Malsch (Landkreis Karlsruhe)
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Karlsruhe | |
| Höhe: | 145 m ü. NN | |
| Fläche: | 51,24 km² | |
| Einwohner: | 14 474 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 282 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 76316 | |
| Vorwahlen: | 07246 (für OT Völkersbach: 07204) | |
| Kfz-Kennzeichen: | KA | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 15 046 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstraße 71 76316 Malsch |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Elmar Himmel | |
| Lage der Gemeinde Malsch im Landkreis Karlsruhe | ||
Malsch ist eine Gemeinde im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Die Gemeinde Malsch liegt etwa 20 km südlich von Karlsruhe in Baden. Der Kernort Malsch liegt in der Rheinebene am Rand des Schwarzwaldes.
In Malsch entspringt der Federbach.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Zur Gemeinde Malsch gehören die ehemaligen Gemeinden Sulzbach, Völkersbach und Waldprechtsweier. Zur Gemeinde Malsch in den Grenzen vom 31. Dezember 1970 gehören das Dorf Malsch, der Weiler Neumalsch, das Gehöft Hardteck und die Häuser Am Bergwald und Waldhaus. Zur ehemaligen Gemeinde Sulzbach gehört das Dorf Sulzbach. Zur ehemaligen Gemeinde Völkersbach gehören das Dorf Völkersbach, das Gehöft Rimmmelsbacherhof und die Häuser Moosalbtal. Zur ehemaligen Gemeinde Waldprechtsweier gehören das Dorf Waldprechtsweier und die Häuser Waldprechstal.
In der Gemeinde Malsch im Gebietsstand vom 31. Dezember 1970 liegen die Wüstungen Lindenhart und Ziegelhof, das wahrscheinlich jedoch in Malsch aufgegangen ist.[2]
In den ehemaligen Gemeinden Sulzbach, Völkersbach und Waldprechtsweier sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.
[Bearbeiten] Geschichte
Malsch wurde im Jahr 1065 erstmals urkundlich erwähnt. Damals gehörte es zum Kloster Weißenburg. Im 12. Jahrhundert erwarb die Markgrafschaft Baden den Ort, verkaufte ihn aber bereits 1318 an das Kloster Herrenalb. Als dieses im Zuge der Reformation 1535 aufgelöst wurde, fiel der Ort an Württemberg, das ihn 1603 im Tauschwege an Baden zurückgab.
1796 fand hier die Schlacht bei Malsch im Rahmen der Koalitionskriege statt.
Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden drei bis dahin selbstständige Gemeinden nach Malsch eingemeindet. Am 1. Januar 1971 erfolgte die Eingemeindung von Sulzbach, am 1. April 1972 die von Waldprechtsweier, das zuvor zum Landkreis Rastatt im Regierungsbezirk Südbaden gehört hatte und am 1. Januar 1973 erfolgte die Eingemeindung der Gemeinde Völkersbach.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
- 1623: 1.400
- 1648: 300
- 2006: 14.107
- Januar 2008: 14356, davon in den Ortsteilen Malsch 10.042, Sulzbach 961, Völkersbach 1.874, Waldprechtsweier 1.479
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Gedenkstätten
Seit 1985 erinnert an ihrem ehemaligen Standort in der Hauptstraße 26 eine Gedenktafel an die Synagoge der Jüdischen Gemeinde.[3] Die letzten Mitglieder der jüdischen Gemeinde Malsch wurden am 22. Oktober 1940 gemeinsam mit anderen badisch-pfälzischen Juden in das südfranzösische Internierungslager Gurs am Fuße der Pyrenäen deportiert.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Die derzeitige Amtszeit von Elmar Himmel endet 2013.
- 1982 - 2005: Dieter Süß, SPD († 11. Juli 2006)
- seit 2005: Elmar Himmel
[Bearbeiten] Gemeinderat
- CDU 37,5 % (−2,7) – 11 Sitze (−1)
- FWG 30,7 % (+4,3) – 9 Sitze (+2)
- SPD 17,4 % (−2,2) – 5 Sitze (=)
- GRÜNE 14,3 % (+1,1) – 4 Sitze (+1)
- Andere 0,0 % (−0,5) – 0 Sitze (=)
[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaften
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Malsch liegt an der Bundesstraße 3 sowie an der Bahnstrecke Karlsruhe–Ettlingen-West–Rastatt und hat dort einen Bahnhof (heute Hausbrauerei), der auch als Haltestelle des Karlsruher Stadtbahnnetzes dient.
