Maltesische Euromünzen

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SchwedenSchweden Schweden***
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Hinweise
* Beitritt zum 1. Januar 2015
** Münzausgabe noch nicht erfolgt
*** s.u. Mögliche zukünftige Eurostaaten

Die maltesischen Euromünzen sind die von Malta in Umlauf gebrachten Münzen der gemeinsamen europäischen Währung Euro.

Malta trat dem Wechselkursmechanismus II zum 29. April 2005 bei, eine Einführung des Euros war somit zum 1. Januar 2008 möglich. Am 27. Februar 2007 wurde bekannt, dass Malta offiziell den Antrag zur Einführung des Euros gestellt hat. 2006 lag eines der wichtigsten Kriterien, die Haushaltsneuverschuldung, bei 2,8 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Am 16. Mai 2007 haben die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank bekanntgegeben, dass Malta zum 1. Januar 2008 den Euro einführen kann. Diese Entscheidung wurde am 21. Juni auf dem EU-Gipfel in Brüssel von den Staats- und Regierungschef der EU offiziell bestätigt. Zum 1. Januar 2008 führte Malta den Euro ein.

Gestaltung der Münzen[Bearbeiten]

Über die Motive auf den Euromünzen von Malta wurde im Januar 2006 das erste Mal abgestimmt. Insgesamt standen zwölf Themen aus vier verschiedenen Bereichen zur Auswahl (maltesische Geschichte, Renaissance, Identität und Archäologie). Die drei bestplatzierten Motive aus drei verschiedenen Bereichen sollten in die weitere Auswahl kommen.

Am 2. Februar 2006 gab die Nationalbank das Ergebnis der Abstimmung bekannt:

1. Platz: die Statue „Baptism of Christ“ (Maltesische Renaissance),
2. Platz: das Wappen Maltas (Maltesische Identität),
3. Platz: Fort St. Angelo (Maltesische Renaissance),
4. Platz: die Tempelanlage Mnajdra (Maltesische Geschichte).

Da der erste und der dritte Platz zur Renaissance gehören, schied das drittplatzierte Motiv, Fort St. Angelo, für die maltesischen Euromünzen aus. Stattdessen wurde das Motiv mit der Tempelanlage Mnajdra ausgewählt.

Bis Ende Mai 2006 wurden zu den ausgewählten Themen konkrete Entwürfe angefertigt, außerdem ein vierter Entwurf mit dem Abbild des achtzackigen Kreuzes von Malta. Im folgenden zweiten Auswahlverfahren ging das Malteserkreuz vor dem Wappen Maltas und der Tempelanlage Mnajdra (entworfen von Noel Galea Bason, der mit NGB signiert) als Sieger hervor. Die Taufe Christi kam auf den vierten Platz und ist daher nicht auf den maltesischen Euromünzen abgebildet.

Nach den heraldischen Regeln der Tingierung ist die – neben Weiß – im Wappen enthaltene Farbe Rot auf der 10-, 20- und 50-Cent-Münze durch Schraffur dargestellt. Die konzentrische Schraffur um die Sterne hat hingegen keine farbliche Bedeutung. Bei der 1- und 2-Euro-Münze ist der Münzkern vertikal schraffiert, mit Ausnahme des Malteserkreuzes, was dieses weiß auf rotem Grund darstellt.

Die maltesischen Euro-Münzen werden in der französischen Prägeanstalt Monnaie de Paris in Pessac geprägt, kenntlich am Buchstaben F im untersten Stern.

Abbildungen der maltesischen Euromünzen | Nationale Seite
0,01 € 0,02 € 0,05 €
1 Cent 2 Cent 5 Cent
Tempelanlage Mnajdra
0,10 € 0,20 € 0,50 €
10 Cent 20 Cent 50 Cent
Wappen Maltas
1,00 € 2,00 € Rand der 2-€-Münze
1 Euro 2 Euro Randschrift 2 Euro Malta.png
Malteserkreuz „2“ mit „Malteserkreuz 2 Euro.png Malteserkreuz 2 Euro.png“ (zwei Malteserkreuzen),
insgesamt sechsmal, abwechselnd
aufrecht und um 180° gedreht.

