MAPEI

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Dieser Artikel behandelt das Unternehmen Mapei, zum gleichnamigen ehemaligen Radsportteam siehe Mapei (Radsportteam), zur ehemaligen israelischen Arbeiterpartei siehe Mapai.
Mapei S.p.A.
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Rechtsform Società per azioni
Gründung 1937
Sitz Mailand, ItalienItalien Italien

Leitung

  • Giorgio Squinzi (Geschäftsführer International)

Geschäftsführer Deutschland:

  • Uwe Gruber
  • Heinrich Meier
Mitarbeiter 7.500
Umsatz 2,1 Mrd. EUR
Branche Chemie
Website www.mapei.com
Stand: 2011 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2011

Die Mapei S.p.A. ist ein Produzent bauchemischer Produkte für die Verlegung von Wand- und Bodenbelägen. Der Name Mapei steht für „Materiali Ausiliari Per l'Edilizia e l'Industria“, also „Hilfsmaterialien für Bauwesen und Industrie“. Aktuell umfasst die Mapei-Gruppe 59 Werke mit 7.500 Mitarbeitern in 28 Ländern. Der Gesamtumsatz von Mapei betrug im Jahr 2011 rund 2,1 Milliarden Euro. Der Firmensitz von Mapei Deutschland befindet sich im bayerischen Erlenbach am Main, die Produktion befindet sich in Weferlingen/Sachsen-Anhalt.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 12. Februar 1937 gründete Rodolfo Squinzi, neuntes von elf Kindern, am Stadtrand von Mailand die Firma Mapei. Mit drei Angestellten wurden zu Beginn farbige Putze und Materialien für die Innenverkleidung von Wohngebäuden, Krankenhäusern und Flughäfen hergestellt.[1]

Nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte sich Mapei auf Klebstoffe für das Bauwesen und spezialisierte sich dabei auf die Marktnische der Produkte für die Verlegung von Bodenbelagsmaterialien. Später gelang es Rodolfo Squinzi gemeinsam mit seinem Sohn Giorgio, einem promovierten Chemiker, eine weitere Stärke des Unternehmens aufzubauen: die kontinuierliche Verbesserung der Produkte dank eines leistungsfähigen Forschungslabors. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung waren zugleich die Basis für die beginnende Internationalisierung des Unternehmens, die 1978 mit der Gründung einer Niederlassung in Kanada ihren Anfang nahm. Die Expansion auf allen fünf Kontinenten wurde in den Folgejahren weitergeführt und durch die Gründung von Produktionsstätten an strategisch günstig gelegenen Orten des Weltmarktes konkretisiert. Aktuell hat der Mapei-Konzern 7.500 Mitarbeiter. Weltweit werden täglich rund 20.000 Tonnen bauchemischer Produkte produziert und damit mehr als 55.000 Kunden versorgt.

Mapei in Deutschland[Bearbeiten]

Firmenzentrale in Erlenbach

In Deutschland ist die Mapei mit drei Schwestergesellschaften aktiv. Diese sind die Rasco Bitumentechnik in Augustdorf, die Sopro Bauchemie in Wiesbaden und die Mapei GmbH in Erlenbach. Letztere ist seit über 20 Jahren und mit mehr als 200 Mitarbeitern am Markt. Dazu gehört eine eigenständige Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie eine Produktionsstätte in Weferlingen (Sachsen-Anhalt).

Mapei bietet in Deutschland ein komplettes Sortiment bauchemischer Produkte für die Bereiche Fliesen- und Natursteinverlegung, Fußbodentechnik, Baustoffe und Betonzusatzmittel an. Dazu zählen Produkte zur Verlegung von Keramik und Naturstein ebenso wie Produkte zur Verlegung textiler und elastischer Bodenbeläge. Dazu kommen Produkte zur Verlegung leitfähiger Beläge, Klebstoffe für Parkett, aber auch Estrichbindemittel und Schnellestriche.

Forschung und Entwicklung[Bearbeiten]

Forschung und Entwicklung bilden von jeher einen Schwerpunkt in der Mapei-Gruppe. Aktuell ist man weltweit in 18 Zentren mit über 900 Mitarbeitern aktiv, um ständig neue, innovative Lösungen für den Bau zu entwickeln. Jährlich investiert Mapei über 5 % des Umsatzes im Bereich der Forschung und Entwicklung. Davon werden mehr als 70 % für die Entwicklung nachhaltiger Produkte und Systeme verwendet.

Aus diesem Grund hat Mapei den Fokus seiner Forschung auf die Entwicklung von sicheren Produkten für Umwelt, Verarbeiter und Endnutzer gerichtet. Beispiel hierfür sind die Produkte der ECO-Linie, die in international anerkannten und zugelassenen Prüfinstituten getestet wurden und das „Emicode EC1 - sehr emissionsarm“-Logo tragen. Unter dem Stichwort „Green Innovation“ hat Mapei zudem eine weltweite Initiative für nachhaltiges Bauen gestartet. Ein wichtiges Kriterium in diesem Prozess stellen die verschiedenen Bewertungssysteme für nachhaltiges Bauen dar. Zu den bekanntesten zählt das amerikanische LEED-System, das Gebäude nach einem Punkteschema bewertet. Die Bedeutung dieser Bewertungssysteme zeigt sich darin, dass institutionelle Anleger aus der Finanzbranche in vielen Ländern vorzugsweise in zertifizierte Gebäude investieren, um so das Risiko zu minimieren.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Raumausstattung.de-Online Artikel zum Firmenjubiläum
  2. deutsche-handwerker.info-Online Artikel zu Green Innovation, LEED & EMICODE