Malgersdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Malgersdorf
Malgersdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Malgersdorf hervorgehoben
48.53222222222212.746944444444398Koordinaten: 48° 32′ N, 12° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Falkenberg
Höhe: 398 m ü. NHN
Fläche: 11,52 km²
Einwohner: 1210 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84333
Vorwahl: 09954
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 131
Gemeindegliederung: 27 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Burgerstr. 1
84333 Malgersdorf
Webpräsenz: www.malgersdorf.de
Bürgermeister: Franz-Josef Weber (Bürgerliche Wählervereinigung)
Lage der Gemeinde Malgersdorf im Landkreis Rottal-Inn
Geratskirchen Zeilarn Wurmannsquick Wittibreut Unterdietfurt Triftern Tann (Niederbayern) Stubenberg (Niederbayern) Simbach am Inn Schönau (Rottal) Roßbach (Niederbayern) Rimbach (Landkreis Rottal-Inn) Reut Postmünster Pfarrkirchen Mitterskirchen Massing Malgersdorf Kirchdorf am Inn (Bayern) Julbach (Inntal) Johanniskirchen Hebertsfelden Gangkofen Falkenberg (Niederbayern) Ering Egglham Eggenfelden Dietersburg Bad Birnbach Bayerbach (Rottal-Inn) Arnstorf Landkreis Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Passau Landkreis Altötting Landkreis Mühldorf am Inn ÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Stephanus

Malgersdorf ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Falkenberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Malgersdorf befindet sich direkt an der Bundesstraße 20 auf halber Strecke zwischen den Städten Landau und Eggenfelden (jeweils 17 km entfernt). Die Ortschaft Malgersdorf liegt zudem 26 km südöstlich von Dingolfing sowie 25 km nordwestlich der Kreisstadt Pfarrkirchen. Die nächsten Bahnhöfe finden sich in Landau und Eggenfelden; die nächsten Anschlussstellen der Bundesautobahn 92 sind Dingolfing und Landau im Norden und im Süden Altötting zur Bundesautobahn 94 Richtung Passau und München.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Malgersdorf hat 27 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Wappen der Visler
(Siebmacher)

Der Ort Malgersdorf wurde erstmals 1135 urkundlich erwähnt. Sein Besitz wechselte mehrmals unter verschiedenen Adelsgeschlechtern. Der erste Besitzer und zugleich Namensgeber der Hofmark Malgersdorf war „Mengenhardus Madegeresdorf“. Danach residierten lange Zeit die Visler, aus deren Wappen die linke Hälfte des Gemeindewappens stammt: die doppelte goldene Krone mit der Getreidegarbe. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts besaßen die Leoprechtinger, seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges das Adelsgeschlecht von Trauner-Neudegg und seit 1736 die Tattenbacher die Hofmark. Von diesen übernahmen 1825 die Grafen von Arco-Valley die Liegenschaften. Als 1848 in Bayern die Hofmarkrechte aufgelöst wurden, entstand die Gemeinde Malgersdorf.
Malgersdorf litt von den Wirren des Dreißigjährigen Krieges bis zum Zweiten Weltkrieg des Öfteren unter Unruhen und kriegerischen Auseinandersetzungen. Am Ende des 2. Weltkrieges wollten Resteinheiten der deutschen Wehrmacht den Vormarsch der US-Armee stoppen. In Folge kam es hier, am 1. Mai 1945, zu einem heftigen Schusswechsel unter dem Einsatz schwerer Waffen, was entsprechende Auswirkungen für den Ort und die Bevölkerung hatte.
Im Jahr 1978 wurde Malgersdorf der Verwaltungsgemeinschaft Falkenberg angegliedert.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 wurden Gebietsteile des Marktes Arnstorf eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Zusammensetzung des Gemeinderates in der Legislaturperiode 2008–2014

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit dem 6. Mai 2004 besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Đakovo in Kroatien.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Die spätgotische Pfarrkirche St. Stephanus wurde 1867 erweitert. Ihre Ausstattung ist neugotisch. Sie beherbergt eine ungewöhnlich große, von Pfarrer W. Striedl konzipierte und von 1976 bis 1977 erbaute Orgel mit einem dreimanualigen Spieltisch im Presbyterium. Die Orgel verfügt über 52 klingende Register mit 3712 Pfeifen und 25 elektronischen Klangfarben. Aus räumlichen und akustischen Gründen wurde die Orgel gevierteilt.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Malgersdorf

Freizeiteinrichtungen / Vereine[Bearbeiten]

In Malgersdorf gibt es ein öffentliches Schwimmbad. Außerdem ist ein Volleyballplatz, zwei Fußballplätze, drei Tennisplätze, vier Spielplätze und ein Theater vorhanden. In Malgersdorf gibt es viele Vereine, z.B. den Sportverein, die Schlüter- und Oldtimerfreunde, die Theaterfreunde und den Obst- und Gartenbauverein.

Lokales[Bearbeiten]

In Malgersdorf gibt es einen Edeka mit angeschlossener Bäckerei. Am Dorfplatz befindet sich außerdem ein Gasthaus zur Post und in Hofstetten ein Biergarten. Im Dorf gibt es eine Sparkasse und eine Raiffeisenbank.

Bildung[Bearbeiten]

Malgersdorf besitzt einen Kindergarten und eine Grundschule.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111130/211209&attr=OBJ&val=807
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 629.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Malgersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien