Major League Soccer
| Major League Soccer | |
| Voller Name | Major League Soccer |
| Abkürzung | MLS |
| Verband | USSF |
| Erstaustragung | 1994 |
| Hierarchie | 1. Liga |
| Mannschaften | 19 |
| Meister | Los Angeles Galaxy |
| Rekordmeister | D.C. United (4) |
| Rekordspieler | |
| Rekordtorschütze | |
| Website | www.mlssoccer.com |
| Qualifikation zu | CONCACAF Champions League Lamar Hunt U.S. Open Cup |
Die Major League Soccer (MLS) ist eine professionelle Fußballliga, welche in den Vereinigten Staaten und Kanada ausgetragen wird.
Die MLS ist eine eigenständige Organisation, wird aber von der United States Soccer Federation (USSF) anerkannt. Sie stellt die höchste Spielklasse in den beiden teilnehmenden Ländern dar. Die Liga ist dem nord- und zentralamerikanischen Kontinentalverband CONCACAF zugeordnet, für dessen Wettbewerbe sich die Mannschaften qualifizieren können.
In der aktuellen 2013er Saison nehmen 16 Mannschaften aus den USA und drei Mannschaften aus Kanada an der Meisterschaft teil.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte[Bearbeiten]
Gründung[Bearbeiten]
Es gab bereits früher Versuche, in Nordamerika eine Profiliga zu etablieren. Der bekannteste war sicherlich die North American Soccer League (NASL, 1968–1984), in der Fußball-Legenden wie Pelé und Franz Beckenbauer unter Vertrag standen.
Um die Fußball-Weltmeisterschaft 1994 ausrichten zu dürfen, versprach die USSF der FIFA, eine professionelle, landesweite Fußballliga zu gründen. Folglich wurde am 17. Dezember 1993 die MLS gegründet, die am 6. April 1996 den Spielbetrieb aufnahm.[1] Die zehn Gründungsmitglieder wurden in zwei Conferences aufgeteilt.
- Eastern Conference: Columbus Crew, D.C. United, New York/New Jersey MetroStars, New England Revolution und Tampa Bay Mutiny
- Western Conference: Colorado Rapids, Dallas Burn, Kansas City Wiz, Los Angeles Galaxy und San José Clash
Expansion und andere Veränderungen[Bearbeiten]
- 1998: Die Liga expandierte zum ersten Mal: Chicago Fire SC und Miami Fusion wurden in die MLS aufgenommen.
- 2000: Die MLS wurde umstrukturiert und die Central Division wurde zusätzlich zu West und Ost eingeführt.
- 2001: Nach der Saison 2001 wurden beide Teams aus Florida (Miami und Tampa Bay) aufgelöst, da beide Franchises hohe Verluste machten.
- 2002: Die MLS kehrte zur Western und Eastern Conference zurück.
- 2005: Die Liga expandierte zum zweiten Mal: Real Salt Lake und CD Chivas USA wurden in die MLS aufgenommen.
- 2006: Die San José Earthquakes zogen nach Houston um und treten seit der Saison 2006 unter dem Namen Houston Dynamo an. Der Name und die Geschichte der Earthquakes wurde nicht mitgenommen, um so die Tür für eine Rückkehr offen zu halten. Somit handelt es sich bei Houston genau genommen um ein Expansion Team.
- 2007: Die Liga expandierte ein weiteres Mal und nahm erstmals ein Team aus Kanada, Toronto FC, auf. Es wurde außerdem angestrebt bis 2010 drei weitere Teams in die Liga aufzunehmen.
- 2008: Die San José Earthquakes kehrten nach zweijähriger Inaktivität in die Liga zurück. Das Team führt die Farben, das Logo und alle Rekorde der alten Earthquakes fort.
- 2009: Der Seattle Sounders FC nahm den Spielbetrieb in der MLS auf.
- 2010: Philadelphia Union nahm als 16. Mannschaft den Spielbetrieb auf.
