Manfred Baldus

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Manfred Baldus (* 25. Mai 1963 in Marienhausen) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Neuere Rechtsgeschichte an der Universität Erfurt.

Leben[Bearbeiten]

Von 1983 bis 1988 studierte Baldus Rechtswissenschaft, Politologie und Philosophie an den Universitäten Trier, Bonn, Paris und an der FU Berlin. Nach seiner ersten juristischen Staatsprüfung 1988 leistete er 1990 Zivildienst am Universitätskrankenhaus Eppendorf in Hamburg. Von 1991 bis 1993 nahm er dann ein Promotionsstipendiat der Stiftung Volkswagenwerk am Graduiertenkolleg für Rechtsgeschichte der Universität Frankfurt wahr. 1993 bis 1995 leistete er seinen juristischen Vorbereitungsdienst. Noch während dieses Referendariats promovierte Baldus 1994 an der Universität Frankfurt zum Thema Die Einheit der Rechtsordnung - Bedeutungen einer juristischen Formel in Rechtstheorie, Zivil- und Staatsrechtswissenschaft des 19. und 20. Jahrhunderts. Von 1996 bis 1998 folgte ein Habilitationsstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft; seine zweite juristische Staatsprüfung hatte er 1995 abgelegt. 1998 habilitierte Baldus an der Universität Frankfurt mit dem Thema Transnationales Polizeirecht - Verfassungsrechtliche Grundlagen und einfach-gesetzliche Ausgestaltung polizeilicher Eingriffsbefugnisse in grenzüberschreitenden Sachverhalten für Öffentliches Recht einschließlich des Europarechts, Rechtstheorie und Neuere Rechtsgeschichte.

Es folgten von 1998 bis 1999 Tätigkeiten als Assistent an der Juristischen Fakultät der Universität Rostock, 2000 bis 2003 als Oberassistent an der Universität der Bundeswehr Hamburg und währenddessen Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Frankfurt und Kiel. Außerdem war er 1999 Gastprofessor in Paris. 2003 wurde Baldus zum Universitätsprofessor an der Universität Erfurt ernannt. Er hat dort den Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Neuere Rechtsgeschichte inne. 2008 lehnte Baldus einen Ruf an die Deutsche Hochschule der Polizei ab.

Seit 2008 ist er Mitglied des Thüringer Verfassungsgerichtshofs. Seine Amtszeit wurde 2012 um weitere fünf Jahre verlängert.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Baldus ist Mitglied in der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer und dem Arbeitskreis Innere Sicherheit.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2003 wurde er mit dem "Preis für Gute Lehre im Studium Fundamentale des Jahres 2003 der Universitätsgesellschaft Erfurt e.V. und des Studierendenrates der Universität Erfurt" ausgezeichnet. 2001 wurde er mit dem 1. Preis der Polizei-Führungsakademie 1999 für hervorragende Abhandlungen aus dem Bereich der Inneren Sicherheit für die Schrift "Transnationales Polizeirecht - Verfassungsrechtliche Grundlagen und einfach-gesetzliche Ausgestaltung polizeilicher Eingriffsnormen in grenzüberschreitenden Sachverhalten" ausgezeichnet.

Sportliche Karriere[Bearbeiten]

Vor seiner wissenschaftlichen Laufbahn war Baldus als Fußballer aktiv und absolvierte in der Saison 1983/84 der Verbandsliga Rheinland (damals vierthöchste Spielklasse im deutschen Fußball) insgesamt 21 Pflichtspiele für den VfB Wissen.[1] Laut eigenen Angaben spielte er auch mehrfach für die deutsche A-Jugend-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Spielerprofil beim VfB Wissen. Abgerufen am 24. Juni 2012.
  2. Lebenslauf. Abgerufen am 24. Juni 2012.