Manuel Pérez Martínez

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Gregorio Manuel Pérez Martínez (* 9. Mai 1943 in Alfamén, Provinz Saragossa, Spanien; † 14. Februar 1998 in Kolumbien) war ein spanischer Guerilla-Führer in Kolumbien.

Biografie[Bearbeiten]

Pérez Martínez, der ursprünglich spanischer Staatsangehöriger war, studierte zunächst Katholische Theologie und war nach seiner Ordination 1966 als Arbeiterpriester in Frankreich tätig, ehe er als Priester in Haiti, der Dominikanischen Republik sowie Kolumbien arbeitete. Aus allen drei Ländern wurde er von den Regierungen jeweils ausgewiesen, nachdem diese seine Arbeit mit Arbeitern und der armen Bevölkerung überprüften.

Logo der ELN

1968 kam er nach Kolumbien, wo er in der karibischen Hafenstadt Cartagena als Prediger in den Armenvierteln arbeitete. Dort kam er auch in Kontakt mit mehreren Priestern der Befreiungstheologie und wurde insbesondere inspiriert von Pater Camilo Torres, einem couragierten religiösen und politischen Führer, der 1966 der Guerillabewegung Ejército de Liberación Nacional (ELN) beitrat und kurz darauf am 15. Februar 1966 bei Gefechten mit Regierungstruppen ums Leben kam.

1969 kehrte er kurz nach seiner Abschiebung wieder illegal nach Kolumbien zurück und begann nach der Kontaktaufnahme mit den zwei Priestern und späteren Führern der ELN Domingo Laín Sáenz und José Antonio Jiménez Comín ein Leben als Guerillero. Nach dem Beginn seines bewaffneten Kampfes wurde er exkommuniziert, trug aber die Kampfnamen Padre Pérez sowie El Cura Pérez.

Von 1982 bis zu seinem Tod durch Hepatitis in einem Versteck im Dschungel war er Führer der ELN.

Weblinks[Bearbeiten]