- 2011: Zur Saison 2011 nimmt die Liga zwei weitere Teams auf. Bewerbungsschluss war hierfür der 15. Oktober 2008. Von den zu Beginn sieben Bewerberstädten[2] erhielten Vancouver (Whitecaps) und Portland (Timbers) den Zuschlag.[3]
- 2012: Eine Franchise aus Montreal wird als bereits dritte Mannschaft aus Kanada den Spielbetrieb aufnehmen.[4] Damit wird es das bisherige NASL-Team Montreal Impact ersetzen.
- 2015: Das 20. MLS-Team wird aus New York City kommen. Der New York City FC, ein Gemeinschaftsprojekt von Manchester City und den New York Yankees, wird neben den Red Bulls das zweite Team aus der Metropolregion sein. Neben dem Derby in Los Angeles wird es dann ein weiteres Stadtderby in der Liga geben.[5]
Namensänderungen[Bearbeiten]
- 1997: Die Kansas City Wiz änderten ihren Namen in Kansas City Wizards. Die Änderung erfolgte nach einem Streit um das Warenzeichen „Wiz“.
- 1998: Die New York/New Jersey MetroStars strichen die Ortsnamen und spielten als MetroStars weiter.
- 1999: Die San José Clash änderten ihren Namen in San José Earthquakes, unter welchem sie ab der Saison 2000 antraten. Diese Namensänderung ist eine Hommage an die alten Earthquakes, die zwischen 1974 und 1984 in der North American Soccer League spielten.
- 2005: Die Dallas Burn änderten ihren Namen in FC Dallas. Laut Management steht das FC für „Futból Club“.
- 2006: Nach dem Umzug der San José Earthquakes nach Houston wurde per Internet-Umfrage ein neuer Name für das Team ausgewählt. Sieger wurde der Name Houston 1836. Die Jahreszahl bezieht sich auf das Gründungsjahr der Stadt Houston, doch die Namenswahl war nicht unumstritten. Viele Einwohner mexikanischer Herkunft – die größte ethnische Gruppe der Stadt Houston – boykottierten das neue Team, weil im Jahr 1836 der texanische Unabhängigkeitskrieg geführt wurde. Am 6. März 2006 wurde der Name fallen gelassen und beschlossen, dass das Team unter dem Namen Houston Dynamo geführt wird, womit die elektronische Industrie gewürdigt werden soll.[6]
- 2006: Nach dem Kauf durch Red Bull benannten sich die MetroStars in New York Red Bulls um.
- 2010: Nach der Saison tauften sich die Kansas City Wizards in Sporting Kansas City um.[7]
Mannschaften[Bearbeiten]
Western Conference[Bearbeiten]
| Mannschaft | Einstieg | Ort |
|---|---|---|
| 2005 | Carson (Kalifornien) | |
| 1996 | Commerce City (Colorado) | |
| 1996 | Frisco (Texas) | |
| 1996 | Carson (Kalifornien) | |
| 2011 | Portland (Oregon) | |
| 2005 | Sandy (Utah) | |
| 2008 | Santa Clara (Kalifornien) | |
| 2009 | Seattle (Washington) | |
| 2011 | Vancouver (British Columbia) |
Eastern Conference[Bearbeiten]
| Mannschaft | Einstieg | Ort |
|---|---|---|
| 1998 | Bridgeview (Illinois) | |
| 1996 | Columbus (Ohio) | |
| 1996 | Washington (D.C.) | |
| 2006 | Houston (Texas) | |
| 1996 | Kansas City (Kansas) | |
| 2012 | Montréal (Québec) | |
| 1996 | Foxborough (Massachusetts) | |
| 1996 | Harrison (New Jersey) | |
| 2010 | Chester (Pennsylvania) | |
| 2007 | Toronto (Ontario) |
Zukünftige Mannschaften[Bearbeiten]
| Mannschaft | Einstieg | Ort |
|---|---|---|
| New York City FC | 2015 | New York City (New York) |
Ehemalige Mannschaften[Bearbeiten]
| Mannschaft | Einstieg | Ausstieg | Ort |
|---|---|---|---|
| 1998 | 2001 | Fort Lauderdale (Florida) | |
| 1996 | 2001 | Tampa (Florida) |
Modus[Bearbeiten]
Die Liga startet mit der Regular Season. Die 18 Mannschaften sind in zwei Conferences, Eastern und Western, aufgeteilt. Jede Mannschaft bestreitet 34 Spiele, ein Hin- und ein Rückspiel gegen jede Mannschaft. Dieses passiert Conference übergreifend. Am Ende der Regular Season erhält die punktbeste Mannschaft den MLS Supporters' Shield. Die besten zehn Mannschaften qualifizierten sich für die MLS Playoffs.[8][9] Auf- und Abstieg gibt es nicht.
