Malstock

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jan Vermeer: Die Allegorie der Malerei. Der Maler benutzt einen Malstock bei der Erstellung seines Gemäldes

Der Malstock oder Ruhestab ist ein Werkzeug, das in der klassischen Malerei von Künstlern vor allem bei der Fertigung von Ölgemälden genutzt wurde. Es handelt sich hierbei um einen langen Stab mit einem Holzschaft und einem stoff- oder lederumwickelten Ende, das auf den Rand oder Rahmen eines Bildes aufgelegt werden kann. Auf den Stock konnte der Maler dann seine pinselführende Hand abstützen, wenn er besonders feine Konturen malen wollte und dafür eine besonders ruhige Hand benötigte.

In Gemälden des 16. bis 19. Jahrhunderts wird der Malstock sehr häufig in Malerporträts, vor allem in Selbstporträts, Porträts von Künstlerkollegen sowie in Atelierszenen dargestellt. Neben der Farbpalette, der Staffelei und dem Pinsel ist der Malstock entsprechend eines der wichtigsten Erkennungszeichen für die Darstellung eines Malers aus dieser Zeit.

Literatur[Bearbeiten]

  • Malstock in Kurt Fassmann (Hrsg): Sachwörterbuch der Weltmalerei. Band VI von Kindlers Malereilexikon, Herausgegeben von Germain Bazin, Horst Karl Gerson, Lawrence Gowing u.a., Kindler Verlag, Zürich 1964-1971.
  • Malstock in Harald Olbrich (Hrsg): Lexikon der Kunst. Architektur, Bildende Kunst, Angewandte Kunst, Industrielle Formgestaltung, Kunsttheorie. E. A. Seemann Verlag, Leipzig 1987-1994.

Weblinks[Bearbeiten]