Marcellus Empiricus

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Marcellus Empiricus war ein römischer Schriftsteller um die Wende des 4./5. Jahrhunderts nach Christus. Er stammte aus Gallien (fraglich, ob aus Burdigala) und bekleidete hohe Staatsämter unter Theodosius I. und Arcadius.

Marcellus Empiricus verfasste ein für Laien bestimmtes Rezeptbuch (De medicamentis) in 36 Kapiteln, das voll von abergläubischen Mitteln ist. Die Einleitung bildet ein Brief des Marcellus an seine Söhne sowie mehrere apokryphe Briefe, den Schluss 78 Hexameter. Quellen waren Scribonius Largus und die Medicina Plinii, zum Teil die Volksmedizin. Wertvoll sind die vulgärlateinischen Pflanzennamen.

Literatur[Bearbeiten]

Textausgaben[Bearbeiten]

  • Max Niedermann (Hrsg.): Marcelli De medicamentis liber. Teubner, Leipzig und Berlin 1916 (Corpus medicorum Latinorum, Vol. 5)
  • Max Niedermann (Hrsg.): Über Heilmittel. 2. Aufl. von Eduard Liechtenhan. Übers. von Jutta Kollesch u. Diethard Nickel. Akademie-Verlag, Berlin 1968.

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

  • Eduard Liechtenhan: Sprachliche Bemerkungen zu Marcellus Empiricus. Werner-Riehm, Basel 1917.
  • Wolfgang Meid, Peter Anreiter: Heilpflanzen und Heilsprüche. Zeugnisse gallischer Sprache bei Marcellus von Bordeaux. Linguistische und pharmakologische Aspekte. Ed. Praesens, Wien 2005, ISBN 3-7069-0322-9.

Weblinks[Bearbeiten]