Manierismen

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Manierismen sind psychopathologische Symptome, die vor allem bei schizophrenen Störungen vorkommen. Es handelt sich oft um bizarr aussehende, verzerrte, verschnörkelte Bewegungsabläufe, die an dieser Stelle unsinnig erscheinen. Eine Stereotypie, d. h. eine Bewegungswiederholung kommt dabei häufig vor. Manierismen kommen besonders bei der katatonen Schizophrenie vor, hier insbesondere bei der Unterform „manierierte Katatonie“ nach Karl Leonhard.

„Unter Manierismus versteht man eine Ausdrucksform, die sich sprachlich in einer unnatürlichen Sprachtechnik mit übertriebener, gezielter Artikulation, verschrobener Wortwahl und gespreizter Ausdrucksweise zeigt (auch „Stelzensprache“ genannt), im Verhalten als Attitüden und bizarr-abstruse Haltungen oder Bewegungsabläufe. Wenn die Mimik betroffen ist, spricht man auch von Grimassieren.“[1]

Manierismen sind u. a. ein Diagnosekriterium bei Autismus (siehe hier).

Belege[Bearbeiten]

  1. Lieb et al.: Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie.
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