Mailberg

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Mailberg
Wappen von Mailberg
Mailberg (Österreich)
Mailberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Hollabrunn
Kfz-Kennzeichen: HL
Fläche: 15,73 km²
Koordinaten: 48° 40′ N, 16° 11′ O48.66666666666716.183333333333217Koordinaten: 48° 40′ 0″ N, 16° 11′ 0″ O
Höhe: 217 m ü. A.
Einwohner: 580 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 37 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2024
Vorwahl: 0 29 43
Gemeindekennziffer: 3 10 25
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mailberg 153
2024 Mailberg
Politik
Bürgermeister: Herbert Goldinger (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
10 SPÖ, 5 ÖVP
Lage der Marktgemeinde Mailberg im Bezirk Hollabrunn
Alberndorf im Pulkautal Göllersdorf Grabern Guntersdorf Hadres Hardegg Haugsdorf Heldenberg Hohenwarth-Mühlbach am Manhartsberg Hollabrunn Mailberg Maissau Nappersdorf-Kammersdorf Pernersdorf Pulkau Ravelsbach Retz Retzbach Schrattenthal Seefeld-Kadolz Sitzendorf an der Schmida Wullersdorf Zellerndorf Ziersdorf NiederösterreichLage der Gemeinde Mailberg im Bezirk Hollabrunn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Mailberg ist eine Marktgemeinde mit 580 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Hollabrunn im nordöstlichen Niederösterreich.

Die Gemeinde ist auch bekannt durch ihre hervorragenden Weinlagen, die sich in der Vinothek des Schlosses und dem jährlich stattfindenden großen Kellergassenfest niederschlagen.

Geografie[Bearbeiten]

Mailberg liegt im nördlichen Weinviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 15,73 Quadratkilometer. 27,79 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden außer Mailberg.

Geschichte[Bearbeiten]

1055 gab es die erste urkundliche Erwähnung von Mailberg und am 12. Mai 1082 fand in der Nähe von Mailberg die Schlacht bei Mailberg statt, in der böhmische und mährische Truppen dem Markgrafen Leopold II. eine schwere Niederlage zufügten.

Überregionale Bedeutung erlangt die Gemeinde, als hier um 1145 der Johanniterorden die Kommende Mailberg gründet.

Am 14. Oktober 1451 berief Ulrich von Eyczing in Mailberg eine Ständeversammlung ein, in der der Mailberger Bund gegen König Friedrich IV. besiegelt wurde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 583 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 598 Einwohner, 1981 696 und im Jahr 1971 768 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Herbert Goldinger, Amtsleiter Markus Spacek.

Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 15 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 folgende Mandatsverteilung: SPÖ 10, ÖVP 5, andere keine Sitze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Kommende Mailberg, Kupferstich, Georg Matthäus Vischer, 1672

Schloss Mailberg ist seit 1146 im Besitz des Souveränen Malteser Ritterordens. Das Schloss ist damit der älteste noch bestehende Besitz des Ordens. Der heutige Schlossbau, befestigt mit Burgmauer und Burggraben, stammt aus dem 16. Jahrhundert.[1]

Die Schlosskirche ist wie die meisten Ordenskirchen dem hl. Johannes dem Täufer geweiht und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Ursprünglich als gotische Hallenkirche erbaut, wurde sie 1609 barockisiert. Die Kirche wurde 2007 renoviert und hat heute die Funktion der Pfarrkirche der Gemeinde Mailberg.[2]

Der Innenhof des Schlosses und die Kirche sind frei zugänglich, die eigentlichen Schlossgebäude wurden renoviert und beherbergen das Schlosshotel Mailberg, ein Restaurant sowie die Vinothek des "Schlossweinguts Malteser Ritterorden" und der Qualitäts-Winzergemeinschaft "Mailberg Valley".[3]

Sehenswert ist neben dem Schloss Mailberg auch die Kunigundenkirche aus dem 15. Jahrhundert, die aufgrund ihrer Hügellage einen herrlichen Blick auf Mailberg und sein Umland bietet.

In den umliegenden Weinbergen findet sich ein Grenz-Wachturm, der nach dem Fall des Eisernen Vorhangs an der burgenländisch-ungarischen Grenze abgebaut wurde.

Die Kellergasse "Zipf" besteht aus einer unteren und oberen Kellergasse, wobei die obere unter Denkmalschutz steht. Diese umfasst über 20 Weinkeller und ist eine der schönsten in Niederösterreich. Insgesamt gibt es in Mailberg fast 200 Weinkeller, welche größtenteils in der Originalbausubstanz erhalten und liebevoll gepflegt sind. [4]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mailberg

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Im Juni findet jährlich ein Kellergassenfest statt, das sich sowohl zur Verkostung der Weine als auch zu einem Rundgang in den zum Teil denkmalgeschützten Presshäusern und Kellern anbietet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Mailberg ist vor allem als Weinbau-Ort bekannt. Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 17, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 101. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 246. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 43,73 Prozent.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Fürnkranz: Der Weinbau wird mit Fleiss betrieben.... Mailberg von 1850 bis zur Gegenwart. Edition Weinviertel 2005, ISBN 3901616780

Weblinks und Quellen[Bearbeiten]

 Commons: Mailberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Von der Burg zum Schlosshotel – Die bewegte Geschichte Mailbergs ;Abgerufen am 28. September 2012
  2. Die Pfarrkirche auf Schloss Hotel Mailberg: Romantisch barock ;Abgerufen am 28. September 2012
  3. Schloss Mailberg - Weinbau (Abgerufen am 7. Juni 2011)
  4. [1], Kellergasse Mailberg bei Tiscover