Manchmal kommen sie wieder

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Filmdaten
Deutscher Titel Manchmal kommen sie wieder
Originaltitel Sometimes They Come Back
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1991
Länge 94 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Tom McLoughlin
Drehbuch Lawrence Konner
Mark Rosenthal
Tom McLoughlin
Tom Cring
Produktion Michael S. Murphy
Musik Terry Plumeri
Kamera Bryan Englund
Schnitt Charles Bornstein
Besetzung

Manchmal kommen sie wieder lautet der Titel eines Horrorfilmes, welcher auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Stephen King aus der Sammlung Nachtschicht basiert. Eigentlich für das Fernsehen produziert, kam der Film 1991 in Deutschland in die Kinos und zog seitdem noch zwei Fortsetzungen nach sich.

Inhalt[Bearbeiten]

Nach 27 Jahren kehrt Jim Norman mit seiner Frau Sally und Sohn Scott in seine Heimatstadt zurück. Jim kann dort an der High-School eine Stelle als Lehrer antreten. Die Rückkehr ist für Jim mit unangenehmen Erinnerungen verbunden, musste er doch vor 27 Jahren als Kind mitansehen, wie sein älterer Bruder von vier gewalttätigen Jugendlichen ermordet wurde.

Rückblende: Auf dem Weg vom Elternhaus in die Stadt begehen die beiden Brüder eine Abkürzung durch einen Eisenbahntunnel. Dort werden sie von vier Jugendlichen, welche mit ihrem Auto in den Tunnel hineingefahren sind, aufgehalten. Die Brüder werden zu einer Geldzahlung genötigt. Als sich Wayne zur Wehr setzt, wird er von einem der Jugendlichen mit einem Messer niedergestochen. Gleichzeitig nähert sich ein Zug. Jim rennt, von seinem sterbenden Bruder dazu aufgefordert, zum Tunnelausgang, kann jedoch vorgängig noch den auf den Boden gefallenen Autoschlüssel fassen. Ohne den Autoschlüssel gelingt es den Jugendlichen nicht mehr, in ihrem Auto gefangen, rechtzeitig den Tunnel zu verlassen, drei von ihnen werden vom Zug erfasst und getötet, einzig Carl Mueller überlebt.

Die Ereignisse und Erinnerungen von damals setzen Jim psychisch stark zu, lassen ihn oft nicht mehr zwischen Alptraum und Realität unterscheiden (im Filmablauf werden die Szenen der Jugend von Jim in mehreren Sequenzen eingeblendet), dazu erhält er an der Schule alles andere als einen freundlichen Empfang seiner jugendlichen Schüler.

Auf mysteriöse Weise sterben kurz nacheinander drei Schüler der Klasse von Jim. In der Klasse werden die Plätze der drei verstorbenen jeweils bereits anderntags von Schülern eingenommen, welche alle aus „Milford“ kommen.

Bei den drei Todesfällen ist Jim jedes Mal als „Augenzeuge“ einbezogen:

  • Der Schüler Billy Sterns verliert seinen Geldbeutel, als er nach einem Gespräch mit Jim sich mit seinem Fahrrad aufmacht. Jim will mit seinem Kleinbus dem Schüler nachfahren. Er muss dabei mitansehen, wie Billy von einem Sportwagen verfolgt und von der Straße abgedrängt wird. Billy stürzt tödlich verletzt in einen Tobel. Für andere Zeugen war es jedoch ein Unfall, da für diese das Tatfahrzeug unsichtbar war.
  • Jim kann noch nicht einschlafen und begibt sich auf einen Spaziergang in die Stadt. Dort trifft er seine Schülerin Kate und spricht kurz mit ihr. Später sieht Jim in seinen Alpträumen, wie Kate in der Nähe einer Scheune verfolgt und ermordet wird.
  • Der Schüler Chip, bisher selber nicht freundlich gegenüber Jim aufgetreten, sucht Jim am Abend zu Hause auf, um ihn vor den beiden neuen Schülern zu warnen, welche gegenüber Chip ihre niederträchtige Einstellung zu Jim kundgetan haben. Als Chip wieder die Straße betritt, nähert sich das Fahrzeug mit den beiden Schülern aus „Milford“. Nach einer Irrfahrt, zuerst auf der Motorhaube sich festhaltend, später ins Auto gezerrt, wird Chip ermordet.

Für Jim ist es immer offensichtlicher, dass die neuen Schüler aus „Milford“, Richard Lawson, Vinnie Vinent und David North, die damaligen Mörder seines Bruders Wayne sind, welche nun als Zombie zurückgekehrt, Rache an ihm und seiner Familie nehmen wollen. Dies erst recht, nachdem Jim in Erfahrung bringen konnte, dass „Milford“ keine Schule, sondern ein Friedhof ist, und noch mehr, nachdem die jungen „untoten“ Männer gegenüber Jim direkt ihre Absichten kundtun.

