Marcel Koller

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Marcel Koller

Marcel Koller 2013

Spielerinformationen
Geburtstag 11. November 1960
Geburtsort ZürichSchweiz
Größe 173 cm
Position Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
1970–1972
1972–1978
FC Schwamendingen
Grasshopper Club Zürich
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1978–1996 Grasshopper Club Zürich 428 (59)[1]
Nationalmannschaft
1982–1996[2] Schweiz 55 (3)
Stationen als Trainer
1997–1999
1999–2002
2002–2003
2003–2004
2005–2009
2011–
FC Wil
FC St. Gallen
Grasshoppers Zürich
1. FC Köln
VfL Bochum
Österreich
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Marcel Koller (* 11. November 1960 in Zürich) ist ein Schweizer Fussballtrainer und ehemaliger Fussballspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Koller spielte seine gesamte Karriere bei Grasshopper Zürich. Mit dem Stadtklub gewann er sieben Meisterschaften und fünfmal den Pokal. Seinen ersten Profivertrag unterschrieb er mit 18 Jahren und wurde zur Saison 1980/81 in die 1. Mannschaft berufen.[1] Er war lange Kapitän von Grasshoppers Zürich und spielte dabei häufig auf der Position des "klassischen 6ers". Der Mittelfeldspieler bestritt 55 Länderspiele für die Schweizer Fussballnationalmannschaft. Den Abschluss und gleichzeitigen Höhepunkt bildete dabei die Teilnahme an der Fussball-Europameisterschaft 1996.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Vereine in der Schweiz[Bearbeiten]

Sein Trainerdebüt gab am 1. Juli 1997 beim FC Wil in der Saison 1997/98 in der Schweizer Challenge League. Als der Verein im Januar 1999 auf einem Aufstiegsplatz stand, wechselte er zum FC St. Gallen in die Super League. In St. Gallen gelangen ihm seine ersten Trainer-Erfolge in der höchsten Liga: In der Saison 1999/2000 wurde der FC St. Gallen zum ersten Mal seit 1904 Schweizer Meister, und der Verein bezwang im UEFA-Cup den FC Chelsea. Für diese Erfolge wurde Koller als Schweizer Trainer des Jahres 1999 geehrt.

Am 9. Januar 2002 wechselte er zu „seinem“ Verein, bei dem er als Aktiver seine Karriere durchlief, zu den Grasshoppers Zürich. Dort gewann er 2003 erneut die Schweizer Meisterschaft. Nach fünf Niederlagen in Folge trat er am 3. Oktober 2003 unmittelbar nach der Niederlage gegen seinen früheren Verein FC Wil von seinem Amt zurück.

Vereine in Deutschland[Bearbeiten]

Im direkten Anschluss an seine Tätigkeit in Zürich wechselte der Schweizer nach Deutschland: Vom 2. November 2003 bis zum 14. Juni 2004 war er Cheftrainer beim 1. FC Köln in der Bundesliga. Er gilt als der Entdecker des deutschen Nationalspielers Lukas Podolski. Jedoch konnte Koller den Verein aus dem Rheinland nicht vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga retten und wurde nach dem letzten Spieltag beurlaubt.

Ab dem 23. Mai 2005 war er Trainer des VfL Bochum. Nach einer Saison in der 2. Bundesliga gelang am 17. April 2006 der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga bereits fünf Spieltage vor dem Ende der Saison. Am 5. Mai 2007 sicherte sich der VfL Bochum mit dem Auswärtssieg gegen den Hamburger SV bereits zwei Spieltage vor dem Ende der Saison 2006/07 den Klassenerhalt in der Bundesliga. Koller erreichte mit dem VfL Bochum in der Saison 2006/07 den achten Tabellenplatz, die drittbeste Platzierung in der Vereinsgeschichte des VfL Bochum. Mit Marcel Koller spielte der VfL Bochum drei Saisonen hintereinander in der obersten Spielklasse. Dennoch trennte sich der VfL Bochum zu Beginn der vierten Saison, am 20. September 2009, von Koller. Am Ende der Saison stieg der VfL wieder in die 2. Bundesliga ab.

Nationaltrainer[Bearbeiten]

Am 1. November 2011 übernahm Koller das Amt des ÖFB-Teamchefs als Nachfolger des Interimstrainers Willibald Ruttensteiner.[3] Die österreichische Nationalmannschaft verzeichnete unter ihm zwar einen deutlichen Aufwärtstrend, scheiterte aber in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Brasilien, nachdem die entscheidende Partie am 11. Oktober 2013 in Schweden mit 1:2 verloren wurde: Österreich belegte hinter Deutschland und Schweden, aber vor Irland, Kasachstan und den Färöerinseln den dritten Gruppenrang.[4] Koller wurde gegen Ende der WM-Qualifikation mit Klubs in der Schweiz und in Deutschland in Verbindung gebracht.[5] Zudem bot ihm der Schweizerische Fußballverband den Posten des Nationaltrainers der Schweiz an. Letzten Endes entschied sich Koller für eine Verlängerung seines Vertrages mit dem ÖFB um zwei Jahre.

Privates[Bearbeiten]

Marcel Koller ist seit 2007 in zweiter Ehe verheiratet. Mit seiner ersten Frau Jolanda, einer Österreicherin, hat er zwei gemeinsame Kinder. Sein Sohn Kevin Koller ist ebenfalls Fußballspieler und spielt im Zürcher Fussballclub FC Pfäffikon.[6]

Erfolge[Bearbeiten]

als Spieler[Bearbeiten]

  • 7× Schweizer Meister (mit Grasshopper Zürich)
  • 5× Schweizer Pokal (mit Grasshopper Zürich)
  • Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft 1996 in England

als Trainer[Bearbeiten]

  • 2× Schweizer Meister (mit FC St. Gallen und Grasshopper Zürich)
  • Schweizer Trainer des Jahres (1999)
  • Aufstieg in die Bundesliga (2006 VfL Bochum)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFanforum Schweiz. Abgerufen am 7. November 2010.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatTop 50 der Schweizer Fussballer: Platz 42. Abgerufen am 7. November 2010.
  3. Marcel Koller ist neuer ÖFB-Teamchef Salzburger Nachrichten, 4. Oktober 2011
  4. http://diepresse.com/home/sport/fussball/international/1463801/WMTraum-dahin_Oesterreich-scheitert-an-Ibrahimovic
  5. http://www.goal.com/de/news/968/transfernews/2013/10/13/4330320/marcel-koller-zum-interesse-des-1-fc-n%C3%BCrnberg-es-ist-noch-nichts-
  6. Kollers Ex-Frau kommt aus Österreich oe24.at, 13. Oktober 2011