Malik Schah I. (Rum)

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Malik Schah I. war seldschukischer Sultan von Rum von 1110 bis 1116. Er war der ältere Sohn von Kilidsch Arslan I.

Kilidsch Arslan ertrank 1107 im Fluss Chabur, nachdem er eine Schlacht gegen die vereinten Kräfte des Ortoqiden Ilghazis, Radwans und des großseldschukischen Generals Emir Çavlı verlor. Nach dieser Schlacht wurde Malik Schah I. als Kriegsgefangener und Geisel nach Isfahan gebracht. Dort blieb er bis 1110. Während der Abwesenheit eines Sultans der Rum-Seldschuken konnten die Byzantiner zuvor verlorene Gebiete zurückerobern. Die Rum-Seldschuken mussten sich nach Zentralanatolien zurückziehen.

Als Malik Schah 1110 freikam, kehrte er nach Ikonion zurück und wurde zum Sultan erhoben. Trotz seiner Rückkehr konnte er weitere Gebietsverluste nicht verhindern; unter anderem scheiterte 1111 ein Angriff auf das von Thoros I. beherrschte Fürstentum Kleinarmenien. So wurden die Danischmenden zur stärksten türkischen Kraft in Anatolien. Außerdem erkannte sein Bruder, der spätere Sultan Mas'ud I., Maliks Herrschaft nicht an. 1116 wurde Malik Schah I. von seinem Bruder mit Hilfe der Danischmenden gestürzt.

Vorgänger Amt Nachfolger
Kılıç Arslan I. Sultan von Rum
1110–1116
Mas'ud I.