Jims Ehefrau Sally kann seiner Theorie vorerst nichts abgewinnen, macht sich vielmehr große Sorgen um seinen Geisteszustand. Dies ändert sich erst, als auch sie und Sohn Scott von den drei jugendlichen Schlägern verfolgt und belästigt werden. So wird Scott auf dem Heimweg von der Schule von den Dreien in ihrem schwarzen Auto verfolgt, nur knapp kann er sich völlig verängstigt in Sicherheit bringen. Später wird die Familie in ihrem Haus von den drei „Untoten“ aufgesucht. Sally sieht mit eigenen Augen, dass die von Jim abgegebenen Schüsse an einem bereits Toten keine Wirkung zeigen.

Jim kommt zur Erkenntnis, dass ein „Weglaufen“ sinnlos ist und will der Aufforderung „der Mörder seines Bruders“ nachkommen, sich zur „Rache“ für ihren Tod einzufinden. Damit nach Sicht der drei „Untoten“ die Szenerie vollkommen ist, muss Jim vorgängig auch den damals vierten Mittäter, Carl Mueller, ausfindig machen. Vor dem entscheidenden Treffen bringt Jim seine Frau Sally und Sohn Scott in einer Kirche in Sicherheit. Tatsächlich ist es den „Untoten“, in deren unfreiwilligen Gesellschaft sich nun auch Mueller befindet, nicht möglich, die Kirche zu betreten. Scott und Sally werden jedoch mit einer List aus der Kirche gelockt und von den Jugendlichen in ihrem Fahrzeug als Gefangene mitgenommen.

Am Grabe seines Bruders betet Jim um Hilfe, bevor er sich zum ehemaligen Bahntunnel aufmacht. Dort spielt sich beinahe identisch die gleiche Szene ab, wie sie sich auf den Tag genau vor 27 Jahren ereignete. Die drei „Wiedergekehrten“ fahren mit ihrem Auto (in welchem sich auch Carl Mueller sowie Sally und Scott befinden) in den Tunnel, um Jim zu töten, werden jedoch von Mueller daran gehindert, in dessen Raufhandel Mueller von Lawson (sinnbildlich wie ehemals Jims Bruder) erstochen wird. Aus einem hellen weißen Lichtschweif entsteigt nun der immer noch 15 Jahre alte Wayne Normann (welcher sich während der 27 Jahre in einer Art „Schattenreich“ aufgehalten hatte). Mit Hilfe seines „toten“ Bruders kann sich Jim erfolgreich zur Wehr setzen, bis plötzlich durch das Pfeifen der Lokomotive ein „imaginärer“ Zug sich ankündigt. Wieder wollen die Mörder in Panik mit dem Auto aus dem Tunnel entfliehen, bleiben jedoch im Sand stecken. So werden die drei Mörder erneut, diesmal endgültig, vom Zug erfasst und zur Hölle geschickt.

Kritik[Bearbeiten]

„Horrorfilm nach einer Kurzgeschichte von Stephen King, der versucht, die Elemente des Genres mit denen des psychologischen Dramas zu verbinden. Dadurch wird ein Großteil der Spannung zugunsten von Kitsch und Gefühlsduselei verschenkt.“

Lexikon des internationalen Films

Details zum Film[Bearbeiten]

  • Der Film wurde ursprünglich nicht als Kinofilm, sondern fürs Fernsehen und zur Video-Veröffentlichung produziert. In den USA erfolgte die Fernseh-Erstausstrahlung am 7. Mai 1991. In Deutschland wurde der Film auch in den Kinos vorgeführt, erstmals am 22. August 1991. Die deutschsprachige Video-Version wurde am 27. Januar 1992 veröffentlicht. Die deutschsprachige Video-/DVD-Version bzw. Fernseh-Fassung (93:45 Minuten inkl. Abspann) ist gegenüber der Originalfassung (ca. 98 Minuten) um rund 4 Minuten gekürzt.[1][2]
  • Im Film lässt sich folgender Filmfehler erkennen: Während Billy Sterns von den Jugendlichen im Auto verfolgt wird, sieht man David North hinten im Auto sitzen (nach 24:00). Nach dem Mord sitzen hingegen nur noch Richard Lawson und Vinnie Vincent im Auto (nach 24:45).

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Die beiden Fortsetzungen wurden direkt für den Videomarkt inszeniert.

  • 1996: Manchmal kommen sie wieder II (Sometimes They Come Back... Again)
  • 1999: Manchmal kommen sie wieder 3 (Sometimes They Come Back... for More)

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Premieredaten in der Internet Movie Database
  2. Filmbeschreibung im Dirk Jasper FilmLexikon
  3. Sometimes They Come Back ... on UK DVD