Marcelino Menéndez y Pelayo

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Marcelino Menéndez y Pelayo

Marcelino Menéndez y Pelayo (* 3. November 1856 in Santander; † 19. Mai 1912 ebenda) war ein spanischer Historiker und Literaturkritiker. Obwohl sein Hauptinteressengebiet die Ideengeschichte war, beschäftigte er sich auch mit Dichtung, Übersetzung und Philosophie. Mit seinem Werk förderte er die Systematisierung der spanischen Geisteswissenschaften. Herausragend sind seine Arbeiten zur Häretiker-Bewegung.

Leben[Bearbeiten]

Schon in jungen Jahren zeigte sich seine außerordentliche Begabung, so dass er bereits mit 15 Jahren ein Studium an der Universität Barcelona begann. Seine akademische Laufbahn verlief so rasant, dass das spanische Parlament ein Gesetz erlassen musste, damit er im Alter von 22 Jahren zum Professor berufen werden konnte. Von 1878 bis 1898 war er Professor für Spanische Literatur an der Universität von Madrid. Drei Jahre nach seiner Berufung zum Professor wurde Menéndez y Pelayo in die Real Academia Española gewählt, die für die Überwachung und Normierung der spanischen Sprache zuständig ist. Von 1898 bis 1912 war er Direktor der Spanischen Nationalbibliothek.

Werk[Bearbeiten]

Durch sein Schaffen etablierte er sich als einer prominentesten Vertreter des Ultramontanismus in Spanien. Bekannt wurde er vor allem durch seine 1878 veröffentlichte Essaysammlung Ciencia española, in denen er mit polemischen Mitteln die nationalen Traditionen gegen Angriffe politischer und kirchlicher Reformer verteidigte. Sein Ruf als Literaturkritiker nahm durch seine Vorlesungen über den spanischen Dichter Calderón 1881 seinen Anfang. Als Literaturhistoriker trat er vor allem durch die Historia de las ideas estéticas en España in Erscheinung, die zwischen 1881 bis 1891 veröffentlicht wurden.

Bibliographie[Bearbeiten]

  • La novela entre los Latinos (seine Doktorarbeit). Santander 1875.
  • La ciencia española, (zweite Auflage, Madrid 1877-1880)
  • La estética des idealismo alemán. Rialp, Madrid 1954
  • Calderón. Bühl-Verlag, Herrliberg-Zürich 1947
  • Miguel de Cervantes. Bühl-Verlag, Herrliberg-Zürich 1947

Weblinks[Bearbeiten]