Mangan(III)-acetat

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Strukturformel
Wasserfreies Mangan(III)-acetat
Allgemeines
Name Mangan(III)-acetat
Andere Namen
  • Manganacetat
  • Mangantriacetat
Summenformel C6H9MnO6
CAS-Nummer
  • 26935-72-8
  • 19513-05-4 (Dihydrat)
Kurzbeschreibung

rotbrauner Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 268,13 g·mol−1 (Dihydrat)
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]

Dihydrat

07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Mangan(III)-acetat ist ein Salz des dreiwertigen Mangans, das als mildes und selektives Oxidationsmittel eingesetzt wird. Es zählt zur Stoffgruppe der Acetate.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Mangan(III)-acetat-Dihydrat lässt sich durch Oxidation von Mangan(II)-acetat, das in Eisessig gelöst und erhitzt wird, gewinnen. Als Oxidationsmittel dient dabei Kaliumpermanganat. Wasserfreies Mangan(III)-acetat kann dagegen durch Reaktion von Mangan(II)-nitrat mit Acetanhydrid erhalten werden.[3]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Die wasserfreie Form ist, wie analoge Acetate des Eisens und des Chroms, ein über drei Acetatpaare verbrückter, dreikerniger Komplex mit einem zentralen Sauerstoffatom.[4] Sie kristallisiert als lineares Koordinationspolymer, bei dem ein zusätzliches Acetation als Brücke dient. Die freie Koordinationsstelle am dritten Manganatom wird durch ein Essigsäuremolekül abgesättigt. Die Chemikalie ist daher kein einfaches Triacetat und wird durch die oft verwendete einfache Formel "Mn(OAc)3" nicht richtig wiedergegeben. Die Kristallstruktur der wasserhaltigen Form wurde noch nicht aufgeklärt.

Verwendung[Bearbeiten]

Mangan(III)-acetat wird verwendet als:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Datenblatt Manganese(III) acetate dihydrate, 97 % bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 4. Oktober 2011 (PDF).
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. El-Ahmadi I. Heiba, Ralph M. Dessau, William J. Koehl Jr.: Oxidation by metal salts. III. Reaction of manganic acetate with aromatic hydrocarbons and the reactivity of the carboxymethyl radical. In: J. Am. Chem. Soc. 1969, 91, 1, S. 138–145, doi:10.1021/ja01029a028.
  4. : The crystal structure of "anhydrous manganic acetate". In: Recl. Trav. Chim. Pays-Bas. 88, 1969, S. 545–552. doi:10.1002/recl.19690880505.
  5. Nam Ho Lee, Jong Seok Baik, Sung-bin Han: Development of Manganese(III) Acetate along with Schiff-Base Ligands as the Catalyst for the Oxygenation of Olefins in the O2/NaBH4 System. In: Bulletin of the Korean Chemical Society. Band 25, 2004 (online)