Man spricht deutsh

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Filmdaten
Originaltitel Man spricht deutsh
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch, Italienisch
Erscheinungsjahr 1988
Länge 89 Minuten
Altersfreigabe FSK ohne Altersbeschränkung
Stab
Regie Hanns Christian Müller
Drehbuch Hanns Christian Müller
Gerhard Polt
Produktion Hans Weth
Musik Hanns Christian Müller
Kamera James Jacobs
Schnitt Hannes Nikel
Besetzung

Man spricht deutsh ist ein satirischer Spielfilm aus dem Jahre 1988. Hauptdarsteller sind die Schauspieler und Kabarettisten Gerhard Polt und Gisela Schneeberger, Nebenrollen sind u.a. mit den bekannten Kabarettisten Dieter Hildebrandt und Werner Schneyder besetzt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Der Film handelt vom Urlaub der bayerischen Familie Löffler aus Ampermoching im Ferienort Terracina am Tyrrhenischen Meer. Sie möchte gerne ihren letzten Urlaubstag genießen, doch brütende Hitze, verschmutzte Strände und die Angst vor Autodieben macht ihr das Leben schwer.

Die biederen Eltern Irmgard und Erwin und ihr verwöhnter, dicklicher Sohn Heinz-Rüdiger karikieren das Klischee des deutschen Touristen im Ausland: Sie mäkeln an den Sitten des Gastlandes herum und sind im Großen und Ganzen der Meinung, dass Italien doch ein schönes Land wäre, wenn da nicht die Italiener wären. Auch die "Poseidon-Platte" schmeckt nicht - obwohl sich die Kellner im Ristorante doch so große Mühe geben, mit den Gästen "deutsch" zu sprechen und auch hauptsächlich deutsche Gerichte auf die Speisekarte zu nehmen. In dazwischengeschnittenen Tagträumen werden die kleinbürgerlichen Sehnsüchte und Ängste der Hauptfiguren aufs Korn genommen. Schließlich sind die Löfflers dann aber doch wieder so zufrieden und glücklich, dass sie festlegen, im nächsten Jahr wieder zu kommen.

[Bearbeiten] Kritiken

  • "Eine groteske Aneinanderreihung derb-komischer bis makabrer Szenen aus dem Leben deutscher Pauschaltouristen; in Einzelheiten durchaus treffsicher, verschenkt der Film durch seinen Mangel an Verdichtung und Dramatisierung eine erhellende Auseinandersetzung mit touristischen Lebens- und Denkweisen." - „Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997

[Bearbeiten] Trivia

Der Filmtitel findet sich (so wie der Titel selbst falsch geschrieben) auf einem Schild am Eingang eines Restaurants, welches die Hauptfiguren besuchen. In der ursprünglichen Fassung war der Text des Schilds in unregelmäßig vermischten Groß- und Kleinbuchstaben geschrieben, um auf einen entsprechenden Bildungsstand der "Lokalbevölkerung" hinzuweisen. Das sehr verbreitete deutsche Werbeplakat stellte dies als Blickfang heraus. Vermutlich führten Beschwerden hinsichtlich dieser überspannten Form des Humors dann zu einer Änderung. In dem Film werden sowohl falsche und überzogene Erwartungen der Touristen als auch zum Teil tatsächliche Unannehmlichkeiten wie verdrecktes Wasser am Badestrand durch eine nebenan befindliche Abwassereinleitung aufs Korn genommen. Zumeist stellen sich Angstphantasien der Protagonisten (etwa, ihr Auto könnte gestohlen werden, weshalb sie es sicherheitshalber in Sichtweite zum Strand abstellen und sich beim Baden abwechseln, damit immer jemand aufpassen kann) jedoch als überzogen oder unbegründet heraus.

Ein ähnliches Sujet, das Aufeinandertreffen von Touristen und Einheimischen sowie deren Erwartungen und gegenseitige Einschätzung, beleuchten auf ebenfalls karikierende bzw. satirische Weise die Fernsehserien "Alle Jahre wieder" sowie "Die Piefke-Saga"

Die Radiodurchsage mit Falschfahrerwarnung (00:10:42ff) wird von Günther Jauch gesprochen.

Der Film wurde in Terracina gedreht. Terracina liegt auf halben Wege zwischen Rom und Neapel an der Mittelmeerküste.[1] Die Strandszenen entstanden am Ende der Via Lido di Penelope.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

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