Manfred Kolbe

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Dieser Artikel befasst sich mit dem sächsischen Politiker Manfred Kolbe. Zum Wolfsburger Kommunalpolitiker siehe Manfred Kolbe (Bürgermeister)
Manfred Kolbe

Manfred Lothar Kolbe (* 17. August 1953 in Naunhof/Kreis Grimma) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 2000 bis 2002 Sächsischer Staatsminister der Justiz und gehört seitdem dem Bundestag an.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1973 an einem Gymnasium in Rom absolvierte Kolbe ein Studium der Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Ludwig-Maximilians-Universität München, welches er 1979 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Nach dem Referendariat legte er 1982 auch das zweite Staatsexamen ab und trat 1983 als Staatsanwalt in München in den Dienst des Freistaates Bayern ein. Im selben Jahr wechselte er als Oberregierungsrat in das Bayerische Staatsministerium der Finanzen. Von 1989 bis 1990 war Kolbe Richter am Finanzgericht München und übernahm 1990 die Leitung des Informationsbüros des Freistaates Bayern in Dresden. Er war außerdem Landesstrukturbeauftragter Finanzen im Koordinierungsausschuss für die Bildung des Landes Sachsen. 1990 wurde Kolbe auch zum Notar in Grimma bestellt; später ließ er sich in Naunhof nieder.

Manfred Kolbe ist evangelisch und hat drei Kinder.[1]

Partei[Bearbeiten]

Kolbe trat 1978 in die CSU ein und wechselte 1990 in die CDU. Er war von 1991 bis 1993 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Grimma und gehört seit 1993 dem CDU-Landesvorstand in Sachsen an. Seit 2000 ist er außerdem Vorsitzender des Landesarbeitskreises Christlich-Demokratischer Juristen (LACDJ).

Abgeordneter[Bearbeiten]

Kolbe gehörte von 1990 bis zur Niederlegung seines Mandates am 2. Oktober 2000 erstmals dem Bundestag an. Hier war er von 1999 bis 2000 Vorsitzender der Landesgruppe Sachsen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Von 2002 bis 2013 war er erneut Mitglied des Deutschen Bundestages. Zur Bundestagswahl 2013 kandidierte er nicht wieder.[2] Manfred Kolbe ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Döbeln – Grimma – Oschatz bzw. seit 2002 des Wahlkreises Delitzsch – Torgau-Oschatz – Riesa in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 36,5 % der Erststimmen.

2011 wurde die Immunität zur Durchführung eines Strafverfahrens gegen Kolbe wegen vorgeworfenen Tankbetrugs durch den Deutschen Bundestag aufgehoben.[3] Der Prozess am Amtsgericht Borna wurde im November 2011 gegen Zahlung einer Geldstrafe von 1000 € eingestellt.[4] Bereits 2002 und 2008 hatte Kolbe an Tankstellen vergessen zu bezahlen.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Kolbe wurde am 15. September 2000 als Staatsminister der Justiz in die von Ministerpräsident Kurt Biedenkopf geführte Landesregierung des Freistaates Sachsen berufen. Nach dem Rücktritt von Biedenkopf schied auch Kolbe am 2. Mai 2002 aus der Regierung aus.

Kabinett[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Manfred Kolbe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.manfred-kolbe.de/2_24_Person_Lebenslauf.html
  2. Sächsische Zeitung: Ex-Justizminister kauft sich frei.
  3. BT-Drs.17/6384 (PDF; 44 kB)
  4. Freie Presse Online vom 4. November 2011: CDU-Bundestagsabgeordneter entgeht Prozess wegen Tankbetrugs: Manfred Kolbe zahlt stattdessen 1.000 Euro an Leipziger Jugendhaus. Abgerufen am 4. November 2011