An den Playoffs nehmen die drei besten Mannschaften jeder Conference und die weiteren vier besten Mannschaften der Regular Season, unabhängig von der Conference, teil. Insgesamt bestehen die Playoffs aus vier Runden.[10]
- Wild-Card Spiele: Die vier Mannschaften, die sich neben den drei besten Mannschaft jeder Conference qualifizieren, werden in einer Setzliste an die Plätze 7 bis 10 gesetzt. In dieser ersten Runde treten nur diese vier Mannschaften an, dabei treffen die Teams an Platz 7 und Platz 10, sowie die Teams an Platz 8 und Platz 9 aufeinander. Heimrecht hat die besser gesetzte Mannschaft.
- Conference-Halbfinals: Diese Runde wird in Hin- und Rückspiel ausgetragen, wobei die Auswärtstor-Regel keine Anwendung findet. Hierbei trifft der Supporters' Shield Sieger (in seiner Conference an Platz 1 gesetzt) auf die schlechter gesetzte Mannschaft, die die erste Runde überstehen konnte. Die zweite, besser gesetzte Wild-Card Mannschaft trifft auf die an Platz 1 gesetzte Mannschaft der anderen Conference. Außerdem treten die Zweit- und Drittplatzierten jeder Conference gegeneinander an. Die besser gesetzte Mannschaft hat im Hinspiel Heimrecht.
- Conference-Finals: Die Conference-Meister werden in einem Spiel, im Stadion der besser gesetzten Mannschaft, ausgetragen.
- MLS Cup: Der MLS-Meister wird letztendlich in einem Finale zwischen den beiden Conference-Meistern ermittelt. Das Spiel wird an einem vor der Saison ausgewählten Ort ausgetragen.
Steht es in den Playoffs nach 90 bzw. 180 Minuten unentschieden, gibt es 2 × 15 Minuten Verlängerung (ohne Golden Goal). Steht es danach immer noch unentschieden, gibt es Elfmeterschießen.[9]
Qualifikation für internationale Wettbewerbe[Bearbeiten]
Die Major League Soccer hat drei Startplätze für die CONCACAF Champions League:
- MLS-Cup-Sieger (Gruppenphase)
- MLS-Supporters'-Shield-Sieger (Gruppenphase)
- MLS-Cup-Finalist (Qualifikation)
Den vierten Startplatz der USA bekommt der Sieger des U.S. Open Cups (Qualifikation).
Die kanadischen Vereine in der MLS können sich nicht über die Liga qualifizieren. Daher tragen sie die Canadian Championship aus und ermitteln den kanadischen Teilnehmer an der Champions League (Qualifikation) in diesem Turnier.[11][12]
Für die ehemalige SuperLiga, einem Wettbewerb, in dem MLS Teams gegen mexikanische Mannschaften spielten, qualifizierten sich die besten vier Teams der Regular Season, die sich nicht für die CONCACAF Champions League qualifizieren konnten.[13]
Qualifikation für den U.S. Open Cup[Bearbeiten]
Für den U.S. Open Cup hat die MLS seit 2007 acht Startplätze. Es qualifizieren sich die sechs besten US-Teams der Regular Season, um die letzten beiden Startplätze spielen die verbleibenden US-Teams in einer Ausscheidung.[14]
Regeländerungen[Bearbeiten]
In den ersten Jahren experimentierte die MLS mit einigen Regeländerungen, um den Sport etwas zu „amerikanisieren“. Während die Uhr im internationalen Fußball aufwärts zählt, lief die Uhr in der MLS abwärts. Bei Unterbrechungen wurde die Uhr angehalten. Wenn die Uhr 0:00 Minuten anzeigte, war das Spiel zu Ende. Eine weitere wichtige Änderung war die Einführung eines „Shootouts“, wenn das Spiel nach 90 Minuten unentschieden stand. Dabei wurde der Ball 35 Yards vom Tor entfernt auf dem Boden gelegt. Der Spieler hatte fünf Sekunden Zeit, den Ball ins Tor zu schießen. Der Sieger bekam einen Punkt, der Verlierer keinen. Diese Regeländerungen brachten der Liga keine zusätzlichen Zuschauer.
