Manifestation

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Als Manifestation (von lat. manifestare; zu dt. „handgreiflich machen“) wird das Sichtbarwerden oder Sich-offenbaren von Dingen aller Art bezeichnet, die vorher unsichtbar bzw. gestaltlos oder gar nicht-existent waren.

Bedeutung[Bearbeiten]

In verschiedenen Religionen, wie dem Hinduismus und dem Buddhismus, werden Wesen, die von diversen Gottheiten aus dem Nichts geschaffen wurden und nun sichtbar sind (sich also manifestiert haben), als Avatar bezeichnet. Im Christentum wird das Wort „Manifestation“ für Wundererscheinungen gebraucht, die Gott zugesprochen werden. In der Medizin steht der Begriff überwiegend für das Sichtbarwerden bestimmter Krankheitssymptome (z.B. Quaddeln bei Nesselsucht). In der Dialektik steht „Manifestation“ für das Offenbarwerden von kommunikativen wie sprachlichen Zusammenhängen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Larisa Schippel: Translationskultur: Ein innovatives und produktives Konzept. Frank & Timme GmbH, Berlin 2008, ISBN 3865961584, S. 75.
  • Thomas Collmer: Hegels Dialektik der Negativität. Focus, Gießen 2002, ISBN 3883495018, S. 277.
  • Jörg Eberspächer, Wolf von Reden: Umhegt oder abhängig?: Der Mensch in einer digitalen Umgebung. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 2005, ISBN 3540281436, S. 206.
  • Johanna Klatt, Robert Lorenz: Manifeste: Geschichte und Gegenwart des politischen Appells (= Studien des Göttinger Instituts für Demokratieforschung, Bd. 1). transcript, Bielefeld 2011, ISBN 3837616797.