Manfred Max-Neef

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Manfred Max-Neef

Manfred A. Max-Neef (* 16. Oktober 1932 in Valparaíso) ist ein chilenischer Ökonom deutscher Herkunft.

Max-Neef studierte an der Universidad de Chile (Santiago de Chile); er erwarb Abschlüsse als Wirtschaftsingenieur, einen Magister in Entwicklungsökonomie und absolvierte das Staatsexamen in Wirtschaftswissenschaften.

Anschließend arbeitete er für den Ölkonzern Shell. 1957 wandte er sich von der Industrie ab und den Problemen der Armen in der Dritten Welt zu. Er arbeitete für UN-Organisationen und lehrte an verschiedenen Universitäten in den USA (u.a. University of California, Berkeley) und Lateinamerika. 1981 gründete er die Organisation CEPAUR (Centro de Estudio y Promoción de Asuntos Urbanos). 1993 kandidierte er als Präsident von Chile und erreichte mit 5,55 % den vierten Platz. Heute ist er Professor an der Universidad Austral de Chile in Valdivia (Chile), deren Rektor er 1993 bis 2001 war.

Angeregt durch Ernst Friedrich Schumachers Small is Beautiful entwickelte er Thesen zu einer Barfuß-Ökonomie.

Über Entwicklung[Bearbeiten]

Max-Neef sieht die fundamentalen menschlichen Bedürfnisse als zentral an für eine Entwicklung nach menschlichem Maß (1986/1990): Er postuliert, dass Entwicklung sich auf Personen bezieht (und nicht auf Dinge), dass ein Indikator für das qualitative Wachstum der Personen deren Lebensqualität sei, die von den Möglichkeiten abhänge, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen.

In den 1990er-Jahren formulierte Max-Neef mit seiner Hypothese vom Kipp-Punkt die Einsicht, dass von einem bestimmten Punkt wirtschaftlicher Entwicklung an die Lebensqualität der Menschen abnehme.

Seit dem Mai 2007 ist er außerdem offizielles Ratsmitglied im World Future Council und setzt sich für die Rechte zukünftiger Generationen ein.

Ehrungen[Bearbeiten]

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • En torno a una sociología del desarrollo. Univ. Nacional Mayor de San Marcos, Lima 1965
  • Desarrollo a escala humana. Una opción para el futuro. CEPAUR, Santiago de Chile; Dag Hammarskjöldstiftelsen, Uppsala 1986
  • zusammen mit Antonio Elizalde und Martín Hopenhayn: Entwicklung nach menschlichem Maß. Eine Option für die Zukunft. Aus dem Spanischen von Norbert Rehrmann und Horst Steigler. CEPAUR, Santiago de Chile; Gesamthochschulbibl., Kassel 1990 (Entwicklungsperspektiven, 39)
  • From the outside looking in. Experiences in “barefoot economics”. Zed Books, London und New Jersey 1992 (pdf)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]