Mar-Behnam-Kloster

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Sankt-Behnam-Kloster
Eingang zum Kloster

Eingang zum Kloster

Baujahr: 4. Jahrhundert
Lage: 36° 8′ 16″ N, 43° 24′ 23″ O36.13777843.406389Koordinaten: 36° 8′ 16″ N, 43° 24′ 23″ O
Standort: Bakhdida
Ninawa, Irak
Zweck: Syrisch-katholisches Kloster

Das Kloster des Märtyrers Sankt Behnam und seiner Schwester Sarah (aramäisch ܕܝܪܐ ܪܡܪܝ ܒܗܢܡ ܘܡܪܬ ܣܪܐ, arabisch ‏دير مار بهنام‎), ist ein syrisch-katholisches Kloster im Nordirak, nahe der Stadt Bakhdida.

Das Kloster wurde im 4. Jahrhundert nach Christus durch den assyrischen Königs Senchareb erbaut - als Buße für den Mord an seinem Sohn Behnam und seiner Tochter Sarah, nachdem sie mithilfe von Mar Mattai zum Christentum konvertierten.[1]

Das Kloster gehörte mindestens 10 Jahrhunderte zur Kirche des Ostens, wie es von den turkischen Inschriften aus dem 13. Jahrhundert attestiert wird, die von mongolischen Pilgern hinterlassen wurden - bevor es sich in der Hand der syrisch-orthodoxen Kirche befand, als die gesamte Region zum Monophysitismus konvertierte und das Kloster zur Residenz sowie zur Ruhestätte einer Zahl von syrisch-orthodoxen Patriarchen wurde.[2]

Die Mönche des Klosters nahmen im 18. Jahrhundert Kontakt mit Rom auf, was zur schrittweisen Konversion der Einwohner von Bakhdida zur syrisch-katholischen Kirche führte.[2]

Das Kloster wurde im Jahre 1986 renoviert und wird jährlich von Tausenden von Christen und Muslimen besucht.[1]

Im Juli 2014 beschlagnahmten Vertreter des Islamischen Staats im Irak und in der Levante das Kloster und vertrieben alle Mönche aus diesem. Die Mönche wurden vor die Wahl gestellt, entweder zum Islam zu konvertieren oder religiöses Schutzgeld Dhimma zu zahlen oder durch das Schwert zu sterben.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b بهنام وسارة, الصرح والتاريخ, Bakhdida.com arabisch ‏‎
  2. a b دير مار بهنام الشهيد في مدينة الموصل بالعراق, CopticCatholic.com arabisch ‏‎
  3. Isis militants 'seize Iraq monastery and expel monks'. BBC News Online, 21. Juli 2014, abgerufen am 21. Juli 2014 (englisch).