Ab der Saison 2000 lief die Uhr nach den IFAB-Standards und der „Shootout“ wurde durch eine zehnminütige Verlängerung mit Golden Goal ersetzt.[15] Seit der Saison 2004 gibt es in der Regular Season bei Unentschieden keine Verlängerung mehr. In der Saison 2004 wurde die Golden Goal Regel für die Playoff-Spiele beibehalten, seit 2005 wurde hier die übliche Verlängerung von 2 × 15 Minuten eingeführt.
Meisterschaften[Bearbeiten]
| Saison | Meister | Supporters' Shield |
|---|---|---|
| 1996 | D.C. United | Tampa Bay Mutiny |
| 1997 | D.C. United | D.C. United |
| 1998 | Chicago Fire SC | Los Angeles Galaxy |
| 1999 | D.C. United | D.C. United |
| 2000 | Kansas City Wizards | Kansas City Wizards |
| 2001 | San José Earthquakes | Miami Fusion |
| 2002 | Los Angeles Galaxy | Los Angeles Galaxy |
| 2003 | San José Earthquakes | Chicago Fire SC |
| 2004 | D.C. United | Columbus Crew |
| 2005 | Los Angeles Galaxy | San José Earthquakes |
| 2006 | Houston Dynamo | D.C. United |
| 2007 | Houston Dynamo | D.C. United |
| 2008 | Columbus Crew | Columbus Crew |
| 2009 | Real Salt Lake | Columbus Crew |
| 2010 | Colorado Rapids | Los Angeles Galaxy |
| 2011 | Los Angeles Galaxy | Los Angeles Galaxy |
| 2012 | Los Angeles Galaxy | San José Earthquakes |
→ siehe auch MLS Cup und MLS Supporters' Shield
Der Meister der Major League Soccer wird im Anschluss an die Regular Season in den Playoffs und deren abschließenden Endspiel, dem MLS Cup, ermittelt. Der Meister bekommt seit 2008 die Philip F. Anschutz-Trophy überreicht.[16] Um die Anzahl der MLS Cup-Siege zu symbolisieren erhalten die Teams für jede errungene Meisterschaft einen Meisterstern. Diesen Stern erhält der aktuelle Titelträger allerdings erst in der übernächsten Saison, da er in der Folgesaison in Anlehnung an die italienische Serie A zunächst das Symbol des amtierenden Meisters, den sogenannten Scudetto, auf dem Trikot trägt.[17] Rekordtitelträger sind D.C. United und L.A. Galaxy mit jeweils vier Meisterschaften.
Um aber auch die konstanteste Mannschaft der Saison nach traditionellem Vorbild zu ehren, erhält der Sieger der Regular Season das Supporters' Shield. Der Sieger dieses Titels bekommt zwar keine offizielle Ehrung, dennoch wird der Titel von der MLS anerkannt und gestattet dem Sieger die Teilnahme an der CONCACAF Champions League. Hier halten ebenfalls D.C. United und L.A. Galaxy mit jeweils vier Titeln gemeinsam den Rekord.
Meisterschaften nach Anzahl[Bearbeiten]
- 4: D.C. United, L.A. Galaxy
- 2: Houston Dynamo, San Jose Earthquakes
- 1: Chicago Fire SC, Kansas City Wizards, Columbus Crew, Real Salt Lake, Colorado Rapids
Supporters Shield[Bearbeiten]
- 4: D.C. United, L. A. Galaxy
- 3: Columbus Crew
- 2: San Jose Earthquakes
- 1: Tampa Bay Munity, Kansas City Wizards, Miami Fusion
Stadien[Bearbeiten]
Als die MLS ihren Spielbetrieb aufnahm, spielten die meisten Teams in American-Football-Stadien. Die Liga hat sich zum Ziel gesetzt, dass für ihre Teams eigene, fußballspezifische Stadien gebaut werden. Der Umzug in fußballspezifische Stadien wird von vielen als Notwendigkeit angesehen. Jedes Team, das in ein fußballspezifisches Stadion umgezogen ist, konnte sich über steigende Zuschauerzahlen freuen und verbesserte die finanzielle Situation. Durch ihr neues Stadion konnte die Los Angeles Galaxy 2003 als erstes Team einen Gewinn erzielen.[18]
Seitdem Columbus Crew 1999 als erstes Team ein fußballspezifisches Stadion bezog, folgten diesem Vorbild inzwischen der Großteil der Teams.
