Maikönigin

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Seit dem Mittelalter zählt es zum deutschen Maibrauchtum, dass das schönste Mädchen einer Gegend zur Maikönigin (regional auch Maibraut oder Maigräfin) erkoren und nach der Krönung auf dem Maifest zur Versteigerung feilgeboten wurde (in Franken nannte man diese Versteigerung Mailehen). Danach wurde das Mädchen entweder an den Meistbietenden oder einen gewählten Maikönig übergeben. Das erzielte Versteigerungsgeld wurde den weniger begehrten Mädchen als Unterstützung zur Aussteuer gegeben. Vor der Versteigerung wurde außerdem eine Strohpuppe nach dem Ebenbild der Maikönigin des Vorjahres gefertigt (in Franken wurden sie Mailiene genannt) und verbrannt.

In der niedersächsischen Samtgemeinde Brome und der angrenzenden Altmark wird dieser Brauch bis heute begangen (Stand 2014). Eine Gruppe blumengeschmückter Mädchen mit der „Maibraut“ an der Spitze bittet am ersten Pfingsttag singend um Gaben. Nur noch selten ist dort am selben Tag eine Gruppe von Jungen als „Fischemeier“ unterwegs.[1][2]

Literarische Verarbeitung[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website der Gemeinde Rühen, abgerufen am 29. Juni 2014
  2. Pfingsten in der Altmark: Fischemeier und Maibrut. Volksstimme vom 30. Mai 2012, abgerufen am 29. Juni 2014