Maikammer

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Maikammer
Maikammer
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Maikammer hervorgehoben
49.3063888888898.1294444444444151Koordinaten: 49° 18′ N, 8° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Edenkoben
Höhe: 151 m ü. NHN
Fläche: 13,68 km²
Einwohner: 4223 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 309 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67487
Vorwahl: 06321
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 052
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 23
67480 Edenkoben
Webpräsenz: www.maikammer.de
Ortsbürgermeister: Karl Schäfer (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Maikammer im Landkreis Südliche Weinstraße
Kirrweiler (Pfalz) Kirrweiler (Pfalz) Kirrweiler (Pfalz) Maikammer Sankt Martin (Pfalz) Herxheim bei Landau/Pfalz Herxheimweyher Rohrbach (Pfalz) Insheim Bornheim (Pfalz) Essingen (Pfalz) Hochstadt (Pfalz) Offenbach an der Queich Billigheim-Ingenheim Birkweiler Birkweiler Böchingen Böchingen Böchingen Eschbach (Pfalz) Frankweiler Frankweiler Göcklingen Heuchelheim-Klingen Ilbesheim bei Landau in der Pfalz Ilbesheim bei Landau in der Pfalz Impflingen Knöringen Leinsweiler Ranschbach Siebeldingen Siebeldingen Walsheim Walsheim Walsheim Bad Bergzabern Barbelroth Birkenhördt Böllenborn Dierbach Dörrenbach Gleiszellen-Gleishorbach Hergersweiler Kapellen-Drusweiler Kapsweyer Klingenmünster Niederhorbach Niederotterbach Oberhausen (bei Bad Bergzabern) Oberotterbach Oberschlettenbach Pleisweiler-Oberhofen Schweigen-Rechtenbach Schweighofen Steinfeld (Pfalz) Vorderweidenthal Albersweiler Albersweiler Annweiler am Trifels Annweiler am Trifels Dernbach (Pfalz) Eußerthal Gossersweiler-Stein Münchweiler am Klingbach Ramberg (Pfalz) Rinnthal Silz (Pfalz) Völkersweiler Waldhambach (Pfalz) Waldrohrbach Wernersberg Altdorf (Pfalz) Altdorf (Pfalz) Altdorf (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Burrweiler Burrweiler Edenkoben Edenkoben Edesheim Edesheim Edesheim Edesheim Flemlingen Flemlingen Flemlingen Freimersheim (Pfalz) Gleisweiler Gleisweiler Gommersheim Gommersheim Gommersheim Großfischlingen Hainfeld (Pfalz) Hainfeld (Pfalz) Hainfeld (Pfalz) Kleinfischlingen Rhodt unter Rietburg Rhodt unter Rietburg Roschbach Roschbach Venningen Venningen Venningen Weyher in der Pfalz Weyher in der Pfalz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Landkreis Germersheim Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Bad Dürkheim Neustadt an der Weinstraße Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Südwestpfalz FrankreichKarte
Über dieses Bild
Maikammer mit Hambacher Schloss 2013
Maikammer Gesamtansicht vom Sommerberg
Straße in Maikammer

Maikammer ist eine Ortsgemeinde und ein Wein- und Erholungsort im Südwesten Deutschlands in der Pfalz südlich von Neustadt an der Weinstraße. Sie gehört der Verbandsgemeinde Edenkoben an.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Auf einer Höhe von 120 bis zu 300 m am Fuße der Kalmit, der höchsten Erhebung des Pfälzerwaldes (673 m), gelegen, liegt Maikammer in einer von Reben dominierten Landschaft. Weitere Erhebungen auf Gemarkung der Gemeinde neben der Kalmit sind die Nordflanke des Schafkopf (617 m), der Rotsohlberg (607 m), die Nordflanke des Stotz (603 m), die Nordostflanke des Breitenberg (545 m), der Flachkopf (498 m) und der Wetterkreuzberg (401 m).

Nachbargemeinden sind - im Uhrzeigersinn - Neustadt an der Weinstraße, Kirrweiler (Pfalz), Edenkoben, Sankt Martin (Pfalz), Edenkoben (Exklave), Gommersheim (Exklave) und Kirrweiler (Exklave).

Klima[Bearbeiten]

Aufgrund des milden Klimas wachsen hier neben dem Wein exotische Früchte wie Kiwis, Zitronen, Mandeln und Esskastanien.

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem Maikammer und Alsterweiler zusammengewachsen waren, trug die Gemeinde bis zum 31. Mai 1938 den Doppelnamen Maikammer-Alsterweiler.[2][3]
siehe auch Kredenburg. Bis zum 30. Juni 2014 war Maikammer Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, die dann mit der Verbandsgemeinde Edenkoben zusammengelegt wurde.

