Mangan(II)-bromid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Mangan(II)-bromid
__ Mn2+     __ Br
Allgemeines
Name Mangan(II)-bromid
Andere Namen

Mangandibromid

Verhältnisformel MnBr2
CAS-Nummer
  • 13446-03-2
  • 10031-20-6 (Tetrahydrat)
PubChem 83471
Kurzbeschreibung

violettes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 214,75 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

4,385 g·cm−3 (25 °C)[1]

Schmelzpunkt

698 °C[2]

Siedepunkt

1027 °C[2]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​312​‐​332
P: 280 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 20/21/22
S: 36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Mangan(II)-bromid ist eine chemische Verbindung des Mangans aus der Gruppe der Bromide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Mangan(II)-bromid kann durch Reaktion von Mangan mit Brom gewonnen werden.[4]

\mathrm{Mn + Br_2 \longrightarrow MnBr_2}

Ebenfalls möglich ist die Gewinnung durch Reaktion Mangan(II)-carbonat mit Bromwasserstoff oder durch Dehydratation des Tetrahydrats bei Temperaturen oberhalb von 190 °C.[5]

Es entsteht auch bei der Herstellung von Brom durch Reaktion von Mangan(IV)-oxid mit Bromwasserstoffsäure. [6]

\mathrm{4 \ HBr + MnO_2 \longrightarrow MnBr_2 + Br_2 + 2 \ H_2O}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Mangan(II)-bromid

Mangan(II)-bromid ist ein violettes Pulver.[1] Es besitzt eine hexagonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe P3m1.[7]

Verwendung[Bearbeiten]

Mangan(II)-bromid kann anstelle von Palladium bei der Stille-Kupplung verwendet werden.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Datenblatt Manganese(II) bromide, 98% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 8. Juli 2012 (PDF).
  2. a b webelements: WebElements Periodic Table of the Elements | Manganese | manganese dibromide
  3. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. webelements: WebElements Periodic Table of the Elements | Manganese | chemical reaction data
  5.  R. M. A. Lieth: Préparation and Crystal Growth of Materials with Layered Structures. Springer, 1977, ISBN 9027706387, S. 59 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6.  Karl-Heinz Lautenschläger, Werner Schröter, Andrea Wanninger: Taschenbuch der Chemie. Harri Deutsch Verlag, 2005, ISBN 9783817117604, S. 221 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7.  Jean D'Ans,Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker, Band 3. Springer, 1997, ISBN 3540600353, S. 562 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8.  Ivica Cepanec: Synthesis Of Biaryls. Elsevier, 2004, ISBN 0080444121, S. 104 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).