Maizière

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De Maizière ist der Name einer preußisch-hugenottischen Familie, die im 17. Jahrhundert aus Frankreich kommend im Kurfürstentum Brandenburg sesshaft wurde. Die Familie war 1685 vor der Hugenottenverfolgung aus Frankreich geflohen.

Der Familienname stammt von Maizières-lès-Metz aus dem Departement Moselle in Lothringen. Angehörige der Familie lebten spätestens seit der Bartholomäusnacht 1572 in Paris und ein de Maiziere soll Leibarzt König Heinrichs IV. gewesen sein. Das Familienwappen trägt einen schwarzen springenden Löwen auf silbernem Grund. Ulrich de Maizieres Großvater Karl Ernst Ulrich ließ, nachdem er die direkte Abstammungslinie bis 1570 zu belegen vermochte, im August 1896 den Familiennamen von Maizier in de Maiziere ändern.[1]

Bekannte Familienmitglieder:

  1. Lothar de Maizière (* 1940), deutscher Rechtsanwalt, Neffe von Ulrich de Maizière, deutscher Politiker (CDU), letzter Ministerpräsident der DDR
  • Ulrich de Maizière (1912–2006), organisierte nach dem Zweiten Weltkrieg in maßgeblicher Position die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland, Generalinspekteur der Bundeswehr
  • Eva de Maizière (1915–2003), deutsche Bildhauerin und Graphikerin, Ehefrau von Ulrich de Maizière
  1. Andreas de Maizière (* 1950), deutscher Wirtschaftsmanager, 1999–2005 Vorstandsmitglied der Commerzbank, Sohn von Ulrich de Maizière
  2. Thomas de Maizière (* 1954), deutscher Jurist, Sohn von Ulrich de Maizière, deutscher Politiker (CDU), 2011–2013 Bundesminister der Verteidigung, seit 2013 Bundesminister des Inneren

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. John Zimmermann: Ulrich de Maizière – General der Bonner Republik, 1912–2006, München 2012, S. 11.
  2. John Zimmermann: Ulrich de Maizière – General der Bonner Republik, 1912–2006, München 2012, S. 36.
  3.  Blut ist dicker als Wasser. In: Der Spiegel. Nr. 43, 2005, S. 54 (online).
  4. Die Familie de Maizière, eine deutsche Dynastie, welt.de vom 6. März 2011