Religionen[Bearbeiten]

2007 waren 58,9 Prozent der Einwohner katholisch und 23,1 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Maikammer besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[5]

  SPD CDU FWG BL Gesamt
2009 3 12 3 2 20 Sitze
2004 3 11 3 3 20 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Schwarz ein goldenes Gemarkungszeichen in Form eines steigenden Pfeils, dessen Schaft in einem Kreuz endet“.

Es wurde 1937 vom bayerischen Reichsstatthalter genehmigt und geht zurück auf ein Siegel von 1743.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die katholische Kirche Maikammer
Innenraum der Kirche

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die Alsterweiler-Kapelle mit dem „Maikammerer Altar“ und einem spätgotischen Triptychon. Das Altarbild zählt zu den wenigen noch erhaltenen Beispielen gotischer Tafelmalerei in der Pfalz. Wohl um 1445 vollendet, ist er ein wertvolles Zeugnis oberrheinischer Malerei.
  • Außerdem ist den Gebrüdern Ullrich, den Erfindern der Gelenksperre für klappbare Meterstäbe oberhalb von Maikammer ein Denkmal gesetzt worden: ein überdimensionaler Zollstock.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Maikammer

Sport[Bearbeiten]

Neben Historischem hat Maikammer noch ein beheiztes Freibad mit Riesenrutsche, eine Open-Air-Halle mit vier Tennisplätzen (Kunstrasen mit Quarzsand) und vier Squash-Courts. Weitere sportliche Highlights: Die neu errichtete Kalmithalle und der Kunstrasen, auf welchem der TuS Maikammer seine Fußballspiele austrägt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Maifest - Weintreff
  • Brunnenkerwe
  • Weinkerwe
  • Gartenmarkt
  • Mineralientage Maikammer

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Autobahnanschluss Edenkoben zur A 65 in unmittelbarer Nähe mit direkten Auf- und Abfahrten in Richtung Karlsruhe bzw. Ludwigshafen/Mannheim.

Einen direkten Bahnanschluss hat Maikammer nicht. Von 1912 bis 1955 war Maikammer durch die Pfälzer Oberlandbahn, eine elektrische Überland-Straßenbahn, direkt mit den Hauptbahnhöfen in Neustadt a.d.Hardt bzw. Landau verbunden. Die Bahn diente bis auf die Kriegszeiten überwiegend dem Personenverkehr.

Seit 1855 hat Maikammer mit der ca. 1 km ostlich des Ortszentrums gelegenen Station Maikammer-Kirrweiler einen Anschluss an die die Bahnstrecke Neustadt an der Weinstraße–Wissembourg, der ehemaligen Pfälzischen Maximiliansbahn.


Bildung[Bearbeiten]

  • Grundschule Johannes-Leonhardt-Schule in Maikammer; ehemaliger Schulleiter: Karl Burckgard
  • Realschule Plus Maikammer-Hambach

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Die Brüder Franz und Anton Ullrich erfanden eine Neuerung an Gelenkmaßstäben mit Federsperrung (Kaiserliches Patentamt, Patentschrift No. 41417 patentiert am 10. September 1886, veröffentlicht am 2. Dezember 1887). Gliedermaßstäbe mit Einschnappvorrichtung in den Gelenken gab es schon vordem, allerdings brachte diese Erfindung eine Vereinfachung der Handhabung mit sich. Den Gebrüdern Ullrich wurde als Erfinder am südlichen Ortseingang ein Denkmal in Form eines Klappmeters gesetzt.
  • Zwei interessante Söhne der Gemeinde waren der General Jakob von Hartmann, dessen Denkmal überlebensgroß auf dem Marktplatz steht, und „Holmes“ Zimmermann, der postum zum „Pfälzer James Dean“ erklärte Stummfilmstar, der in den frühen 1920er-Jahren seine Karriere begann.
  • Jakob Hildenbrand (1860–1933), Politiker (BVP)
  • Holmes Zimmermann (1900–1957), Schauspieler
  • Karl Lackner (1917–2011), Jurist
  • Heinrich Koch, bedeutender klassizistischer Architekt, 1781 in Maikammer geboren, 1861 in Bernstein (Burgenland) gestorben, tätig vor allem in Wien (Palais Clam-Gallas), Böhmen (Prag, Villa Kinský) und Ungarn (Schloss in Fehérvárcsurgó)[7]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johannes Leonhardt (u. a.): Chronik Maikammer–Alsterweiler. Ortsgemeinde, Maikammer 1986. (Enthält u.a. Leonhardt: Geschichte von Maikammer–Alsterweiler [zuerst 1928])

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maikammer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Maikammer – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 506
  3. Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939, Seite 269
  4. KommWis, Stand: 30. November 2007
  5. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
  7. Autor: Koch, Heinrich. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950. 2. überarbeitete Auflage. (online) (kostenpflichtige Registrierung notwendig)