Maketaton

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Maketaton in Hieroglyphen
G17 D36
V31
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Maketaton
(Maket Aton)
Mˁkt Jtn
Geschützt von Aton

Maketaton, auch Maket-Aton oder Meketaton genannt, war eine altägyptische Prinzessin der 18. Dynastie und zweitälteste Tochter von König (Pharao) Echnaton und seiner Großen königlichen Gemahlin Nofretete.

Sie erscheint zusammen mit ihrer älteren Schwester Meritaton auf den Grenzstelen in Amarna, die in das 6. Regierungsjahr von Echnaton datieren. Da ihr Name und Bildnis nachträglich auf der Stele eingefügt wurden, ist anzunehmen, dass Maketaton gegen Ende des 5. Regierungsjahres geboren wurde.[1]

Maketaton starb sehr jung. Ihr Todesjahr wird in das 14. Regierungsjahr ihres Vaters datiert, da sie durch eine kurze Inschrift auf einem Gefäß noch im Jahr 13 belegt ist.[2] Sie verstarb im Alter von 9 oder 10 Jahren. Die Reste ihres Sarkophags wurden im Königsgrab in Amarna (Amarna Grab 26) gefunden, woraus geschlossen wurde, dass Maketaton dort bestattet worden war. Eine Darstellung in Raum gamma (Wand A) im Grab dokumentiert die tiefe Trauer des Königspaares um seine Tochter. Woran die junge Prinzessin starb, ist nicht bekannt. Rolf Krauss nahm aufgrund der Darstellung an, dass sie im Kindbett gestorben sei, da hier ein Säugling mit einer Amme und einem königlichen Fächerträger abgebildet ist. Auch Hermann A. Schlögl[3] und Nicholas Reeves[4] folgten dieser Annahme. Allerdings ließ die Rekonstruktion der im Königsgrab gefundenen Teile ihres Sarkophags auf eine Körpergröße von ca. nur einem Meter schließen [1], was der Vermutung, sie sei im Kindbett gestorben, entgegensteht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Aidan Dodson, Dyan Hilton: The Complete Royal Families of Ancient Egypt. Thames & Hudson, London 2004, ISBN 0-500-05128-3, S. 155
  • Thomas Kühn: Bewegende Schicksale - Nofretetes Töchter. In: Kemet. 1/2002, S. 24-25

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Marc Gabolde: Das Ende der Amarnazeit. In: Alfred Grimm, Sylvia Schoske: Das Geheimnis des Goldenen Sarges. Echnaton und das Ende der Amarnazeit. (= Schriften aus der Ägyptischen Sammlung. [SAS] Bd.10). München 2001, ISBN 3-87490-722-8, S. 24.
  2. Thomas Kühn: Bewegende Schicksale - Nofretetes Töchter. In: Kemet. 1/2002, S. 24.
  3. Hermann A. Schlögl: Echnaton – Tutanchamun. Fakten und Texte. Harrassowitz, Wiesbaden 1983, ISBN 3-447-02337-6, S. 59.
  4. Nicholas Reeves: Echnaton. Ägyptens falscher Prophet. (= Kulturgeschichte der antiken Welt. Bd. 91). von Zabern, Mainz 2002, ISBN 3-8053-2828-1, S. 184.