Manosque

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Manosque
Wappen von Manosque
Manosque (Frankreich)
Manosque
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Alpes-de-Haute-Provence
Arrondissement Forcalquier
Kanton Manosque-Nord
Manosque-Sud-Est
Manosque-Sud-Ouest
Koordinaten 43° 50′ N, 5° 47′ O43.8333333333335.7830555555556380Koordinaten: 43° 50′ N, 5° 47′ O
Höhe 279–730 m
Fläche 56,73 km²
Einwohner 22.316 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 393 Einw./km²
Postleitzahl 04100
INSEE-Code
Website www.ville-manosque.fr

Blick auf Manosque

Manosque ist eine französische Gemeinde im Département Alpes-de-Haute-Provence in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur und Chef-lieu von drei Kantonen mit 22.316 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011).

Geographie[Bearbeiten]

Manosque liegt im Südwesten des Départements Alpes-de-Haute-Provence am rechten Ufer der Durance. Die Stadt liegt im Regionalen Naturpark Luberon und grenzt an den benachbarten Regionalen Naturpark Verdon, mit dem sie als Zugangsort assoziiert ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Tatsache der Invasion und Plünderung der Stadt durch die Sarazenen um das Jahr 900 ist das erste erhaltene schriftliche Zeugnis der Geschichte der Stadt. Dennoch weiß man über die Herkunft der Stadt ein wenig mehr, von der bekannt ist, dass sie zu römischer Zeit bereits existierte.

Es scheint, dass der Name der Stadt kelto-ligurischer aus dem Stamm "man" von "Berg, Hügel" herrührt und die Endsilbe "asq" "Leute, die hier leben" bedeuten.

Das erste, urkundlich erwähnte Ereignis in Manosque ist die Besetzung der Stadt durch die Sarazenen. Während dieser Zeit flüchteten die Bewohner in die fünf benachbarten Dörfer, unter denen "Le Château" auf dem Mont d'Or und "Toutes-Aures" auf dem gleichnamigen Hügel die wichtigsten sind.

Im Mittelalter war Manosque in vier Viertel geteilt: les Ebréards, le Palais, les Payans et les Martels.

Das Wappen von Manosque schmücken vier Hände unter der Devise "Omnia in manu dei sunt" (Alles ist in Gottes Hand).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Manosque

Die von weniger schönen modernen Industrieansiedlungen umgebene Altstadt hat die Form einer Birne und besaß ursprünglich vier Stadttore:

  • Porte Saunerie (Salztor) im Süden, romanisch von 1382
  • Porte Soubeyran im Norden aus dem 14. Jahrhundert, dessen Turm 1830 errichtet wurde
  • Porte Guillempierre im Westen war zerstört und wurde kürzlich rekonstruiert
  • Porte d'Aubette im Osten zerstört

Die Boulevards geben den Verlauf der ehemaligen Stadtmauer wieder, wovon wenige Reste zeugen.

Die Altstadt von Manosque besitzt zwei Kirchen:

  • die romanische Kirche Notre-Dame de Romigier mit Renaissanceportal liegt am Place de l'Hôtel de Ville
  • die Kirche Saint-Sauveur mit gotischem Portal und romanischem Schiff aus dem 12. und 13. Jahrhundert

Das Wohnhaus des Schriftstellers Jean Giono Lou Paraïs befindet sich in der Montée des Vraies Richesses.

Anekdote[Bearbeiten]

Bei einem Besuch François I. in Manosque 1516 hatte die Tochter des Konsuls ihm die Schlüssel der Stadt zu übergeben. Die Aufmerksamkeit des Prinzen ruhte auf ihr und alarmierte ihre Schamhaftigkeit. Unter dem Vorwand, ihren Teint aufzufrischen, verschwand sie und hielt ihr Gesicht in Schwefeldämpfe. Der König war so gerührt, dass er der jungen Frau und ihrer Familie seine Gunst und Freiheiten gewährte. Seitdem hat Manosque den Beinamen „Die Schamhafte“.

Sonstiges[Bearbeiten]

Etwa 20 km entfernt liegt der Luftkurort Valensole.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Manosque – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien