Maoam

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Maoam (gesprochen „Ma-o-am“) ist ein Kaubonbon des Süßwarenherstellers Haribo. Es handelt sich um einen Kunstnamen.[1] Maoam gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Üblicherweise werden fünf Stück einer Sorte zu einem Päckchen zusammengepackt und mehrere dieser Päckchen verschiedener Geschmacksrichtungen als Stange verpackt verkauft. Haribo bietet auch „Maoam Kracher“ an, als 200-, 260- und 400-g-Packung sowie als 1,2-kg-Großpackung.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ehemalige Maoam-Fabrik in Düsseldorf, Hildebrandtstraße

Edmund Münster übernahm im Jahre 1900 das „Düsseldorfer Lakritzenwerk“. Bis in die 1930er Jahre standen Lakritze-Produkte im Vordergrund; 1930/31 übernahm Münster aus dem Ausland die Lizenz für die Produktion eines fruchtigen Kaubonbons mit dem Kunstnamen „MAOAM“, was Mundet Allen Ohne Ausnahme abkürzen sollte.[2] Im August 1930 beantragte er beim Amtsgericht Düsseldorf den „Musterschutz für das Erzeugnis Maoam, Kaubonbon ohne Gummi, aus Zucker, Syrup und anderen Zutaten“. Der Schutz umfasst den Namen MAOAM, das Produkt, die Verpackung und jedwede Nachahmungen aus Lakritz, Kakao, Zucker- oder Backwaren. Damals wurden die Bonbons von der Edmund Münster GmbH & Co. KG produziert und waren in Wachspapier eingepackt.[3]

Ostern 1931 bot Edmund Münster seinen Kunden Maoam erstmals an. Schon zu dieser Zeit gab es das typische Maoam-Logo, das bis heute in nur wenig veränderter Form verwendet wird. Sehr schnell fanden sich Nachahmer dieses Kaubonbons (zum Beispiel „Mamba“ von Storck), was auf den Erfolg des Produktes zurückzuführen war. Nach dem Krieg startete Münster wieder mit der MAOAM-Produktion. 1986 erwarb der Bonner Süßwaren-Produzent Haribo das Unternehmen und damit auch die Markenrechte an Maoam.[1]

Die Maoam-Produktionsstätte befand sich von 1930 bis 1982 in der Hildebrandtstraße im Düsseldorfer Stadtteil Friedrichstadt und wurde danach in das ehemalige Novesia-Werk auf der Jülicher Landstraße in Neuss verlagert.

Werbung für das Produkt[Bearbeiten]

Für das Produkt hat auch der Fußball-Schiedsrichter Walter Eschweiler Werbung gemacht.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Haribo.com Info-pdf
  2. „Düsseldorf Hildebrandtstraße“ – Artikel zum ehemaligen Maoam-Fabrikgelände in Düsseldorf-Friedrichstadt
  3. Haribo.com/produkte/maoam
  4. Die bunte Welt von Haribo, S. 48