Maifeld (Berlin)

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Blick auf das Olympiastadion, im Vordergrund das Maifeld, Juni 2012
Lage des Maifeldes auf dem Berliner Olympiagelände

Das Maifeld im Berliner Ortsteil Westend ist eine große Sportrasenfläche unmittelbar westlich des Olympiastadions mit einer vom Glockenturm abgehenden Tribüne. Es ist eine der größten, umschlossenen und nicht-öffentlich zugänglichen Rasenflächen im Land Berlin und wird vom Olympiapark Berlin bewirtschaftet.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Maifeld wurde 1936 fertiggestellt und war von den Nationalsozialisten als Platz für die Mai-Aufmärsche und andere propagandistische Veranstaltungen vorgesehen.

Statue Deutsche Nike von Willy Meller (1936) auf dem Olympiagelände in Berlin; im Hintergrund die 36 Meter hohen Friesen-, Sachsen-, Franken- und Schwabentürme mit Ausrichtung zum Maifeld

Das Maifeld ist 112.000 m² groß und kann bis zu 250.000 Besucher aufnehmen. Die Tribünen bieten noch einmal Platz für 60.000 Zuschauer. Es gehörte zum Olympiagelände der Olympischen Sommerspiele 1936. Während der Sommerspiele 1936 fanden Polowettbewerbe und Dressurwettkämpfe der Reiter sowie eine Vorführung von 20.000 Berliner Schulkindern auf dem Maifeld statt.

Von 1945 bis 1994 war es Teil des britischen Hauptquartiers in Berlin. Hier fanden bis 1994 die alljährlichen – von tausenden von Berlinern besuchten – Geburtstagsparaden der britischen Truppen für Königin Elisabeth II. statt. Das Maifeld gehörte zum Areal der britischen Truppen, die hier Cricket-, Rugby-, Polo- und andere Wettkämpfe veranstalteten. Zudem fanden hier mehrmals Rockkonzerte statt, zum Beispiel von Genesis, Pink Floyd und Tina Turner.

Nach Abzug der britischen Truppen finden auf dem Maifeld wechselnde Sportturniere, insbesondere Footballspiele und Polo sowie andere Großveranstaltungen statt. Bei Bedarf wird das Maifeld regelmäßig als Logistikfläche zur Erweiterung der Kapazitäten des Olympiastadions herangezogen, beispielsweise während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 für das provisorische Pressezentrum (Zeltstadt) sowie beim alljährlichen DFB-Pokalfinale für zusätzliche VIP-Bereiche.

Bis Mitte der Saison 2005/2006 trug der jüdische Berliner Landesligaklub TuS Makkabi Berlin seine Heimspiele auf einem Teil der Rasenfläche aus. Im Jahr 2008 haben die Berlin Crocodiles, eine Mannschaft der Australian Football League Germany, ihre Heimspiele auf dem Maifeld ausgetragen. Seit 2012 dient das Maifeld in erster Linie als Spielstätte der Berliner Cricket Vereine.

Am 21. März 2013 kam es zu einem Flugunfall im Zuge einer Großübung, bei der zwei Polizeihubschrauber auf dem Maifeld kollidierten und es so zu einem Todesopfer und mehreren Verletzten kam.

Alljährlich im September ist das Maifeld Austragungsort des internationalen Feuerwerks-Championats Pyronale.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maifeld (Berlin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

52.51583333333313.234166666667Koordinaten: 52° 30′ 57″ N, 13° 14′ 3″ O