* kein reines Fußballstadion
Finanzen und Organisation[Bearbeiten]
| Ø Zuschauerzahlen[19] | ||
|---|---|---|
| Jahr | Reg. Season | Playoffs |
| 1996 | 17.406 | 17.673 |
| 1997 | 14.603 | 16.015 |
| 1998 | 14.312 | 17.885 |
| 1999 | 14.282 | 16.089 |
| 2000 | 13.756 | 11.973 |
| 2001 | 14.961 | 11.805 |
| 2002 | 15.821 | 13.872 |
| 2003 | 14.898 | 14.978 |
| 2004 | 15.559 | 13.972 |
| 2005 | 15.108 | 14.390 |
| 2006 | 15.504 | 15.179 |
| 2007 | 16.770 | 19.771 |
| 2008 | 16.460 | 16.489 |
| 2009 | 16.040 | 23.559 |
| 2010 | 16.675 | 19.535 |
| 2011 | 17.872 | 22.524 |
| 2012 | 18.807[20] | 22.356[21] |
Organisation[Bearbeiten]
Die Major League Soccer operiert unter einer Einheitsstruktur. Anders als bei europäischen Fußballligen wird sie nicht vom Fußballverband des Landes verwaltet, sondern regelt sich intern selbst. Dabei sind die Team-Besitzer Anteilseigner an der MLS und haben ein Mitspracherecht.
Wird ein Spieler von einem Verein verpflichtet, schließt dieser einen Vertrag mit der MLS ab und nicht mit dem Verein. Die MLS kontrolliert weiterhin die Finanzen der einzelnen Franchises und legt eine Gehaltsobergrenze der Spieler fest. Damit soll ein zu hoher Verlust bei einzelnen Teams vermieden werden. Ausnahme ist hier die Designated Player Rule, bei der Gehälter oberhalb des von der MLS festgelegten Maximums ausgegeben werden können.
Der Commissioner der Major League Soccer ist seit dem 4. August 1999 Don Garber. Die Organisation hat ihren Sitz in New York.
Zuschauer[Bearbeiten]
Seit Gründung der Liga mussten bis 2004 Verluste in Höhe von 350 Millionen US-Dollar hingenommen werden. Für die nächsten Jahre wird eine Trendwende vorausgesagt. Seit einigen Jahren wird mehr und mehr Fußball im TV übertragen. Sender wie ESPN, ABC und der Fox Soccer Channel übertragen Spiele der MLS, aus Südamerika und aus den europäischen Topligen (z. B. Bundesliga, Serie A). Es wird erwartet, dass die MLS in den kommenden Jahren erstmals TV-Gelder erhalten wird. Dadurch könnte die MLS ihr Image als Liga für eine Randsportart verlieren. Darüber hinaus konnten die Teams durch fußballspezifische Stadien ihre Einnahmen erhöhen. Für die Saison 2006 konnten die Teams 25 % mehr Dauerkarten verkaufen als in der Vorsaison. Dies ist der höchste Anstieg der Ligageschichte. Durch die neuen Stadien, mehr TV-Präsenz und einer stetig wachsenden Fanbasis ist die MLS langsam aber sicher auf dem Weg in die Gewinnzone.[22][23]
Sponsoring[Bearbeiten]
Ein weiterer Schritt dorthin ist ein Vertrag mit dem Sportartikel-Hersteller adidas, der seit der Saison 2005 offizieller Ausstatter der MLS ist. Neben exklusiven Werberechten stellt adidas den offiziellen Spielball und kleidet seit der Saison 2006 sämtliche Teams ein (2005 liefen bei einigen Teams noch gültige Verträge mit anderen Herstellern). Dieser Kontrakt brachte der MLS zunächst in etwa 15 Millionen US-Dollar pro Saison ein, seit 2011 sind es nach einer Vertragsverlängerung bis 2018 sogar geschätzte 25 Millionen US-Dollar pro Saison.[24][25]
2006 macht die Liga den nächsten Schritt und erlaubte Trikotsponsoren. Real Salt Lake konnte für die Saison 2007 als erste Mannschaft der Liga einen Vertrag mit einem solchen abschließen. In anderen Fußball-Ligen der Welt bereits völlig normal, war diese Art der Werbung ein Novum für den US-amerikanischen Profisport.[26]
