Malawi-Galago

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Malawi-Galago
Systematik
Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Feuchtnasenprimaten (Strepsirrhini)
Teilordnung: Loriartige (Lorisiformes)
Familie: Galagos (Galagonidae)
Gattung: Gewöhnliche Galagos (Galago)
Art: Malawi-Galago
Wissenschaftlicher Name
Galago nyasae
Elliot, 1907

Der Malawi-Galago oder Malawi-Zwerggalago (Galago nyasae oder Galagoides nyasae) ist eine Primatenart aus der Familie der Galagos (Galagonidae). Früher mit dem Sansibar-Galago zu einer Art zusammengefasst, wurde er anhand von sechs Exemplaren als eigenständige Art erkannt. Die genauen Abgrenzungen sind aber noch unklar, möglicherweise handelt es sich um die gleiche Art wie der Grant-Galago.

Sie sind wie alle Galagos sehr kleine Primaten und erreichen nur rund 100 bis 200 Gramm. Ihr Fell ist an der Oberseite rötlichbraun, die Unterseite ist heller. Wie bei allen Galagos sind die Augen als Anpassung an die nachtaktive Lebensweise vergrößert, auch die unbehaarten Ohren sind groß. Die Hinterbeine sind kräftig, der Schwanz länger als der Rumpf.

Die Funde des Malawi-Galagos stammen aus dem nordwestlichen Mosambik in der Nähe des Malawi-Sees und aus den angrenzenden Regionen Malawis. Ihr Lebensraum sind tropische Wälder, wobei sie auch in Sekundärwäldern vorkommen.

Über die Lebensweise ist kaum etwas bekannt. Sie sind wie alle Galagos nachtaktiv und ernähren sich von Insekten, Früchten und Baumsäften.

Auch der Gefährdungsgrad ist aufgrund der taxonomischen Unsicherheit und der Unklarheit über das genaue Verbreitungsgebiet nicht bekannt. Die IUCN listet die Art unter „zu wenig Daten vorhanden“ (data deficient).

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Geissmann: Vergleichende Primatologie. Springer-Verlag, Berlin u. a. 2002, ISBN 3-540-43645-6.
  • Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Galagoides nyasae in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: S. Bearder, 2008. Abgerufen am 30. 1. 2009