Mangan(II)-sulfat

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Strukturformel
Manganion Sulfation
Allgemeines
Name Mangan(II)-sulfat
Andere Namen

Schwefelsaures Mangan

Summenformel MnSO4
CAS-Nummer 7785-87-7 (wasserfrei)
10034-96-5 (Monohydrat)
10101-68-5 (Tetrahydrat)
Kurzbeschreibung

weißer, kristalliner Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 151,00 g·mol−1 (wasserfrei)
169,02 g·mol−1 (Monohydrat)
223,06 g·mol−1 (Tetrahydrat)
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,25 g·cm−3 (wasserfrei)[1]
2,95 g·cm−3 (Monohydrat)[1]
2,11 g·cm−3 (Tetrahydrat)[1]

Schmelzpunkt

700 °C (wasserfrei)[1]
27 °C (Tetrahydrat)[1]

Löslichkeit

gut in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [2]
08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 373​‐​411
P: 273​‐​314 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [2]
Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich
Gesundheits-
schädlich
Umwelt-
gefährlich
(Xn) (N)
R- und S-Sätze R: 48/20/22​‐​51/53
S: (2)​‐​22​‐​61
MAK

0,5 mg·m−3[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Mangan(II)-sulfat ist das zweiwertige Mangansalz der Schwefelsäure mit der Summenformel MnSO4. Mangan(II)-sulfat bildet im kristallwasserhaltigen Zustand blassrosa monokline, im wasserfreien Zustand weiße Kristalle.

Vorkommen[Bearbeiten]

In der Natur kommt Mangan(II)-sulfat als das Mineral Mallardit vor (MnSO4 · 7 H2O).

Mangan(II)-sulfat-Tetrahydrat

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Mangan(II)-sulfat kann durch Auflösen von Mangan(II)-carbonat in Schwefelsäure dargestellt werden.

\mathrm{MnCO_3 + H_2SO_4 \rightarrow MnSO_4 + CO_2\uparrow + H_2O}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Mangan(II)-sulfat ist gut löslich in Wasser, aber unlöslich in Alkoholen. Es bildet mehrere Hydrate (Monohydrat, Tetrahydrat, Heptahydrat). Die wasserfreie Substanz erhält man durch Abrauchen der meisten Manganverbindungen mit Schwefelsäure.

Verwendung[Bearbeiten]

Mangan(II)-sulfat findet Verwendung in der Landwirtschaft, der Zeugdruckerei, Porzellanfabrikation, zur Desinfektion, in der Färberei und in der Holzbeize.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Eintrag zu CAS-Nr. 7785-87-7 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 09.01.2008 (JavaScript erforderlich)
  2. a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 7785-87-7 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich).
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.

Weblinks[Bearbeiten]