Manfred Lütz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Manfred Lütz (2009)

Manfred Lütz (* 18. März 1954 in Bonn) ist ein deutscher Arzt, katholischer Theologe und Schriftsteller. Er leitet seit 1997 das Alexianer-Krankenhaus für psychisch Kranke in Köln.

Familie[Bearbeiten]

Manfred Lütz ist der Sohn aus der Ehe von Manfred Lütz und Mechthildis Freiin von Quernheim. Sein Großonkel war Mitglied im Kreisauer Kreis.[1] Lütz ist seit 1995 mit Isabella Prinzessin zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter und lebt in Bornheim bei Bonn.

Leben[Bearbeiten]

Lütz studierte Medizin (Dr. med.), Philosophie und katholische Theologie (Dipl.-theol.) in Bonn und Rom. Während seines Studiums wurde er Mitglied der K.D.St.V. Bavaria Bonn im CV. Er erlangte 1979 seine Approbation als Arzt und 1982 sein Diplom in katholischer Theologie. Lütz wurde zunächst Facharzt für Nervenheilkunde, später auch für Psychiatrie und Psychotherapie.

Seit 1997 ist er Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln-Porz. Lütz ist Vertreter eines lösungsorientierten Therapieansatzes.

Wirken[Bearbeiten]

Besondere Bedeutung erlangte Manfred Lütz als Autor mehrerer Bestseller. In seinen Büchern befasst er sich, mitunter satirisch und humorvoll, von der Warte des Psychotherapeuten z. B. mit Lebenslust: wider die Diät-Sadisten, den Gesundheitswahn und den Fitness-Kult, aber auch mit der katholischen Kirche. Darüber hinaus setzte er sich mit dem Kirchenkritiker und Psychotherapeuten Eugen Drewermann auseinander, dem er wissenschaftlichen Dilettantismus vorwirft. Auch als Dozent, Vortragsredner und Interviewpartner ist Manfred Lütz gefragt.

Manfred Lütz gründete 1981 in Bonn die integrative Behindertengruppe (ohne professionelle Betreuung) Brücke-Krücke. Er bereitet ihre Jahresfahrten vor und nimmt rege an den Veranstaltungen teil. Die Gruppe umfasst derzeit ca. 200 Behinderte und Nichtbehinderte und unterhält zudem eine integrative Wohngemeinschaft.

Er ist Mitglied des Päpstlichen Rates für die Laien, Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben und Berater der Vatikanischen Kleruskongregation.

Ehrungen[Bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2148378/Manfred-L%FCtz-bei-Volle-Kanne%22?flash=off
  2. Manfred Lütz erhält den Bröckemännche-Preis 2011. In: „Generalanzeiger online“. 30. September 2010, abgerufen am 22. Januar 2011: „[...]Manfred Lütz erhält den Bröckemännche-Preis 2011 [...]. Mit dem Bröckemännche-Preis würdigt der Bonner Medienclub Menschen, die ‚wider den Stachel gelöckt‘ haben, also gegen den Strom geschwommen sind und sich unbequem gemacht haben. Die Verleihung [...] findet im Rahmen des Neujahrsempfangs des Bonner Medien-Clubs am [...] 17. Januar 2011, im Funkhaus der Deutschen Welle in Bonn statt.“
  3. Hoffnungsträgerpreis 2012 für Dr. Manfred Lütz, Rems-Zeitung, 13. Januar 2013