Maisons-Alfort

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Maisons-Alfort
Wappen von Maisons-Alfort
Maisons-Alfort (Frankreich)
Maisons-Alfort
Region Île-de-France
Département Val-de-Marne
Arrondissement Créteil
Kanton Hauptort von 2 Kantonen
Koordinaten 48° 48′ N, 2° 26′ O48.8011111111112.429444444444440Koordinaten: 48° 48′ N, 2° 26′ O
Höhe 28–47 m
Fläche 5,35 km²
Einwohner 53.265 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 9.956 Einw./km²
Postleitzahl 94700
INSEE-Code
Website www.maisons-alfort.fr

Rathaus von Maisons-Alfort

Maisons-Alfort ist eine südöstlich von Paris gelegene französische Stadt mit 53.265 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Val-de-Marne in der Region Île-de-France. Die Entfernung zum Zentrum von Paris beträgt etwa zehn Kilometer. Die Einwohner werden Maisonnais genannt. Bis 1885 umfasste das Stadtgebiet auch die Nachbargemeinde Alfortville.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung des Ortes findet sich unter dem Namen Mansiones in einer Schenkungsurkunde des Königs Hugo Capet aus dem Jahr 988.

1885 wurden etwa 40 % des Stadtgebiets abgetrennt und wurde zur Nachbargemeinde Alfortville.

1905 hielt sich Buffalo Bill während des Pariser Gastspiels seiner Buffalo Bill’s Wild West Show zwei Monate in Maisons-Alfort auf.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Schnellbahnlinie RER D (zwei Stationen) und die Métrolinie 8 (drei Stationen: École vétérinaire de Maisons-Alfort, Maisons-Alfort – Stade, Maisons-Alfort – Les Juilliottes) ist Maison-Alfort sehr gut an das Netz des öffentlichen Nahverkehrs im Großraum Paris angeschlossen. Zahlreiche Buslinien ergänzen dieses Angebot.

Auch die Anbindung an das französische Fernstraßennetz ist gut: Die Autoroute A4 hat eine Anschlussstelle (Nr 3) für Maisons, ebenso die Ringautobahn um Paris, die Autoroute A86 (Anschluss 22).

Infrastruktur[Bearbeiten]

Maisons-Alfort ist Sitz einer Staatlichen Veterinärschule (École nationale vétérinaire d’Alfort), der damals zweiten Einrichtung zum Studium der Veterinärmedizin in Frankreich, und Hauptsitz der staatlichen französischen Mittelstandsbank BDPME.

Musée Fragonard[Bearbeiten]

Das Musée Fragonard ist mit der nationalen Veterinärschule verbunden und zeigt Präparate des Chirurgen und Anatomen Honoré Fragonard (1732–1799), der Lehrer an dieser Fachhochschule und ab 1766 fünf Jahre lang ihr Direktor war. Danach wurde er Leiter der anatomischen Abteilung der neu gegründeten École de Santé in Paris.[1] Fragonard gehörte zum Kreis der Enzyklopädisten, der seine für die Anatomie grundlegenden Forschungen nicht nur an Tierleichen sondern auch an menschlichen Verstorbenen durchführte. Körperpartien oder ganze Köper wurden frei präpariert und in die Blutgefäße farbiges Wachs eingespritzt. Bei der weiteren Konservierung bleiben nur Knochen und Sehnen des Originals erhalten - das Präparat wirkt dennoch sehr natürlich. Bekanntestes Ausstellungsobjekt ist ein ganzes Pferd mit Reiter. Das Prinzip des Verfahrens existiert noch heute in der Plastination fort.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Mit Moers in Nordrhein-Westfalen besteht eine Städtepartnerschaft.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maisons-Alfort – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Film über Honoré Fragonard mit Aufnahmen im Museum von Jacques Donjean, Olivier Horn (Regie): Die Ästhetik von Leichen. Dokumentation, Frankreich, Belgien, 2011, 53 Min.