Makrofon

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Makrofone einer Lokomotive der Baureihe 152

Ein Makrofon (von griech. μακρός groß, φωνή Klang) ist eine Einrichtung an Fahrzeugen, mit der ein lauter Warnton mit fester Frequenz erzeugt werden kann. Es findet Anwendung bei Einsatzfahrzeugen, Schienenfahrzeugen und Schiffen.

Beim Makrofon wird eine Schwingung erzeugt, die im Bereich der hörbaren Frequenz (etwa 20 Hz bis 20 kHz) liegt. Dabei wird komprimierte Luft über ein Metallplättchen geleitet, das in Schwingungen gerät und damit den Ton erzeugt. Sie verlässt das Makrofon dann über einen Schalltrichter, der optimal gegen die akustische Impedanz wirkt. Dadurch kommt ein möglichst großer Teil der Schallenergie beim Hörer an.

Bei heutigen Schienenfahrzeugen wird das Makrofon benutzt, um Personen und andere Verkehrsteilnehmer beispielsweise auf Bahnsteigen oder vor nicht technisch gesicherten Bahnübergängen vor dem herannahenden Zug zu warnen, ferner zum Geben eines Zugpersonalsignals oder eines Rangiersignals. Das Makrofon ersetzt hierbei die Pfeife, welche bei älteren Schienenfahrzeugen verwendet wurde. Es ist vergleichbar mit der Hupe eines Kraftfahrzeugs, jedoch deutlich lauter. Zudem werden meist zwei Makrofone mit verschiedenen Frequenzen (z. B. Baureihe 101: 370 Hz und 660 Hz) verwendet, die gleichzeitig angesteuert werden. Dadurch ergibt sich ein bewusst disharmonischer und durchdringender Warnton, von dem man sich eine besondere Signalwirkung erhofft. Häufig können die beiden Makrofone aber auch einzeln angesteuert werden.

Bei Einsatzfahrzeugen werden ebenfalls zwei Makrofone verschiedener Frequenz verwendet. Diese werden aber nicht gleichzeitig, sondern abwechselnd verwendet.

Beispiele:

Makrofon eines ICE 3 bei der Vorbeifahrt mit 300 km/h (Schnellfahrstrecke Ingolstadt–Nürnberg).