graubünden in der Schweiz. Der Ort ist ein regionales Zentrum und ist bekannt für seinen Wein.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Auf Gemeindegebiet wurden prähistorische Funde gemacht. Erstmals erwähnt wird Maienfeld im 4. Jahrhundert als Magia auf der Peutingerschen Tafel, 801-805 als Lupinis. Magia war wohl römische Station an den historischen Strassen im Rheintal, an der Verzweigung des Wegs nach Zürich/Turicum und Bregenz/Brigantium. Das Stadtrecht ist 1434 erstmals dokumentiert, das Marktrecht lag jedoch bei Malans. Maienfeld war seit 1436 Mitglied des Zehngerichtebunds, 1438 schloss es einen Stadtrechtsvertrag mit den Freiherren von Brandis. Ab dem 14. Jahrhundert wanderten Walser auf Gebiet der Stadt ein und gründeten mehrere Siedlungen, die als Walsergemeinde Berg Teil der Stadt wurden, deren Bewohner jedoch erst Jahrhunderte später ins Stadtbürgerrecht aufgenommen wurden. Zu diesen Siedlungen gehören Rofels, Bovel, Guscha und Stürfis, die beiden letzteren heute Wüstungen. Maienfeld, bis zu diesem Zeitpunkt rätoromanisch, wurde im 16. Jahrhundert germanisiert. 1529 war die Reformation bereits eingeführt. Nach dem Bau der Eisenbahnlinie von St. Gallen nach Chur Mitte des 19. Jahrhunderts, kurze Zeit später mit Abzweigung nach Zürich, verlor die Stadt an Bedeutung für den Personen- und Güterverkehr.

Bis zum 23. Oktober 1977 bestand eine sogenannte Kommunanz, das Gemeinschaftsgebiet Maienfeld-Fläsch, das den Gemeinden Fläsch und Maienfeld gemeinsam gehörte.

[Bearbeiten] Geografie

Maienfeld liegt acht Kilometer südöstlich von Sargans im unteren Churer Rheintal. Das Gemeindegebiet grenzt im Westen an die Gemeinde Bad Ragaz, Kanton St. Gallen, im Westen und Norden an Gebiete der Gemeinde Fläsch, Kanton Graubünden, im Norden an Gebiete der Gemeinden Balzers, Triesen und Schaan, Fürstentum Liechtenstein, und Nenzing, Vorarlberg, Österreich, im Osten an die Gemeinde Seewis im Prättigau, Kanton Graubünden, im Südwesten an die Gemeinden Jenins und Malans GR, Kanton Graubünden, im Süden an Gebiete der Gemeinden Igis und Zizers, Kanton Graubünden, sowie im Südwesten an die Gemeinde Mastrils, Kanton Graubünden. Der Ort liegt auf der rechten Talseite des Rheins und besteht aus dem Städtchen, Bovel, Rofels und St. Luzisteig, einem Passübergang ins Fürstentum Liechtenstein mit einer Festung aus dem 18. Jahrhundert, die heute noch als Kaserne der Schweizer Armee genutzt wird. Die alte Walsersiedlung Stürfis wurde bereits 1633 aufgegeben und in eine Alp der Stadt Maienfeld umgewandelt, die Bewohner nach Rofels umgesiedelt. Die Walsersiedlung Guscha dagegen war noch bis 1969 bewohnt, als die zwei letzten ansässigen Familien nach dem Verkauf des Landes an die Armee als Übungsgelände wegzogen. Zwischen Maienfeld und Jenins liegt das Bachbett der Teilerrüfi.

Vom gesamten Gemeindegebiet von über 32 km² sind 1433 ha landwirtschaftliche Nutzflächen. Der grösste Teil davon besteht aus Ackerland und Maiensässen, doch dienen 122 ha dem Weinanbau. Über 10 km² des Gemeindeareals sind von Wald und Gehölz bedeckt. Nebst 596 ha unproduktiver Fläche (meist Gebirge) werden 174 ha als Siedlungsfläche genutzt.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Von den Ende 2004 2432 Bewohnern waren 2'208 (= 90.79%) Schweizer Staatsangehörige. Bei der Volkszählung 2000 gaben als Hauptsprache 92,06 % Deutsch an (häufigste Hauptsprache), 1,52 % Portugiesisch (zweithäufigste) und 1,44 % Rätoromanisch (dritthäufigste).

[Bearbeiten] Wirtschaft

Der Weinbau spielt seit alters her eine wichtige Rolle und ist der grösste Wirtschaftzweig.

Hauptsorte ist der Blauburgunder, der früher unter dem Namen Beerliwein verkauft wurde (heute nur noch vereinzelt zu finden). An zweiter Stelle folgt der Riesling-Silvaner gefolgt von Weissburgunder (Pinot Blanc), Chardonnay und Grauburgunder (Pinot Gris).

In Maienfeld wird eine Rebfläche von 108.9 ha bewirtschaftet (Graubünden total: 418.5 ha) und ist somit die grösste Weinbaugemeinde im Kanton.

Weitere Infos: [1]

[Bearbeiten] Tourismus

das Heidihaus in Maienfeld
das Heidihaus in Maienfeld

Seit der Roman Heidi von Johanna Spyri erschienen ist, gilt die Gemeinde als Heimatort dieser Romanfigur. Der Ortsteil Rofels wird oft auch als Heididörfli bezeichnet. Der Heiditourismus führt Touristen aus aller Welt - die meisten kommen aus Japan - in die Gemeinde und stellt eine bedeutende Einnahmequelle dar.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Theophil Sprecher von Bernegg, Generalstabschef der Schweizerischen Armee während des ersten Weltkrieges (1914-1918)
  • John Knittel, Schweizer Schriftsteller, verbrachte seinen Lebensabend in Maienfeld
  • Hanspeter Lebrument, Schweizer Verleger, wohnhaft in Maienfeld

[Bearbeiten] Bilder

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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