[Bearbeiten] Bildung
Mit der Hans-Thoma-Schule (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule), der Johann-Peter-Hebel-Schule (Grund- und Hauptschule), der Mahlbergschule Völkersbach und der Schule Waldprechtsweier (jeweils Grundschulen) gibt es gleich vier allgemeinbildende Schulen am Ort. Außerdem besteht mit der Waldhausschule noch eine Schule für Erziehungshilfe. Daneben gibt es noch sieben Kindergärten (vier kommunale, zwei römisch-katholische, einen evangelischen).
[Bearbeiten] Vereine
- 1897 wurde der Turnverein Malsch TV Malsch gegründet. Es gibt eine Turn-, Handball-, Volleyball-, Tischtennis-, und Leichtathletikabteilung. 2008 wurde die männliche C-Jugend der Handballabteilung souverän Bezirksmeister. Auch einige Kreismeisterschaften konnte der TV Malsch in der Jugend gewinnen.
- 1910 wurde der Fußballverein FV Malsch gegründet. 2005/2006 wurde der FV Malsch Meister der Kreisliga und stieg in die Landesliga Mittelbaden auf, aus der er 2008 wieder abstieg. Im Verein gibt es noch eine Radsportabteilung sowie eine Basketballabteilung.
- Seit 1981 besteht in der evangelischen Kirchengemeinde der Hassler-Chor Malsch und gestaltet geistliche und weltliche Chormusik auch außerhalb des Kirchenlebens.
- Im Jahre 2002 wurde der Verein Heimatfreunde Malsch gegründet. Er hat die Aufgabe, Geschichte und Kulturgüter aus Malsch der Nachwelt zu erhalten.
- Seit 2007 existiert die Faustballmannschaft FC 2000, die im ersten Jahr schon hervorragende Ergebnisse ablieferte. Die Mannschaft gewann gegen den FC Schluttenbach souverän die Kreisklassenmeisterschaft.
- Bereits seit 1965 existiert der Trabrennclub Macadamia, der bereits zweimal nordbadischer Meister wurde. Regionale Bekanntheit errang das erfolgreiche Pferd Campaten durch den Sieg bei den Trab-Classic-Masters 2008 in Rastatt.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- 1789, 17. Juli (in Völkersbach), Aloys Henhöfer, † 5. Dezember 1862, deutscher Theologe
- 1800, 12. September, Joseph Augenstein, † 18. April 1861 (in Bietigheim), Sprecher der Rastatter Demokraten in der Märzrevolution in Baden
- 1871, 24. Juli, Gustav Trunk, † 23. April 1936 in Karlsruhe, Jurist und Politiker (Zentrum), Landtagsabgeordneter
- 1974, 11. Januar, Jens Nowotny, deutscher Fußballnationalspieler, wurde in Malsch geboren, wuchs aber in Spielberg auf.
- 1987, 3. Januar, Nicolai Simon, deutscher Basketballprofi bei ALBA Berlin und beim Kooperationspartner TuS Lichterfelde
[Bearbeiten] Literatur
- Ernst, Lore: Die Geschichte des Dorfes Malsch. Malsch, 1954.
- Louis Maier: Schweigen hat seine Zeit, Reden hat seine Zeit - Ein Sohn spricht vom Leben und Schicksal der Jüdischen Gemeinde in Malsch, verlag regionalkultur, ISBN 3-89735-133-1.
- Louis Maier: Empfänger unbekannt verzogen. Die Odyssee eines jungen Flüchtlings auf den Spuren des Schicksals seiner Eltern. verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2008, ISBN 978-3-89735-543-9.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 102–104
- ↑ Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd.I, Bonn 1995, S. 57, ISBN 3-89331-208-0
[Bearbeiten] Weblinks
- Internetseite der Gemeinde Malsch
- Internetseite der Heimatfreunde Malsch
- Internetseite der Gemeinde Völkersbach
- Malsch im Stadt-Wiki Karlsruhe
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