Marcel Janco

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Marcel Janco, 1954
Das Janco-Dada-Museum in En Hod

Marcel Janco (geboren als Marcel Iancu) (hebräisch ‏מרסל ינקו‎; * 24. Mai 1895 in Bukarest; † 21. April 1984 in Tel Aviv) war ein rumänisch-israelischer Künstler, Schriftsteller und Architekt. Er gehört zu den Urvätern des Dadaismus.

Leben[Bearbeiten]

Er gründete 1916 zusammen mit Hugo Ball, Tristan Tzara, Richard Hülsenbeck, Hans Arp und anderen in Zürich das Cabaret Voltaire.

1917 schuf er die Masken und Kostüme für das "Sonnenfest" des Tänzers Rudolf von Laban auf dem Monte Verità von Ascona.

1922 ging er nach Rumänien zurück und arbeitete dort als Architekt und Maler bis 1941. Aufgrund des zunehmenden Antisemitismus während des Zweiten Weltkrieges emigrierte er nach Israel. Jancos Initiative verdankt sich die 1953 gegründete Künstlerkolonie in En Hod in Nord-Israel. 1952 nahm er an der Biennale in Venedig teil. 1967 wurde ihm der Israel-Preis verliehen.

Er schrieb unter anderem für die Avantgarde-Zeitschrift Contimporanul.

Literatur[Bearbeiten]

  • Marcel Seuphor: Marcel Janco. Bodensee-Verlag, Amriswil 1963
  • Harry Seiwert: Marcel Janco. Dadaist, Zeitgenosse, wohltemperierter morgenländischer Konstruktivist. Lang, Frankfurt am Main 1993
  • Centenar Marcel Iancu. Architect, artist, plastic, teoretician. Muzeul National de Arta, Bukarest 1997
  • Claus Stephani: Marcel Janco in Berlin. Zum graphischen Werk des DADA-Künstlers. In: Israel Nachrichten (Tel Aviv), Nr. 9989, 25. Januar 2002
  • Claus Stephani: „Singst du noch, mein lieber Janco?“ Östliche Avantgarde wird in Berlin ausgestellt. In: Kulturpolitische Korrespondenz (Bonn), Nr. 1144, 30. Januar 2002

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marcel Janco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien