Manni von Bohr

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Manfred „Manni“ von Bohr (* 5. November 1950) ist ein deutscher Musiker und machte sich als Schlagzeuger der deutschen Bands Message (ab 1974), Birthcontrol (ab 1977), bei Lenny Mac Dowell und Alex Oriental Experience mit Alex Wiska im Gespann mit dem Bassisten Horst Stachelhaus in den letzten 3 Jahrzehnten einen Namen.

Manfred von Bohr (2006)

Aktuell spielt und tourt er mit der Randy-Hansen-Band mit dem Gitarristen Randy Hansen und dem Bassisten Ufo Walter und Peter Burschs Bröselmaschine. Häufig sieht man ihn auch als gefragten Solisten oder in Duo-Konzerten mit anderen Drummern oder Percussionisten wie z. B. Hakim Ludin, Tyronne Silva oder Aaron Thier. Er gibt außerdem zahlreiche Workshops und Masterclasses auf diversen Veranstaltungen.

Lange Zeit war der gebürtige Saarländer Mitglied der Künstler-Familie des deutschen Schlagzeugherstellers Sonor, zu deren Instrumentenentwicklung er viel Live-Erfahrung beitragen konnte. Der „German pope of drumming“ (so der Titel eines Interviews im amerikanischen Modern Drummer Magazine), Manfred von Bohr, ist aktuell Endorser von dw Drums, Anatolian-Cymbals (sogar mit eigener Signature-Beckenserie), Beyerdynamic-Mikrofonen und seit 2011 spielt er Drumsticks von Vater Sticks USA.

Manni von Bohr entwickelte eine eigene Stimmmethode für das Schlagzeug, die es ihm ermöglicht, das Instrument nach seinen Wünschen ohne ein externes Abdämpfen perfekt und voll klingend zu stimmen. Außerdem entwickelte er im Laufe seiner jahrzehntelangen, professionellen Musikerkarriere eine einzigartige, von ihm genannte, „Quad-Pedal“-Technik. Mit dieser Technik, bei der er auf insgesamt vier Pedalen gleichzeitig mit der Ferse und den Zehenballen des rechten und linken Fußes auf jeweils einem Pedalteil spielen kann, verwendet er zum kreieren komplexer Ostinatofiguren. Er spielt Doublebass mit zwei unterschiedlich großen Bassdrums (24" und 22" oder 20" und 22"), außerdem einen 16" großen Tom-Tom, auf einem Gestell zur Bassdrum umfunktioniert, zur Linken und einen 8" oder 10" großen Piccolo TympTom (ohne Resonanzfell) zu seiner Rechten. Sein zweites Hi-Hatpedal befindet sich auch auf der rechten Seite, sodass er beide Hi-Hats gleichzeitig spielen kann. Seine Pedale hat er in der Tiefe versetzt angeordnet, um mit Hacke und Spitze spielen zu können und teilweise schräg gestellt, damit die Kardangelenkwellen der beiden Doppelfußmaschinen übereinander passen.

Seine Autorenlaufbahn begann er als Autor von Testberichten und Workshops zu allen Aspekten des Schlagzeugspiels im Fachblatt Musikmagazin, heute ist er „Cheftester“ und Chefredakteur des dienstältesten deutschen Schlagzeugmagazins drums&percussion. Er unterrichtet am Drummer’s Institute in Düsseldorf das Fach „Studio Drums“.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]