Währungsumstellung[Bearbeiten]

Die Bargeldeinführung umfasste 41,5 Millionen neu einzuführende Euro-Banknoten im Wert von 800 Millionen Euro sowie 140 Millionen maltesische Euromünzen im Wert von 40 Millionen Euro. Den Auftrag zur Prägung der maltesischen Euromünzen erhielt die Französische Münze zu Paris, dagegen wurden die Banknoten des Landes von der italienischen Zentralbank geliefert.[1]

2-Euro-Gedenkmünzen[Bearbeiten]

Hauptartikel: 2-Euro-Gedenkmünzen

Malta hat bis heute folgende 2-Euro-Gedenkmünzen ausgegeben, die bei der niederländischen Münze geprägt wurden:

  • 2009: 10 Jahre Europäische Wirtschafts- und Währungsunion 1999–2009
  • 2011: Erste gewählte Abgeordnete – 1849[2]
  • 2012: 10. Jahrestag der Einführung des Euro als Bargeld
  • 2012: Mehrheitswahlrecht – 1887[3]
  • 2013: Selbstverwaltung – 1921
  • 2014: Unabhängigkeit von Großbritannien – 1964
  • 2014: 200 Jahre maltesische Polizei


zukünftige Ausgaben[6]

  • 2015: Ausrufung der Republik Malta 1974

Sammlermünzen[Bearbeiten]

Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit 2013 nicht mehr aktuell zu sein: bereits erschienene Neuausgaben 2014 fehlen Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Übersicht[7]
Thema Ausgabedatum Nennwert Material Durchmesser Gewicht Auflage
Auberge de Castille 6. August 2008 10 Euro 92,5 % Ag, 7,5 % Cu 38,61 mm 28,28 g 18.000
50 Euro 91,6 % Au, 8,4 % Cu 21 mm 6,5 g 3.000
La Castellania 22. Juni 2009 10 Euro 92,5 % Ag, 7,5 % Cu 38,61 mm 28,28 g 15.000
50 Euro 91,6 % Au, 8,4 % Cu 21 mm 6,5 g 3.000
Auberge d’Italie 6. September 2010 10 Euro 92,5 % Ag, 7,5 % Cu 38,61 mm 28,28 g 12.500
50 Euro 91,6 % Au, 8,4 % Cu 21 mm 6,5 g 3.000
Die Phönizier in Malta 6. April 2011 10 Euro 92,5 % Ag, 7,5 % Cu 38,61 mm 28,28 g 10.000
50 Euro 91,6 % Au, 8,4 % Cu 21 mm 6,5 g 2.000
Antonio Sciortino – Maltesischer Künstler Mai 2012 10 Euro 92,5 % Ag, 7,5 % Cu 38,61 mm 28,28 g 10.000
50 Euro 91,6 % Au, 8,4 % Cu 21 mm 6,5 g 2.000
Dun Karm Psaila 2013 10 Euro 92,5 % Ag, 7,5 % Cu 38,61 mm 28,28 g 10.000
50 Euro 91,6 % Au, 8,4 % Cu 21 mm 6,5 g 2.000
Großmeister Emmanuel Pinto 2013 10 Euro 92,5 % Ag, 7,5 % Cu 38,61 mm 20 g 10.000

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Giacomo Fernando: Maltas Regierung kämpft gegen Teuro in: Wiener Zeitung vom 30. Dezember 2007 (abgerufen am 7. November 2013)
  2. Bank Ċentrali ta’ Malta: €2 Commemorative Coin 2011 (english) Abgerufen am 30. Juni 2013.
  3. Bank Ċentrali ta’ Malta: €2 Commemorative Coin 2012 (english) Abgerufen am 30. Juni 2013.
  4. Münzscan Malta 2014 Unabhängigkeit Abgerufen am 19. Dezember 2014
  5. Münzscan 2-Euro-Gedenkmünze 2014: Polizei Abgerufen am 24. Juli 2014
  6. Malta: fünf ursprüngliche Münzentwürfe zur Verfassungsgeschichte
  7. Bank Ċentrali ta’ Malta: Euro Collector Coins Issued since 2008 (english) Abgerufen am 19. März 2013.