Mama Risha

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Najmadin Shukr Rauf, genannt Mama Risha kurdisch: مامه‌ ڕیشه‌ Mama Rişa, übersetzt Bärtiger Onkel (* 1955 im Dorf Talaban, in der Nähe von Kirkuk; † 25. Januar 1985 südlich von Kirkuk) war ein bekannter kurdischer Offizier der Peschmerga im Nordirak.

Risha kämpfte 1970 zunächst in den Reihen der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Mitte der 1970er kehrte er in den Nordirak zurück und schloss sich den Peschmerga der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) an. Das Scheitern des kurdischen Autonomievertrages mit der irakischen Regierung und die Einleitung der Arabisierungspolitik durch die Baath-Partei in den kurdischen Regionen Kirkuk und Chanaqin führten 1975 schließlich zum Ausbruch des zweiten kurdisch-irakischen Krieg.[1]

Risha wurde im Krieg gegen die irakische Regierung durch seine Erfolge als Truppenführer und militärischen Fähigkeiten unter Kurden zum Symbol des unbeugsamen und legendären Kämpfers.[2] Einigen kurdischen Quellen zufolge beruht sein Spitzname „Mama Risha“ auf seinem Schwur, seinen Bart bis zur Befreiung Kurdistans von der Baath-Partei nicht zu rasieren. Risha wurde am 25. Januar 1985 in einem Hinterhalt der irakischen Truppen erschossen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Human Rights Wacht Bericht Website der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Abgerufen am 2. Februar 2013
  2. Mama Risha Website der Patriotischen Union Kurdistans (PUK). Abgerufen am 2. Februar 2013.