Bolsón de Mapimí

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Die Wüste Mapimí (auch Bolsón de Mapimí) liegt im zentralen Hochland von Mexiko im Bundesstaat Durango und bildet eines der beiden großen Wüstengebiete im mexikanischen Hochland. Das Klima ist trocken mit einer Regenzeit im Frühjahr. Der Regen fällt vorwiegend in Form von heftigen aber kurzen Platzregen, im Jahr gibt es im Fünfjahresmittel (1979 - 1984) etwa 265 mm Niederschlag mit Minima bei 81 mm und Maxima bei 513 mm in dieser Zeit. Die Temperaturen liegen im Sommer über 35 °C und sinken im Winter bis unter 4 °C ab, was ein Jahresmittel bei etwa 20 °C ergibt.[1]

Im Bolsón de Mapimí befindet sich ein etwa 103 000 ha großes Naturschutzgebiet (Reserva de la Biósfera Mapimí), das Kerngebiet ist etwa 35 000 ha groß. Es befindet sich an der Grenze der Bundesstaaten Durango, Chihuahua und Coahuila. Schutzwürdig ist das Gebiet unter anderem wegen der hier heimischen, seltenen Gelbrand-Gopherschildkröte und anderen endemischen Arten.[1]

Sie besteht im Wesentlichen aus Wüstensteppe und ist mit halbmeterhohem Büschelgras bewachsen.

An ihrem südlichen Rand befindet sich der Ort Mapimí.

In der Literatur findet sich die Bolsón de Mapimí als Schauplatz einiger Szenen in Karl Mays Wild-West Romanen (z. B. Winnetou II; Das Waldröschen).

Indigene Völker[Bearbeiten]

Vor dem Eindringen der Spanier in den Norden Mexikos lebten im heutigen Gebiet der Mapimí verschiedene halbnomadische und nomadische Sammler und Jägergruppen. Zu dieser Gruppe von Bergbewohnern, die kleine mobile Siedlungen (span. ranchería) bewohnten und in Strauchhütten (sog. Wickiups, span. Jacales) lebten, gehörten die Tarahumara, die Pima Bajo (Unteren Pima), sowie die Tobosos. Diese Stämme konnten sich dem spanischen und mexikanischen Einfluss lange entziehen und die Eindringlinge erfolgreich bekämpfen, da sie sich immer wieder in die Mapimí und die angrenzenden Bergketten zurückziehen konnten. In den ständigen Kämpfen und Aufständen hatten sich besonders die Tarahumara und Tobosos hervorgetan und waren bei den Spaniern gefürchtet. Doch auch diese Gruppen wussten sich nur schwer gegen die nach Süden vordringenden kriegerischen Apachen, besonders Chiricahua, Mescalero und Lipan, zu schützen, da ihnen nun der Vorteil der Wüsten- und Bergketten, die sie gegenüber den Spaniern genossen hatten, genommen waren. Die Apachen selber waren halbnomadische räuberische und ausdauernde Bergbewohner, zudem neben den Tarahumara, die schnellsten Läufer sowie ausgezeichnete Reiter (was diese nicht waren). Immer wieder kam es nun zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Apachen und den Bergstämmen, die zudem noch gegen die Spanier kämpfen mussten, um nicht gezwungen zu werden, in den Missionen zu leben. Gegen 1750 waren die Tobosos entweder ausgerottet, hatten sich in spanischen Siedlungen und Missionen niedergelassen oder sich den Apachen angeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt gehörte die Mapimí zum Jagd- und Wohngebiet der Mescalero-Apachen sowie ab ca. 1865 einiger Gruppen der Lipan-Apachen. Erst gegen 1881 waren die in der Mapimí lebenden Apachen nicht mehr in der Lage größere Kriegs- und Raubzüge zu unternehmen, doch sporadische Überfälle auf spanische und indianische Siedlungen (der Tarahumara und Pima Bajo) fanden bis in die 1930er Jahre statt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Reserva de la Biósfera Mapimí. maya.ucr.edu. Archiviert vom Original am 9. Dezember 2006. Abgerufen am 22. April 2013.