Mainstream

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Der Mainstream (englisch für wörtlich ‚Hauptstrom‘) bzw. Massengeschmack spiegelt den kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit wider, im Gegensatz zu Subkulturen oder dem ästhetischen Underground. Der Mainstream ist eine Folge einer Kulturdominanz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Mainstream economics

„Mainstream economics“ ist ein Begriff für eine ökonomische Hypothese, welche für einen bestimmten Zeitraum die allgemein akzeptierte Grundlage für Analysen der wirtschaftlichen Geschehnisse und die herrschende Lehre bildet. Der Definition zufolge ist dieser „Mainstream“ nicht allgemein gültig, sondern nur bis zu deren Widerlegung oder bis zur Akzeptanz einer anderen Theorie mit ganzheitlicher „Gültigkeit“.

[Bearbeiten] Mainstream in der Popkultur

Der Begriff Mainstream wird in der Popkultur als Abgrenzung zum Independent und entsprechenden Subkulturen verwendet. Er kann von Kritikern des Mainstreams verwendet werden, die damit auch ihre Abneigung ausdrücken können. Besonders als Teilwort (Mainstream-Rock, Mainstream-Kino) verwendet, kann es negativ behaftet sein, was allerdings nicht unbedingt der Fall sein muss. Diese Form des Kulturpessimismus sieht besonders im Bereich Musik und Film (Blockbuster), dass sich „der“ Mainstream immer mehr durchsetze, was eventuell Mitursache von sinkenden Umsatzzahlen der Musikindustrie sei. Diese Kritiker beobachten auch, dass Künstler, die jenseits des Mainstreams agieren, weniger Chancen haben, in Radio und Fernsehen präsentiert zu werden.

[Bearbeiten] Weitere Verwendung

Prinzipiell lässt sich der Begriff auf viele weitere Bereiche, insbesondere Gesellschaft, Politik und Einzelwissenschaften, ausweiten. Viele alternativ-reformistisch gesinnte Menschen und die Neuen Sozialen Bewegungen kritisieren vor allem den „gedanklichen Mainstream“. Abwertend kann es auch als Gegenteil des Individualismus verwendet werden.

[Bearbeiten] Mainstreaming

Der Begriff Mainstreaming wird benutzt, um den Versuch der Integration und Besserstellung benachteiligter sozialer Gruppen anzuzeigen. So wird zum Beispiel die Integration Behinderter bezeichnet, insbesondere im Bereich der Schul- und Bildungspolitik. Damit verbunden ist insbesondere, dass Sondereinrichtungen und Sondermaßnahmen in Mainstream-Umgebungen entfallen und spezielle Fördermaßnahmen in die Regelschul-Umgebung verlagert werden. Um gleiche Chancen für Männer und Frauen in der Beschäftigung zu erreichen, wurde in Deutschland das „Gender Mainstreaming“ eingeführt. Analog dazu bietet sich das Konzept „Disability Mainstreaming“ an, um die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung zur Aufgabe von allen zu machen, auch jenseits des Feldes der Sozialpolitik.

In der Entwicklungszusammenarbeit wird der Prozess des „Mainstreaming HIV und Aids“ gefördert, mit dem Anliegen, die Ursachen und Folgen der globalen Aidspandemie zu mindern: HIV und Aids soll in allen Sektoren und auf allen Ebenen angegangen werden. Der von UNAIDS geprägte Begriff bezeichnet einen Prozess, der Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit in die Lage versetzt, Ursachen und Folgen von HIV und Aids in ihrer Arbeit in effektiver und nachhaltiger Weise anzugehen bzw. zu überwinden, sowohl in ihren Aktivitäten als auch an ihrem Arbeitsplatz.

Siehe auch: Mainstream Jazz

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