Marcel Goc

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DeutschlandDeutschland Marcel Goc Eishockeyspieler
Marcel Goc
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 24. August 1983
Geburtsort Calw, Deutschland
Spitzname Fuzzy
Größe 185 cm
Gewicht 92 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Center
Nummer #57
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2001, 1. Runde, 20. Position
San Jose Sharks
Spielerkarriere
1999–2001 Schwenninger Wild Wings
2001–2003 Adler Mannheim
2003–2009 San Jose Sharks
2009–2011 Nashville Predators
2011–2014 Florida Panthers
2012 Adler Mannheim
seit 2014 Pittsburgh Penguins

Marcel Goc (* 24. August 1983 in Calw) ist ein deutscher Eishockeyspieler. Seit März 2014 spielt er für die Pittsburgh Penguins in der National Hockey League auf der Position des Centers. Seine beiden Brüder Sascha und Nikolai sind ebenfalls professionelle Eishockeyspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Goc begann seine Eishockeykarriere im Alter von drei Jahren bei der ESG Esslingen, von wo er 1997 zum Nachwuchs nach Schwenningen wechselte. Aufgrund seines Talentes gab er bereits mit 16 Jahren sein Debüt im Trikot der Schwenninger Wild Wings in der Deutschen Eishockey Liga In seinem ersten Profijahr verbuchte er lediglich drei Vorlagen in 51 der 56 Saisonspielen. In seiner zweiten Spielzeit steigerte der Stürmer seine Ausbeute auf 41 Scorerpunkte, was dazu führte, dass er im NHL Entry Draft 2001 von den San Jose Sharks in der ersten Runde an 20. Stelle gezogen wurde. Er ist damit der am höchsten gedraftete deutsche Feldspieler aller Zeiten. Gegen Ende der Saison 2001/02 wechselte er zu den Adler Mannheim mit denen er im selben Jahr Deutscher Vizemeister wurde nach einer engen Finalserie gegen die siegreichen Kölner Haie. Goc blieb noch eine weitere Spielzeit in Mannheim, ehe er im Anschluss an die Saison 2002/03 nach Nordamerika zu den San Jose Sharks wechselte.

Goc (weißes Trikot) im Zweikampf mit Eric Brewer

In seinem ersten Jahr in Übersee spielte er überwiegend bei den Cleveland Barons, dem damaligen Farmteam der San Jose Sharks, in der American Hockey League. Erst im Verlauf der Playoffs der Saison 2003/04 kam er zu seinen ersten Einsätzen in der NHL. In den fünf Spielen, die er bestritt, erzielte er ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Goc, dessen erstes NHL-Tor gleichzeitig die Playoff-Serie gegen die Colorado Avalanche entschied, ist damit der erste und bisher einzige Spieler in der Geschichte der Sharks, der sein Debüt für das Franchise während der Playoffs gab. Durch den Lockout in der Saison 2004/05 konnte der Deutsche zunächst keine weiteren Spiele für San Jose bestreiten. Er blieb aber im Gegensatz zu einigen anderen deutschen Spielern in Nordamerika, um sich im Farmteam für das NHL-Team zu empfehlen. Zu Beginn der Saison 2005/06 erhielt er schließlich einen Stammplatz bei den San Jose Sharks, vornehmlich in der dritten und vierten Sturmreihe als Defensivstürmer sowie in Unterzahlsituationen. Trotzdem erreichte er in 81 Partien 22 Punkte und blieb auch in der Saison 2006/07 Stammspieler, obwohl er seine Offensivstatistiken nicht verbessern konnte. Aufgrund des ausgeglichenen Kaders, dem Überangebot an Defensivstürmern und Rückenproblemen kam Goc in der ersten Hälfte der Spielzeit 2007/08 deutlich seltener zum Einsatz. Dies setzte sich auch in der zweiten Saisonhälfte fort, da die interne Konkurrenz vor allem in der Offensive deutlich präsenter war als Goc. Trotzdem entschied sich das Management, obwohl sein Vertrag ausgelaufen war, ihn, im Gegensatz zu Patrick Rissmiller und Curtis Brown, zu halten und mit einem neuen Einjahres-Vertrag auszustatten, nachdem sich beide Parteien zunächst auf eine Vertragsklärung vor dem Schiedsgericht der NHL geeinigt hatten.

Ein Jahr später folgte auch für den Deutschen das Ende bei den Nordkaliforniern trotz einer soliden Spielzeit mit den Sharks. Im August 2009 nahmen ihn daher die Nashville Predators per Zwei-Wege-Vertrag mit Gültigkeit für die NHL und AHL für ein Jahr unter Vertrag. Da Goc bereits Ende Januar 2010 mit zehn Toren eine neue persönliche Bestmarke aufgestellt hatte und nur noch drei Scorerpunkte von seinem höchsten Karrierewert entfernt war, verlängerten die Predators den Vertrag vorzeitig um ein Jahr zu verbesserten Konditionen.