| Team | Sponsor (Trikot) | Einnahmen pro Jahr[26] |
|---|---|---|
| Chicago Fire SC | Quaker | unbekannt |
| CD Chivas USA | Corona | unbekannt |
| Columbus Crew | Barbasol | unbekannt |
| FC Dallas | AdvoCare | unbekannt |
| D.C. United | Volkswagen | 3,1 – 3,7 Mio. USD |
| Houston Dynamo | Greenstar | 2,5 Mio. USD[27] |
| Los Angeles Galaxy | Herbalife | 4 – 5 Mio. USD |
| Montreal Impact | Bank of Montreal | unbekannt |
| New England Revolution | United Healthcare | unbekannt |
| New York Red Bulls | Red Bull | Eigentümer |
| Philadelphia Union | Bimbo | 3 Mio. USD[28] |
| Portland Timbers | Alaska Airlines | unbekannt |
| Real Salt Lake | XanGo | 1 Mio. USD |
| Seattle Sounders FC | Microsoft (Xbox 360) | 4 Mio. USD |
| Toronto FC | Bank of Montreal | 4 Mio. USD |
| Vancouver Whitecaps FC | Bell Canada | 4 Mio. USD[29] |
Mannschaftskader[Bearbeiten]
Eine Major-League-Soccer-Mannschaft kann aus bis zu 30 Spielern bestehen. Alle Spieler sind berechtigt an Spielen der Regular Season und der Playoffs teilzunehmen, wobei am Spieltag nur eine Auswahl von 18 Spielern in den Kader nominiert werden darf.[30]
Der Profikader darf ein bestimmtes Gesamtlimit an Spielergehältern, das sogenannte Salary Cap, nicht überschreiten (2011 liegt dieses bei 2,675 Mio. US-Dollar) und ein Spieler darf nicht mehr als 335.000 US-Dollar verdienen. Bei einem Spieler der unter die Designated Player Rule fällt, dessen Gehalt also oberhalb der Gehaltsobergrenze liegen darf, werden nur 335.000 US-Dollar gegen das Gesamtbudget gerechnet. Die weiteren Zahlungen haben keine Auswirkungen auf das Salary Cap. Sollte dieser Designated Player ab der Mitte der Saison zu der Mannschaft wechseln, werden nur 167.500 US-Dollar gegen das Salary Cap gerechnet. Alle Spieler, die einen Generation adidas Vertrag mit der MLS unterzeichnet haben, werden auch nicht gegen das Gesamtbudget gerechnet. Sie liegen im sogenannten Off-Budget Bereich.[30]
Jede Mannschaft hat die Möglichkeit maximal acht Ausländer in ihrem Kader zu führen. Diese acht international Slots können auch an andere Mannschaften verkauft werden. Aufgrund dieser Regelung kann eine Mannschaft also auch mehr als acht ausländische Spieler im Kader haben. Die restlichen Plätze müssen von inländischen Spielern besetzt werden. In den USA gelten Spieler als inländische Spieler, wenn sie US-Staatsbürger sind, eine Greencard besitzen oder einen speziellen staatesrechtlichen Status besitzen, z.B. Asyl- oder Flüchtlingsstatus haben. Für die beiden kanadischen Mannschaften in der Major League Soccer gilt eine leicht modifizierte Regelung. Diese können auch max. acht Ausländer in ihrem Kader führen, der restliche Kader muss mit Kanadiern oder US-Amerikanern besetzt sein, wobei jedes kanadische Team mindestens drei Kanadier unter Vertrag haben muss.[30]
Designated Player Rule[Bearbeiten]
Einige Weltstars von heute haben sich in diversen Interviews über ein mögliches Karriereende in der MLS geäußert. Lange war unklar, wie die Gehälter für solche Spieler bei den knappen Gehaltsbudgets der Teams zu finanzieren sind. Doch nach der Saison 2006 wurde die Designated Player Rule von der Liga eingeführt, die es jeder Franchise ermöglicht, einen Spieler in den Kader aufzunehmen, der über der Gehaltsobergrenze liegt. Seitdem gab es einige Änderungen dieser Regel.
