Manfred Honeck

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Manfred Honeck

Manfred Honeck (* 17. September 1958 in Nenzing) ist ein österreichischer Dirigent und Bratschist.

Ausbildung und Berufsbeginn[Bearbeiten]

Manfred Honeck studierte Violine und Viola an der Musikhochschule Wien und war vor Beginn seiner Laufbahn als Dirigent Bratschist bei den Wiener Philharmonikern und an der Wiener Staatsoper. Nach seinem Ausscheiden als Bratschist spielte er noch als Substitut in der Violingruppe der Wiener Philharmoniker.

Seine ersten Erfahrungen als Dirigent sammelte er bei dem Jeunesse Musicales Orchestra in Wien sowie als Assistent von Claudio Abbado beim Gustav Mahler Jugendorchester.

Berufliche Stationen[Bearbeiten]

Von 1991 bis 1996 war Manfred Honeck 1. Kapellmeister am Opernhaus Zürich. In den Jahren 1997 und 1998 war er Musikdirektor an der Norwegischen National Oper in Oslo. Im Jahre 1998 wurde er zum Principal Guest Conductor der Osloer Philharmoniker ernannt. Von 1996 bis 1999 gehörte Manfred Honeck zu den drei „Hauptdirigenten“ des MDR Sinfonieorchesters in Leipzig. Anschließend war er von 2000 bis 2006 Chefdirigent des Schwedischen Radio Symphonie Orchesters in Stockholm.

Von 2007 bis 2011 war Honeck Generalmusikdirektor an der Staatsoper Stuttgart. Sein Nachfolger wurde der Franzose Sylvain Cambreling. Manfred Honeck ist seit 2008 Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra (PSO). 2009 wurde diese Bindung bis 2016 verlängert,[1] 2012 erfolgte die Weiterverpflichtung bis 2019/20.[2] Von 2008 bis 2011 war er darüber hinaus Erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie, eine Position, die er 2013 bis 2015 erneut innehat.[3] Manfred Honeck ist auch Leiter der Internationalen Wolfegger Konzerte, die jedes Jahr Ende Juni in Wolfegg bei Ravensburg stattfinden.

Manfred Honeck ist Gastdirigent bei namhaften Orchestern, darunter: Sächsische Staatskapelle Dresden, Bamberger Symphoniker, Orchestre de Paris, Israel Philharmonic Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Wiener Philharmoniker, Berliner Philharmoniker[4].[3]

Familie[Bearbeiten]

Manfred Honeck lebt in Österreich in der Gemeinde Altach, Vorarlberg, mit seiner Frau Christiane und ihren sechs Kindern. Einer seiner Söhne ist der Profifußballspieler Manuel Honeck, ein weiterer ist der Amateurkicker und Musiker Simeon Honeck. Sein Sohn Matthias Honeck ist Geiger im Orchester der Wiener Symphoniker. Sein Bruder Rainer Honeck ist Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. Die Eltern Otto und Frieda Honeck haben insgesamt neun Kinder.[5]

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Manfred Honeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andrew Druckenbrod: Honeck to remain Pittsburgh Symphony Orchestra conductor until 2015. In: Pittsburgh Post-Gazette, 10. September 2009. Abgerufen am 12. September 2009. 
  2. Andrew Druckenbrod: Honeck and PSO: wedded till 2020. In: blogs.post-gazette.com, 13. Februar 2012, abgerufen am 18. September 2013.
  3. a b Manfred Honeck. In: ks-gasteig.de, August 2013, abgerufen am 19. September 2013.
  4. Matthias Nöther: Alles aus einer Kralle. In: noethers-kritiken.de, 8. Februar 2013, abgerufen am 18. September 2013.
  5. Jürgen Schenkenbach: Höhenflug im Mozartjahr (German) (.PDF). In: Vorarlberg Week, 13. Januar 2006. Abgerufen am 7. August 2007.