Manfred Müller (Fußballspieler, 1947)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche



Manfred Müller
Spielerinformationen
Geburtstag 28. Juli 1947
Geburtsort EssenDeutschland
Größe 185 cm
Position Tor
Vereine in der Jugend
SV Teutonia Überruhr
Schwarz-Weiß Essen
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1966–1971
1971–1976
1976–1979
1979
1979–1984
1986–1987
Schwarz-Weiß Essen
Wuppertaler SV
1. FC Nürnberg
ESV Ingolstadt-Ringsee
FC Bayern München
1. FC Nürnberg
112 (0)
140 (0)
86 (0)
1 (0)
48 (0)
1 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Manfred Müller (* 28. Juli 1947 in Essen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und Fernsehproduzent

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Torhüter Manfred Müller begann seine Karriere bei Schwarz-Weiß Essen, für die er bis 1971 spielte. Dann erfolgte der Wechsel zum Wuppertaler SV, einem Mitstreiter in der Regionalliga West. Mit Wuppertal stieg er 1972 in die Fußball-Bundesliga auf. Der Neuling erreichte einen vielbeachteten vierten Tabellenplatz am Ende der Saison 1972/73. Die Mannschaft stieg 1975 allerdings wieder ab, mit Müller als Stammtorwart. 1976 unterschrieb er dann beim 1. FC Nürnberg, mit dem der Aufstieg 1978 gelang. Im Mai 1978 überlebte Müller einen schweren Verkehrsunfall unverletzt. Er hatte sich mit seinem Wagen auf regennasser Straße dreimal überschlagen und war schließlich wieder auf allen vier Rädern an der Leitplanke zum Stehen gekommen.

Nur einen Monat später wurde er für den Club zum Helden, als er am 9. Juni 1978 im Essener Georg-Melches-Stadion in der Endphase des entscheidenden Relegationsspiels um den Bundesligaaufstieg einen Elfmeter von Horst Hrubesch parierte und somit den Aufstieg in die Bundesliga sicherte.

Nach dem direkten Nürnberger Wiederabstieg veränderte Müller sich zunächst zum ESV Ingolstadt-Ringsee in die 2. Bundesliga Süd, wechselte jedoch schon nach einem Monat und einem Einsatz als Ersatztorhüter für den jungen Walter Junghans zum FC Bayern München. Im ständigen Wechsel (bis 1982) mit Junghans, musste Müller – aufgrund der Verpflichtung des belgischen Weltklassetorhüter Jean-Marie Pfaff – zurückstehen; er kam jetzt nur sporadisch zum Einsatz – insgesamt stand er 48-mal im Tor der Bayern.

Da stand er auch im legendären bayrisch-fränkischen Finale gegen den 1. FC Nürnberg um den DFB-Pokal 1982: Nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand gewann er mit der Mannschaft am Ende mit 4:2 - und damit auch den Pokal. Im internationalen Endspiel des Europapokals der Landesmeister 1982 (0:1 gegen Aston Villa) musste er eine Niederlage hinnehmen. Mit dem FC Bayern München wurde er 1980 und 1981 Deutscher Fußballmeister und als Ersatztorhüter 1984 Deutscher Pokalsieger.

Karriere als Sportmanager[Bearbeiten]

1984 beendete er seine Laufbahn und arbeitete fortan im Management des 1. FC Nürnberg. Er kehrte noch einmal für ein Spiel als Ersatz für den nach einer Notbremse rotgesperrten Andreas Köpke am 1. November 1986 ins Tor des 1. FC Nürnberg zurück. Gegen Fortuna Düsseldorf gewann seine Mannschaft mit 4:3. Das Spiel fand besondere Aufmerksamkeit, weil nicht nur Manfred Müller ein überraschendes Comeback gab, sondern auch auf Seiten der Düsseldorfer Rudi Kargus nach langer Pause erstmals wieder ein Bundesligaspiel bestritt.

Fernsehproduzent[Bearbeiten]

Manfred Müller betreibt heute in Nürnberg und Köln die Fernsehproduktionsfirma MM FILM & VIDEO Manfred Müller GmbH.[1] Mit dieser Firma war er von 1992 bis 2006 verantwortlicher Produzent bei TV-Übertragungen der Deutschen Bundesliga.

Von April 2004 bis Mai 2006 leitete er zudem die Firma FairPlay Productions. Diese produzierte im Auftrag der Deutschen Fußball Liga das Basissignal für alle Spiele der 1. und der 2. Bundesliga.

Weblink[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. MM FILM & VIDEO Manfred Müller GmbH