Manado

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Stadt Manado
Kota Manado
Manado
Manado (Indonesien)
Manado
Manado
Koordinaten 1° 30′ N, 124° 50′ O1.493056124.841111Koordinaten: 1° 30′ N, 124° 50′ O
Lage
Basisdaten
Staat Indonesien

Geographische Einheit

Sulawesi
Provinz Sulawesi Utara
Fläche 157,3 km²
Einwohner 405.715 (2005)
Dichte 2579,9 Ew./km²
Luftaufnahme von Manado
Luftaufnahme von Manado

Manado (auch Menado) ist die Hauptstadt der nordindonesischen Provinz Sulawesi Utara (Nordsulawesi) auf der Insel Sulawesi.

Geographie[Bearbeiten]

Manado liegt in der Bucht von Manado und ist von Bergland umgeben. Die Stadt hat eine Fläche von 157,26 km².

Verwaltung[Bearbeiten]

Die Stadt gehört zu keinem Regierungsbezirk, sondern direkt der Provinz untergeordnet. Manado wird in fünf Distrikte geteilt: Wenang, Sario, Malalayang, Molas und Mapanget.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Mehrheit der 600.000 Einwohner gehört der Volksgruppe der Minahasa an. Daneben gibt es eine traditionell starke chinesische Minderheit in der Stadt. Die Bevölkerungsmehrheit sind protestantische Christen, daneben gibt es viele Katholiken und Minderheiten von Muslimen und Hindus. In der Stadt und ihrer Umgebung wird Manado Malay, die Sprache der Minahasa, gesprochen. Bei den Einheimischen sind auch Gesichtszüge der Filipinos sichtbar.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde 1623 gegründet. Die Niederländische Ostindien-Kompanie errichtete 1658 in Manado eine Festung. Zwischen 1820 und 1860 erfolgte die äußerst erfolgreiche Missionierung der Minahasa, die in und um Manado leben, durch niederländische Missionare. 1830 wurde der javanesische Prinz Diponegoro von der niederländischen Regierung nach Manado ins Exil verbannt. 1844 ebnete ein Erdbeben die Stadt ein, so dass sie von den Niederländern von Grund auf neu errichtet werden musste. 14 Jahre später bezeichnete der Naturforscher Alfred Wallace bei einem Besuch die Stadt als eine der schönsten des Ostens. Die Niederländer übten auf die Region so großen wirtschaftlichen und kulturellen Einfluss aus, dass sie zeitweise als zwölfte Provinz der Niederlande bezeichnet wurde.

Von 1942 bis 1945 war Manado von den Japanern besetzt. 1945 wurde Manado von den Alliierten schwer bombardiert. Im indonesischen Unabhängigkeitskrieg war die Bevölkerung gespalten zwischen Nationalisten und denen, die eine niederländische Oberherrschaft favorisierten. 1958 wurde die Stadt von indonesischen Truppen bombardiert. Durch den Bau des Tiefseehafens Bitung und direkte Flugverbindungen nach Singapur nahmen Handel und Tourismus zu. Der Tourismus lebt vor allem von Manados Ruf als Taucherparadies wegen seiner Korallenriffe.

In Manado fand im Mai 2009 die erste Welt-Ozean-Konferenz statt.

Küche[Bearbeiten]

Ayam rica-rica

Die Küche der Minasa gilt als scharf gewürzt und gegessen wird von Schwein, Rind, Huhn bis Katze, Hund (bezeichnet als R.W. auf der Speisekarte), Ratte und Fledermaus fast alles. Bekannt ist rica-rica ein scharf gewürztes Pfannengericht oder tinutuan (ein Eintopf, auch als bubur manado bezeichnet).

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Am Piere Tendean Boulevard allein finden sich vier Einkaufszentren: Mega Mall, Manado Town Square, Boulevard Mall and IT Center.

13 km nordöstlich der Stadt befindet sich der Flughafen Sam Ratulangi Airport.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ban Hin Kiong, Chinesischer Tempel in Manado

Die Hauptattraktion sind die Tauchgebiete der vorgelagerten Insel Bunaken mit ihrem Unterwassernationalpark. Die Stadt selbst ist heute durch Einkaufsmalls geprägt und bietet ein gesichtsloses Erscheinungsbild. Sehenswert ist das Provinzmuseum Museum Negeri Propinsi Sulawesi Utara mit traditionellen Trachten und Haushaltsgegenständen.

Weiter erwähnenswert sind der chinesische Tempel Kienteng Ban Hian Kong aus dem 19. Jahrhundert und der älteste buddhistische Tempel in Ostindonesien. In Februar wird dort ein Festival veranstaltet. Im Hinterland bieten die Vulkane Gunung Lokon und Gunung Klabat und die Seen Danau Linow und Danau Tondano ein reizvolles Landschaftsbild. Kulturell interessant sind die Gebetsstätte für alle indonesischen Religionen Bukit Kasih bei Tomohon und die Hockgräber der Minahasa, sogenannte Warugas, in Airmadidi. Nahe Bitung befindet sich der Tangkoko Duasudara-Naturpark, in dem Makaken und auf Sulawesi endemisch lebende Koboldmakis in freier Wildbahn zu beobachten sind.

Zeitungen[Bearbeiten]

  • Manado Post
  • Koran Manado
  • Komentar
  • Posko
  • Tribun Sulut
  • Media Sulut

Klimatabelle[Bearbeiten]

Manado
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Manado
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 29,2 29,2 29,6 30,6 31,0 31,1 31,0 31,6 32,0 31,7 30,6 29,7 Ø 30,6
Min. Temperatur (°C) 21,8 21,7 21,9 21,9 22,1 21,3 21,2 21,2 21,0 21,3 21,7 21,8 Ø 21,6
Niederschlag (mm) 465 358 305 198 160 163 119 97 86 122 218 371 Σ 2.662
Sonnenstunden (h/d) 5,4 6,2 5,8 7,7 6,9 7,3 7,8 8,5 7,9 7,0 7,2 6,7 Ø 7
Regentage (d) 17 16 14 13 13 13 10 7 8 9 13 16 Σ 149
Wassertemperatur (°C) 28 28 27 27 28 28 28 28 28 29 28 28 Ø 27,9
Luftfeuchtigkeit (%) 86 86 85 85 83 82 78 74 76 80 84 86 Ø 82,1
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Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Manado – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien