Manado

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1.493056124.841111Koordinaten: 1° 30′ N, 124° 50′ O

Manado
Manado (Indonesien)
Manado
Manado
Basisdaten
Staat Indonesien
Geographische Einheit Sulawesi
Provinz Sulawesi Utara
Fläche 157,3 km²
Einwohner 405.715 (2005)
Dichte 2.579,9 Ew./km²
ISO 3166-2 ID-SA
Luftaufnahme von Manado
Luftaufnahme von Manado

Manado ist die Hauptstadt der nordindonesischen Provinz Sulawesi Utara auf der Insel Sulawesi. Sie liegt in der Bucht von Manado und ist von Bergland umgeben. Der 1623 gegründete Ort hat mit einer Fläche von 157,26 km² 600.000 Einwohner.

Manado
Klimadiagramm (Erklärung)
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Manado
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 30,1 30,1 30,0 31,3 31,3 31,3 31,5 33,4 32,2 31,5 31,9 30,1 Ø 31,2
Min. Temperatur (°C) 21,8 22,0 21,8 21,6 22,0 22,5 21,5 21,0 20,8 21,7 22,7 22,8 Ø 21,9
Niederschlag (mm) 426 382 327 283 253 236 131 134 174 198 277 364 Σ 3.185
Regentage (d) 26 22 23 18 22 19 10 11 19 15 20 23 Σ 228
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Quelle: WMO

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Niederländische Ostindien-Kompanie errichtete 1658 in Manado eine Festung. Zwischen 1820 und 1860 erfolgte die äußerst erfolgreiche Missionierung der Minahasa, die in und um Manado leben, durch niederländische Missionare. 1830 wurde der Javanesische Prinz Diponegoro von der niederländischen Regierung nach Manado ins Exil verbannt. 1844 ebnete ein Erdbeben die Stadt ein, so dass sie von den Holländern von Grund auf neu errichtet wurde. 14 Jahre später bezeichnete der Naturforscher Alfred Wallace bei einem Besuch die Stadt als eine der schönsten des Ostens. Die Holländer übten auf die Region so großen wirtschaftlichen und kulturellen Einfluss aus, dass sie zeitweise als 12. Provinz der Niederlande bezeichnet wurde. 1942 bis 1945 war Manado von den Japanern besetzt.

1945 wurde das japanisch besetzte Manado von den Alliierten schwer bombardiert. Im indonesischen Unabhängigkeitskrieg war die Bevölkerung gespalten zwischen Nationalisten und denen die eine holländische Oberherrschaft favorisierten. 1958 wurde die Stadt von indonesischen Truppen bombardiert. Durch den Bau des Tiefseehafens Bitung und direkte Flugverbindungen nach Singapur nahmen Handel und Tourismus weiter Aufschwung. Der Tourismus lebt vor allem von Manados Ruf als Taucherparadies wegen seiner Korallenriffe.

In Manado fand im Mai 2009 die erste Welt-Ozean-Konferenz statt.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der Volksgruppe der Minahasa an. Daneben gibt es eine traditionell starke chinesische Minderheit in der Stadt. Die Bevölkerungsmehrheit sind protestantische Christen, daneben gibt es viele Katholiken und Minderheiten von Moslems und Hindus. In der Stadt und ihrer Umgebung wird Manado Malay, die Sprache der Minahasa, gesprochen. Bei den Einheimischen sind auch Gesichtszüge der Filipinos sichtbar.

[Bearbeiten] Küche

Die Küche der Minasa gilt als scharf gewürzt und gegessen wird von Schwein, Rind, Huhn bis Katze, Hund (bezeichnet als R.W. auf der Speisekarte), Ratte und Fledermaus fast alles. Bekannt ist rica-rica ein scharf gewürztes Pfannengericht oder tinutuan (ein Eintopf, auch als bubur manado bezeichnet).

[Bearbeiten] Wirtschaft

Im Piere Tendean Boulevard allein finden sich vier Einkaufsmalls: Mega Mall, Manado Town Square, Boulevard Mall and IT Center.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die Hauptattraktion sind die Tauchreviere der vorgelagerten Insel Bunaken mit seinem Unterwassernationalpark. Die Stadt selbst ist heute durch Einkaufsmalls geprägt und bietet ein gesichtsloses Erscheinungsbild. Sehenswert ist das Provinzmuseum Museum Negeri Propinsi Sulawesi Utara mit traditionellen Trachten und Haushaltsgegenständen. Weiter der chinesische Tempel Kienteng Ban Hian Kong aus dem 19. Jahrhundert und der älteste buddhistische Tempel in Ostindonesien. In Februar wird dort ein Festival veranstaltet. Im Hinterland bieten die Vulkane Gunung Lokon und Gunung Klabat und die Seen Danau Linow und Danau Tondano ein reizvolles Landschaftsbild. Kulturell interessant ist die Gebetsstätte für alle indonesischen Religionen Bukit Kasih bei Tomohon und die Hockgräber der Minahasa, sogenannte Warugas, in Airmadidi. Nahe Bitung befindet sich der Tangkoko Duasudara-Naturpark, in dem Makaken und auf Sulawesi endemisch lebende Koboldmakis in freier Wildbahn zu beobachten sind.

Ban Hin Kiong, Chinesischer Tempel in Manado

[Bearbeiten] Verwaltung

Die Stadt wird in fünf Distrikte geteilt: Wenang, Sario, Malalayang, Molas und Mapanget. 13 km nordöstlich der Stadt befindet sich der Flughafen Sam Ratulangi Airport.

[Bearbeiten] Zeitungen

  • Manado Post
  • Koran Manado
  • Komentar
  • Posko
  • Tribun Sulut
  • Media Sulut

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Manado – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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