Marco Giuseppe Peranda

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Marco Giuseppe Peranda (* um 1625 in Macerata; † 12. Januar 1675 in Dresden) war ein italienischer Musiker und Komponist des Barock.

Leben[Bearbeiten]

Er gilt neben Vincenzo Albrici als einer der maßgeblichen italienischen Meister in Deutschland in der Zeit des Barock. Dem italienischen Zeitgenossen Agostino Rossi zufolge, war Perenda aus Macerata gebürtig, sein musikalischer Stil jedoch lässt eine Ausbildung in Rom vermuten. Ab 1651 wirkte Perenda als Sänger (Altist) in der Kapelle des Kurprinzen von Sachsen, als dieser 1658 Kurfürst Johann Georg II. wurde, legte er die eigene und die Kapelle des Vaters zusammen. 1661 wurde Peranda Vizekapellmeister und 1663 wurde er Kapellmeister, als Nachfolger von Albrici.

1670 erhielt er die Erlaubnis ein Italienreise zu unternehmen, da in der Kremsierer Residenz zwei Messen und ein geistliches Konzert erhalten ist, wird angenommen dass Peranda sich dort längere Zeit aufhielt. 1672 erhielt er die Stelle des Hofkapellmeisters, möglicherweise weil sich Christoph Bernhard, ebenfalls Vizekapellmeister bei einer Beförderung übergangen fühlte und bereits vorher eine Stelle in Hamburg angenommen hatte. 1675 wurde Peranda der bis zu seinem Tode Katholik blieb, im Kloster Marienstern bei Dresden beigesetzt.

Werke[Bearbeiten]

Peranda schuf zahlreiche Kompositionen, von denen weniger als ein Drittel erhalten ist, darunter Messen und weitere kirchliche Werke, Oratorien, zahlreiche geistliche Konzerte und einige Bühnenwerke.

  • 1668: Markus-Passion (Historia des Leidens und Sterbens unseres Herren Jesu Christi)
  • 1668: Weihnachtshistorie (verschollen)
  • 1671: Dafne (Oper, in Zusammenarbeit mit Giovanni Andrea Bontempi)
  • 1673: Jupiter und Jo (mit Bontempi oder Constantin Christian Dedekind) (verschollen)
  • 1675: Il sacrificio di Jette (nur Text erhalten)

Literatur[Bearbeiten]