Manse

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Dieser Artikel befasst sich mit der Manse als mittelalterlichem Flächenbegriff; zu weiteren gleichnamigen Bedeutungen siehe Manse (Begriffsklärung).

Eine Manse ist eine mittelalterliche Bezeichnung für eine unselbstständige landwirtschaftliche Erwerbseinheit (Hof oder Bauernstelle), die einem Herrenhof (curtem dominicalis) untergeordnet und diesem zehntpflichtig war. Mansen waren von unterschiedlicher Größe und umfassten in der Regel so viel Kulturland, wie eine Großfamilie bewirtschaften konnte.

Im späten Mittelalter entwickelte sich der Begriff Manse oder Mansus zu einem betriebswirtschaftlichen Flächenmaß:

1 Mansus = 4 Viertel = 64 Jucherte = 32,683 ha

Der Name kommt wahrscheinlich von lateinisch mancipium ‚Besitz‘ von manus + capio, das heißt mancipo ‚ich gebe zu eigen‘ oder von mansio ‚Haus‘.

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