Marcin Libicki

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Marcin Libicki (* 2. Februar 1939 in Poznań) ist ein polnischer Kunsthistoriker und ehemaliger Politiker der rechtskonservativen Partei PiS.

Libicki war mehrmals Mitglied des Polnischen Parlaments (1991-93, 1997-2001, 2001-2004), wo er unter anderem ab 2001 dem Ausschuss für Europaangelegenheiten angehörte. 1998 bis 2001 war er außerdem Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats. 2002 bis 2009 war er Mitglied im Parteivorstand und im Programmrat der PiS.

2003 wurde Libicki Beobachter im Europäischen Parlament, um zusammen mit anderen mittel- und osteuropäischen Parlamentariern auf den EU-Beitritt 2004 vorbereitet zu werden. Bei der Europawahl 2004, der ersten, an der Polen teilnahm, zog Libicki selbst ins Parlament ein. Die PiS schloss sich dort der rechtskonservativen Fraktion Union für ein Europa der Nationen (UEN) an; Libicki wurde Vorsitzender des Petitionsausschusses des Parlaments.

Am 9. April 2009 verließ Libicki die PiS aus Protest wegen der Streichung seiner Kandidatur für die Europawahl 2009.

Marcin Libicki ist Mitglied des Malteserordens. Er hat einen Sohn, Jan Filip Libicki, der selbst Abgeordneter im Polnischen Parlament ist.

Nach den neuen Forschungen des Institutes für Nationales Gedenken (IPN) war Libicki in den Dokumenten des polnischen Sicherheitsdienstes als Kontaktperson der 1. Abteilung des Innenministeriums registriert. Libicki verneinte diese Behauptung und erklärte, dass er dreimal diesbezügliche Erklärungen abgegeben hat, die nicht bestritten wurden.

Weblinks[Bearbeiten]