Der aktuelle Stand ist folgender: Jede Mannschaft hat zwei Plätze, um Spieler mittels der Designated Player Rule unter Vertrag zu nehmen. Für jeden Designated Player wurde ein Gehaltsbudget von max. 335.000 US-Dollar festgelegt, welches gegen das Salary Cap gerechnet wird. Alle Zahlungen, die darüber hinaus gehen, trägt das jeweilige Franchise selber und belastet nicht das von der MLS vorgegebene Gehaltsbudget der Mannschaft. Ein dritter Platz für einen Designated Player kann durch eine einmalige Gebühr von 225.000 US-Dollar erworben werden.[30]
Die Plätze für die Designated Player können nicht an andere Mannschaft veräußert werden. Keine Mannschaft darf also mehr als drei Spieler unter dieser Regel verpflichten.
Durch die Regel wurde der bislang spektakulärste Transfer der MLS-Geschichte ermöglicht, als David Beckham im Januar 2007 einen 5-Jahres-Vertrag ab Juli bei Los Angeles Galaxy abschloss. Deswegen wird die Regel auch oftmals als Beckham Rule bezeichnet.
Aktuelle Designated Player
- Anmerkungen
- Das Jahr des Vertragsabschlusses zeigt an, wann diese Spieler den Status als Designated Player erhalten haben.
- Das Gehalt gibt das normale Grundgehalt ohne Sondergehälter oder Bonuszahlungen an.
Persönliche Rekorde[Bearbeiten]
Most Valuable Player[Bearbeiten]
Der MVP-Award wird jährlich an den herausragendsten Spieler der Regular Season verliehen.[31]
Torschützenkönig[Bearbeiten]
Seit der Saison 2005 verleiht die MLS den Golden Boot an den besten Torschützen der Regular Season. Sind zwei Spieler gleichauf, entscheidet die Anzahl der Vorlagen. Zuvor wurde der Scoring Champion geehrt, der durch ein Tor zwei Punkte und eine Torvorlage einen Punkt sammeln konnte.
In der folgenden Tabelle sind die Torschützenkönige aufgelistet, nachwirkend auch bis zur Premierensaison 1996.[31] Die Spieler, die in der folgenden Tabelle mit einem Stern markiert sind, hätten, aufgrund der heutigen Regeln bei Gleichstand, den Golden Boot gewonnen.
Rekord-Torschützen[Bearbeiten]
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Rekord-Spieler[Bearbeiten]
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Stand Regular Season: 31. Dezember 2012, Stand Playoffs: 8. Dezember 2009, fett hervorgehobene Spieler sind noch aktiv
Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]
Siehe auch[Bearbeiten]
- Fußball in den Vereinigten Staaten
- Ewige Tabelle der Major League Soccer
- MLS All-Star Game
- MLS Best XI
- Liste der höchsten Fußball-Spielklassen (CONCACAF)
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Seite der Major League Soccer
- Website des US-Fußballverbandes
- Website des kanadischen Fußballverbandes
- Major League Soccer Statistics
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ MLSnet.com: About MLS: General Overview
- ↑ NYTimes.com: Barcelona Makes Bid for Team in M.L.S., 15. Oktober 2008
- ↑ CBC.ca: Portland beats out Ottawa for MLS franchise, 20. März 2009
- ↑ mlssoccer.com: "Passionate" Montreal named as 19th MLS city, 9. Mai 2010
- ↑ mlssoccer.com: Major League Soccer announces New York expansion team: New York City Football Club, 21. Mai 2013
- ↑ chron.com: Goodbye 1836, hello Houston Dynamo, 6. März 2006
