Malcolm Forbes

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Malcolm Stevenson Forbes (häufig auch: Malcolm Forbes, Sr.; * 19. August 1919 in Englewood, New Jersey; † 24. Februar 1990 in Far Hills, New Jersey) war ein US-amerikanischer Verleger. Von 1957 bis zu seinem Tod hat er das von seinem Vater B. C. Forbes gegründete Forbes Magazine verlegt.

Berufsleben und Karriere[Bearbeiten]

Malcolm Forbes war der Sohn von B. C. und Adelaide Mary (geb. Stevenson) Forbes. Nach dem Besuch der Laurenceville School, einer Preparatory School in Lawrenceville, New Jersey, hat Forbes an der Princeton University studiert. Nach vergeblichen Bemühungen um eine politische Karriere – Forbes war im Senat von New Jersey tätig und kandidierte von 1951 bis 1957 für das Amt des Gouverneurs von New Jersey – widmete er sich von 1957 an vollständig dem Forbes Magazine. Nach dem Tode seines Bruders Bruce Charles Forbes (1964) übernahm er die alleinige Kontrolle über das Unternehmen.

Das Magazin wuchs unter seiner Leitung ständig, und Forbes diversifizierte das Unternehmen, indem er unter anderem in den Immobilienhandel einstieg. Nach seinem Tod im Jahre 1990 wurde sein Sohn Steve Forbes sein Nachfolger.

Forbes hatte ein geschätztes Privatvermögen von 400 Millionen bis 1 Milliarde Dollar.[1]

Privatleben[Bearbeiten]

Forbes war äußerst wohlhabend und sein opulenter Lebensstil wurde von der Boulevardpresse stark beachtet. Zu seinen berühmtesten Freunden zählten Elizabeth Taylor, die Fernsehmoderatorin Barbara Walters, der Fiat-Gesellschafter Giovanni Agnelli, der Politiker Robert Maxwell und Henry Kissinger. In späteren Jahren wurde Forbes passionierter Motorradfahrer und nutzte seinen Einfluss unter anderem, um die Gesetzgebung in New Jersey dazu zu bewegen, den bis dahin nur für PKWs zugelassenen Garden State Parkway für den Motorradverkehr freizugeben.

Forbes war seit 1946 mit Roberta Remsen Laidlaw verheiratet, von der er 1985 geschieden wurde. Nach seinem Tod im Jahre 1990 erregte die einflussreiche Schwulen-Zeitschrift OutWeek Aufsehen mit einem Titelbericht über Forbes angebliche Homosexualität.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Forbes, Malcolm S.." Encyclopædia Britannica. Encyclopædia Britannica Online Library Edition. Encyclopædia Britannica, 2011. Web. 26 May 2011.
  2. The ethics of “outing”