Manfred Cordes

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Manfred Cordes (* 1953) ist ein deutscher Musiker. Er ist Professor für Musiktheorie, Kontrapunkt, Ensemble und war Dekan und Rektor der Hochschule für Künste Bremen.

Cordes ist Spezialist für die Musik des 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Ausgebildet als Schul- und Kirchenmusiker, Sänger und Altphilologe, wurde er promoviert mit einer Arbeit über Die Tonarten- und Affektenlehre der Renaissance. Als Leiter des 1993 gegründeten Ensembles Weser-Renaissance Bremen entwarf und leitete er eine Vielzahl von Konzertprogrammen, die sowohl in Deutschlands wie auf internationalen Festivals große Beachtung fanden.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Manfred Cordes studierte Schul- und Kirchenmusik in Hannover und Berlin. Nach dem Studium der klassischen Philologie und Gesangspädagogik folgte eine Gastdozentur für Musiktheorie in Groningen. Seit 1983 in Bremen, übernahm Cordes das Vokalensemble des Forums Alte Musik Bremen und begann mit ihm eine umfangreiche Konzerttätigkeit. Durch weiter gehende Spezialisierung auf das Repertoire des 16. und 17. Jahrhunderts sowie durch das Hinzuziehen historischer Instrumente wurde das Ensemble Weser-Renaissance Bremen gebildet.

Als Dozent für Musiktheorie, Kontrapunkt und Ensemble war Manfred Cordes 1986 an der Gründung der Akademie für Alte Musik Bremen beteiligt. 1991 wurde er promoviert mit einer Arbeit über den Zusammenhang von Tonart und Affekt in der Musik der Renaissance.

1994 wurde Cordes als Professor an die Hochschule für Künste Bremen berufen. Dort leitete er bis 2005 als Dekan den Fachbereich Musik. Von 2007 bis 2012 war er Rektor der Hochschule.

Cordes ist Mitglied im Beirat der Internationalen Heinrich Schütz-Gesellschaft und war stellvertretender Vorsitzender der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen.

Projekte[Bearbeiten]

Seit einigen Jahren führt Cordes in Kooperation mit der Hochschule für Künste und dem Ensemble Weser-Renaissance eine eigene Konzertreihe in Bremen durch.

Darüber hinaus verfolgt er eine internationale Konzerttätigkeit in den letzten Jahren u. a. auf Festivals in Utrecht (Hollandfestival), Herne (Tage Alter Musik / WDR), Halle (Händelfestspiele), Göteborg, Helsinki (Barockwoche), Innsbruck, Brüssel, Antwerpen, Brügge, Gent (Festival van Vlaanderen), Dresden, München, Regensburg (Tage Alter Musik) oder Hamburg (Das Alte Werk / NDR).

Werke[Bearbeiten]

  • Die lateinischen Motetten des Iacobus Regnart im Spiegel der Tonarten- und Affektenlehre des 16. Jahrhunderts. Universität, Bremen 1991. (Dissertation)
  • Pian e forte. Hauschild, Bremen 1998, ISBN 3-931785-78-5 .
  • Nicola Vicentinos Enharmonik. (Buch und CD), Akademische Druck- und Verlags-Anstalt, Graz, ISBN 978-3-201-01884-5.

Weblinks[Bearbeiten]