- ↑ mlssoccer.com: Kansas City rebrands as Sporting KC, 18. November 2010
- ↑ mlssoccer.com: Playoffs to expand to 10 teams; more changes ahead, 22. November 2010
- ↑ a b mlssoccer.com: Playoff Format & Tiebreakers, Stand: 20. November 2010
- ↑ mlssoccer.com: MLS reveals expanded playoffs structure for 2011, 23. Februar 2011
- ↑ concacaf.com: Qualifying 2011/2012, Stand: 20. November 2010
- ↑ CanadaSoccer.com: Canada to create new club championship, 31. Januar 2008
- ↑ superliga2010.com: SuperLiga dates set for fourth edition of tourney, 9. Juli 2010
- ↑ TheCup.us: Venues for MLS Open Cup qualifying announced with coin flip video, 9. März 2010
- ↑ NYTimes.com: M.L.S. Is Making Changes, 18. November 1999
- ↑ thisisamericansoccer.com: Updating the hardware, 29. Oktober 2008
- ↑ MLSnet.com: Teams & adidas unveil new uniforms and ball, 20. Januar 2006
- ↑ sportsbusinessdaily.com: Leiweke Says Galaxy Are First MLS Team Ever To Make A Profit, 21. November 2003
- ↑ MLS Factbook 2012. MLSsoccer.com, S. 50, abgerufen am 5. Januar 2013 (pdf; 1,2 MB, englisch).
- ↑ 2012 MLS Standings & Leaders. Abgerufen am 5. Januar 2013 (PDF; 351 kB).
- ↑ Zuschauer Playoffs 2012. Abgerufen am 5. Januar 2013.
- ↑ Spiegel.de: MLS will durchstarten, 12. Juni 2008
- ↑ sportsbusinessdaily.com: Galaxy MLS' Most Valuable Franchise At Estimated $100M, 16. September 2008
- ↑ sportsbusinessdaily.com: Adidas ups MLS bet with $200M deal, 30. August 2010
- ↑ washingtonpost.com: MLS Reaches Sponsorship Agreement With Adidas, 5. Oktober 2004
- ↑ a b sportsbusinessdaily.com: Toronto FC keeps bank’s name on jerseys, 28. Juni 2010
- ↑ chron.com: Dynamo net new sponsor, 6. Dezember 2010
- ↑ football-marketing.com: Philadelphia Union wins sponsorship from Bimbo bakery, 11. Januar 2011
- ↑ sportspromedia.com: Vancouver Whitecaps secure major shirt sponsorship erschienen am 11. Juni 2010
- ↑ a b c d mlssoccer.com: 2011 MLS Roster Rules, abgerufen am 9. Februar 2011
- ↑ a b MLS Factbook 2012. MLSsoccer.com, S. 118, abgerufen am 5. Januar 2013 (pdf; 1,2 MB, englisch).
- ↑ a b All-Time Leaders. Abgerufen am 5. Januar 2013.
- ↑ a b MLSnet.com: MLS All-Time Post Season Leaders, Stand: 23. November 2008
Eastern Conference: Chicago Fire SC | Columbus Crew | D.C. United | Houston Dynamo | Montreal Impact | New England Revolution | New York Red Bulls | Philadelphia Union | Sporting Kansas City | Toronto FC
Western Conference: CD Chivas USA | Colorado Rapids | FC Dallas | Los Angeles Galaxy | Portland Timbers | Real Salt Lake | San José Earthquakes | Seattle Sounders FC | Vancouver Whitecaps FC
BC Place Stadium (Vancouver) | BMO Field (Toronto) | Buck Shaw Stadium (San Jose) | CenturyLink Field (Seattle) | Columbus Crew Stadium (Columbus) | Dick’s Sporting Goods Park (Colorado) | Gillette Stadium (New England) | Home Depot Center (Los Angeles) | Jeld-Wen Field (Portland) | Livestrong Sporting Park (Kansas City) | FC Dallas Stadium (Dallas) | PPL Park (Philadelphia) | Red Bull Arena (New Jersey) | Rio Tinto Stadium (Salt Lake) | Robert F. Kennedy Memorial Stadium (D.C.) | Robertson Stadium (Houston) | Toyota Park (Chicago)