Marcel Goc (links) im Trikot der Adler Mannheim gegen Timo Helbling

Am 1. Juli 2011 unterzeichnete er als Free Agent einen Kontrakt bei den Florida Panthers. Mit Einverständnis der Florida Panthers wechselte er während des NHL Lockouts 2012 zurück in die DEL und spielte dort für die Adler Mannheim.

Kurz vor der Trade Deadline am 5. März 2014 wechselte Goc im Austausch für ein Dritt- und ein Fünftrunden-Wahlrecht im NHL Entry Draft zu den Pittsburgh Penguins.[1]

International[Bearbeiten]

Goc vertrat sein Heimatland aufgrund seines Talentes bereits im Juniorenbereich. Erstmals kam er im Alter von 17 Jahren bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2000 zum Einsatz. Im selben Jahr spielte er auch bei der U18-Junioren-Weltmeisterschaft. Ebenso wurde er im folgenden Jahr bei beiden WM-Turnieren der Junioren eingesetzt. Weitere Einsätze hatte er bei den U20-Junioren-Weltmeisterschaften 2002 und 2003. Für die A-Nationalmannschaft lief er bei den Weltmeisterschaften 2001, 2003, 2005 und 2008 auf, sowie beim World Cup of Hockey 2004, den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin und 2010 in Vancouver. Bei der Heim-Weltmeisterschaft 2010, als Deutschland das Halbfinale erreichte, war Goc Kapitän der Nationalmannschaft.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1999–00 Schwenninger Wild Wings DEL 51 0 3 3 4
2000–01 Schwenninger Wild Wings DEL 58 13 28 41 12
2001–02 Schwenninger Wild Wings DEL 45 8 9 17 24
2001–02 Adler Mannheim DEL 8 0 2 2 0
2002–03 Adler Mannheim DEL 36 6 14 20 16 8 1 2 3 0
2003–04 Cleveland Barons AHL 78 16 21 37 24
2003–04 San Jose Sharks NHL 5 1 1 2 0
2004–05 Cleveland Barons AHL 76 16 34 50 28
2005–06 San Jose Sharks NHL 81 8 14 22 22 11 0 3 3 0
2006–07 San Jose Sharks NHL 78 5 8 13 24 11 2 1 3 4
2007–08 San Jose Sharks NHL 51 5 3 8 12 4 0 0 0 2
2008–09 San Jose Sharks NHL 55 2 9 11 18 6 0 0 0 2
2009–10 Nashville Predators NHL 73 12 18 30 14 6 0 1 1 2
2010–11 Nashville Predators NHL 51 9 15 24 6
2011–12 Florida Panthers NHL 57 11 16 27 5 7 2 3 5 0
2012–13 Adler Mannheim DEL 18 4 15 19 8
2012–13 Florida Panthers NHL 42 9 10 19 8
2013–14 Florida Panthers NHL 62 11 12 23 31
2013–14 Pittsburgh Penguins NHL 12 0 2 2 4 9 0 1 1 4
DEL gesamt 216 31 71 102 64 8 1 2 3 0
AHL gesamt 154 32 55 87 52
NHL gesamt 562 72 107 179 149 59 5 10 15 14

International[Bearbeiten]

Vertrat Deutschland bei:

Jahr Team Veranstaltung Sp T V Pkt SM
2000 Deutschland U20-B-WM 5 1 1 2 2
2000 Deutschland U18-WM 6 2 1 3 10
2001 Deutschland U20-WM Div. I 5 0 1 1 2
2001 Deutschland U18-WM 6 2 4 6 0
2001 Deutschland WM 7 0 0 0 2
2002 Deutschland U20-WM Div. I 5 4 2 6 2
2003 Deutschland U20-WM 6 1 2 3 2
2003 Deutschland WM 7 1 2 3 0
2004 Deutschland World Cup 3 0 1 1 2
2005 Deutschland WM 6 2 0 2 0
2006 Deutschland Olympia 5 1 0 1 0
2008 Deutschland WM 3 0 0 0 0
2010 Deutschland Olympia 4 2 1 3 0
2010 Deutschland WM 9 2 0 2 4
2012 Deutschland WM 7 0 0 0 2
2013 Deutschland WM 7 0 4 4 4
Junioren gesamt 33 10 11 21 18
Herren gesamt 58 8 8 16 14

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. nhl.com, Penguins acquire forward Goc from Panthers